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Szenarien des TTIP

Bildschirmfoto 2015-05-15 um 13.56.35Die USA versuchen derzeit durch diverse Handelsabkommen ganze Regionen und Länder gefügig zu machen. Das TTIP (USA-EU) ist nur eines unter vielen. Das TTP gilt für alle Länder am Pazifik bzw. Indischen Ozean. Mitglied ist die USA auch schon in dem ASEAN-Abkommen (Asien), hat dort aber wenig Einfluss.

Man könnte sagen, zur Zeit gibt es weltweit einen Run auf Handelsabkommen. Man (die USA) hat erkannt, dass man mit militärischen Interventionen kaum noch seine Ziele durchsetzen kann, da ist der einfachste Schritt Abkommen zu schliessen und über die Markt- bzw. Geldmacht dort Druck auszuüben.

Europa bzw. die EU mit der NATO ist für die USA der wichtigste Partner bzw. Untergebene den man zur Machtausübung auf der Welt braucht. Würde nur alleine Deutschland dabei nicht mit machen und z.B. mit Russland paktieren, wäre die US-Weltmacht nur noch halb so viel wert. Deutschland ist also als Partner und Vasall enorm wichtig für die USA. Deshalb wird das TTIP mit all seinen unverschämten Klauseln auch immer wichtiger für die USA.

Hier möchte ich versuchen aufzuzeigen, was passiert wenn die EU dem TTIP wirklich so zustimmt, wie es derzeit, geheim hinter verschlossenen Türen verhandelt wird. Da wir nicht wissen was verhandelt wird, müssen wir von den schlimmst möglichen Szenarien ausgehen.

1.) Das metrische System

Bekanntlich hält die USA als fast einziges Land an einem nicht metrischen System fest. Distanzen werden in Meilen, Fuss und Inch gemessen und angegeben. Gewicht in Unzen und Pfund etc.

Bei einer Einigung zum TTIP müssten alle Verbraucher akzeptieren, dass auf Verpackungen von Waren, Tachometern, Massstäben auch die US-Masseinheiten verwendet werden dürfen. Die Verwirrung in den Supermärkten und an Tankstellen kann ich mir schon jetzt lebhaft vorstellen. Mal abgesehen davon sind Missverständnisse bei Lieferungen von Zulieferern und damit Gerichtsprozessen wegen Schadensersatz jetzt schon vorher zu sehen. Szenarien des TTIP weiterlesen

Ministerpräsident Netanjahu, stellen Sie sich vor, Sie wären in Gaza geboren!

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Netanjahu,
darf ich Ihnen mitten im Krieg ein paar Fragen stellen? Als Deutscher, der weiß, dass die Generation seiner Vorfahren den Juden Unverzeihliches angetan hat, der das Existenzrecht Israels akzeptiert und der Antisemitismus wie jede Form von Rassismus für eine Schande hält.

Haben Sie sich schon mal vorgestellt, wie es wäre, wenn Sie nicht in Tel Aviv, sondern in Gaza auf die Welt gekommen wären? Sie hätten dann nicht die besten Schulen und Universitäten der USA besuchen können, sondern wahrscheinlich nur die bescheideneren Schulen und Universitäten von Gaza und im Westjordanland. Auch Ihre Enkel hätten kaum dem Elend von Gaza entfliehen können. Stattdessen hätten sie in den letzten sechs Jahren drei grauenvolle Kriege erlebt und viele Schulfreunde durch israelische Bomben verloren.

Wären Sie auch in Gaza Politiker geworden? Dann säßen Sie jetzt vielleicht wie 23 gewählte palästinensische Abgeordnete in israelischen Gefängnissen. Im Ofer-Gefängnis bei Ramallah oder im Hadarim-Gefängnis im Norden von Israel. Für Palästinenser ist es riskant, sich politisch zu betätigen. Unterstellen wir daher, Sie wären ein angesehener Landwirt geworden und hätten begonnen Blumen zu züchten. Sie hätten harte Zeiten durchlebt. Wegen der von Israel verhängten Blockade könnten Sie nur noch drei Prozent der früheren Blumenmenge exportieren. Die gesamte Wirtschaft Gazas liegt am Boden. Sie hätten fast alle Mitarbeiter entlassen müssen. Die wären jetzt arbeitslos – wie mehr als die Hälfte der arbeitsfähigen Bewohner von Gaza. Und müssten von der UNO durchgefüttert werden. 80 Prozent der Bevölkerung erhalten alle drei Monate Essensrationen wie damals die Iraker unter den vom Westen betriebenen Sanktionen. So erhält eine achtköpfige Familie, um überleben zu können, von der UNO alle drei Monate : 103 Kilo Weizen, 4,70 Liter Speiseöl, fünf Kilo Zucker, 1,5 Kilo Milchpulver sowie etwa Dosenfleisch. Für acht Personen!

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Eine mordsmäßig “ZIELGENAUE” Operation!

Kommentar von Evelyn Hecht-Galinski

Heute ist der Mittwoch nach der großen Friedensmahnwache in Berlin. Ich bin immer noch überwältigt von dieser Veranstaltung am Samstagabend. Was deren Initiator Lars Mährholz da als Friedensmahnwache auf die Beine gestellt hat, ist eine große Leistung. Herzlichen Dank an ihn möchte ich hier noch einmal sagen. Es war eine Stimmung, die unbeschreiblich war, eben BERLIN! Die Mahnwachen, die aus ganz Deutschland angereist waren, die Bands die so phantastisch spielten. Ich möchte mich natürlich auch ganz besonders bei Ken Jebsen bedanken, der mich so dringend gebeten hatte nach Berlin zu kommen, um dort zu sprechen. Ken Jebsen ist einer der fähigsten Journalisten die ich kenne. Blitzgescheit, unbeirrbar, unkäuflich und ein herzensguter lieber Mensch und Freund. Mein Mann und ich haben es nicht bereut nach Berlin gefahren zu sein. Auch wenn der Anlass mehr als traurig war. Aber Gaza ist on my mind! Eine mordsmäßig “ZIELGENAUE” Operation! weiterlesen

Wahlbeteiligung Krim im März 2014

Vom 15. bis 18.04.2014 besuchten Mitglieder des Russischen Menschenrechtsrates die Krim um die allgemeine Situation zu untersuchen. Folgendes Dokument wurde nun von dem Rat am 21.04.2014 verfasst und veröffentlicht.

Übersetzung durch Google Translate, Original:

http://www.president-sovet.ru/structure/gruppa_po_migratsionnoy_politike/materialy/problemy_zhiteley_kryma.php?print=Y

In dem Dokument wird auf viele Umstände hingewiesen, die zu der Zeit vor und nach dem „Referendum zur Aufnahme in die Russische Föderation“ geherrscht haben.

Unter anderem wird darauf hingewiesen, dass nach Befragung von Bürgerrechtlern, Geistlichen, Journalisten, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens , Anwälten, Menschenrechtsaktivistinnen und Bürgern in „Sewastopol“, die Wahlbeteiligung in „Sewastopol“ vermutlich nur bei „50 bis 80 %“ gelegen hätte und von denen nur „30 bis 50 %“ für die Aufnahme in die Russische Föderation gestimmt hätten. Russland hatte eine gesamte Wahlbeteiligung für die ganze Krim von rund 97 % angegeben, von denen ca. 83 % für eine Aufnahme stimmten. Wahlbeteiligung Krim im März 2014 weiterlesen

Zunahme der unkritischen Verbreitung von fragwürdigen Informationen und Abnahme der Hinterfragung in der Öffentlichkeit

Gehirnwäsche und Lobbyarbeit durch Manipulation von Nachrichten, Angst vor Karriereproblemen und Ansehensverlust

Bei kritischer Beobachtung der Medien und des Internet-Geschehens, fällt einem eine über Jahre hin schleichende Veränderung auf. Die unkritische Übernahme von Informationen von „anerkannten“ Organen nimmt zu. Die verbreitete Information zeigt oft nur noch einen extremen Standpunkt auf, wird aber als breit anerkannte Information verkauft. Unliebsame, wichtige Nachrichten dagegen werden nicht veröffentlicht oder wenn es sich nicht vermeiden lässt, verniedlicht oder so chaotisch dargestellt, dass kein Mensch sich mehr ein Bild machen kann. Methoden die in totalitären Regierungen zur Verschleierung und Diskreditierung verwendet werden, haben in unserer aller Mitte Normalität angenommen. Zunahme der unkritischen Verbreitung von fragwürdigen Informationen und Abnahme der Hinterfragung in der Öffentlichkeit weiterlesen

Fall Jacintha Saldanha – Mehr Kontrolle über die Medien gefordert

Der Fall Jacintha Saldanha schlägt weltweit hohe Wogen. Vor ein paar Wochen machte sich der australische Radio Sender 2Day FM einen üblen Scherz. Einen sogenannten „prank“ (Bubenstrich). Viele Medien nutzen solche billigen Methoden um auf Kosten anderer ihre Zuschauer- oder Zuhörerzahl zu erhöhen und mehr Geld einzunehmen. Bei MTV und VIVA werden diese „Pranks“ als Videos gezeigt.

Zu der Zeit war Prinzessin Kate in der King-Edward-VII-Klinik in London. Sie hatte über schwagerschaftsbedingte Übelkeit geklagt und war zur vorsorglichen Untersuchung für ein paar Tage in die Klinik gegangen.

Die beiden Radio Moderatoren Frau Mel Greig und Herr Michael Christian von 2Day FM, Sydney, Australien riefen per Telefon nun in der Klinik an. Es war ca. 04:00 Uhr Ortszeit am frühen Morgen in London. Sie gaben sich als Königin von England und Prinz Charles aus und baten darum über den Gesundheitszustand von Kate unterrichtet zu werden. Fall Jacintha Saldanha – Mehr Kontrolle über die Medien gefordert weiterlesen

Online „astroturfing“ weiter fortgeschritten und stärker automatisiert

Robot Wars

Original (Englisch) von George Monbiot. Veröffentlicht im Guardian 23. Februar 2011 (Übersetzung: Gordian Hense, mit Genehmigung des Autors)

Jeden Monat ergeben sich mehr und mehr Beweise, dass viele Kommentare in Threads, Foren oder Blogs im Internet nicht von den Benutzern stammen von denen man glaubt das sie sind.

Die Anonymität des Internets bietet Unternehmen und Regierungen beste Möglichkeiten „astroturf“ – Operationen auszuführen (astroturf siehe Wikipedia). Zum Beispiel gefälschte „Grassroot“ – Kampagnen, die den Eindruck erwecken sollen, dass eine große Zahl von Menschen bestimmte Dinge fordern oder gegen bestimmte Maßnahmen sind. Diese Täuschung ist am wahrscheinlichsten, wenn die Interessen von Unternehmen oder Regierungen im Konflikt mit den Interessen der Öffentlichkeit stehen. Zum Beispiel gibt es eine lange Geschichte der Tabakindustrie, die „astroturf“ – Gruppen geschaffen hat, um gegen die Regulierung des Tabakkonsums vorzugehen (a.d.R. z.B. Verbot in Restaurants). Online „astroturfing“ weiter fortgeschritten und stärker automatisiert weiterlesen