Schlagwort-Archive: Russland

Der militärisch-industrielle Komplex, alias Establishment vs. Seidenstrasse

Die US-Medien, allen voran die Washington Post, verbreiten die Nachricht Trump hätte geheime Informationen an die Russen weiter gegeben.

Ja, wenn nicht einmal der Präsident der USA entscheiden darf, was geheim ist und was nicht. Was er weiter geben darf oder was nicht. Wer denn dann?

Es ist natürlich selbstverständlich sein gutes Recht das zu tun. Und es passt zu seiner Strategie Russland als Partner zu betrachten und nicht als Feind. Vielleicht hat er ihnen ja auch nur die halbe Wahrheit geliefert. Als Strategie. Aber dafür ist er ja gerade als Präsident gewählt worden. Damit er einschätzen kann was, wie und wo!? Er hat das zu entscheiden und nicht die Washington Post.

Das Establishment, insbesondere der militärisch-industrielle Komplex in den USA mit seinen Steigbügelhalter den Medien (in der ganzen westlichen Welt), scheint sich seine eigene Welt basteln zu wollen. Weil sie wissen, dass sie ohne Russland als Feind immer weniger Waffen produzieren und verkaufen können. Sie wiegeln das Volk gegen Trump auf, wohl wissend, dass das was sie behaupten falsch ist.

Für mich stärkt Trump den demokratischen Gedanken und das System. Nimmt dem Establishment inkl. militärisch-industriellem Komplex die Macht, die sie sich schleimend und schleichend hinter den Kulissen angeeignet haben und drängt sie zurück. Auch wenn Trumps Aussagen oder Verhalten oft ungewöhnlich klingen mögen, er ist die einzige Chance für die USA aber auch den Rest der westlichen Welt wieder auf eine Art „anständige“ Politik zurück zu kommen. Und das haben wir im Westen bitter nötig. Es ist wirklich die letzte Chance.

Am gestrigen „Seidenstrassen-Gipfel“ konnte man sehen, wie China, wie Asien bereits weit fortgeschritten ist, den Handel und damit den Wohlstand für alle auf der Welt in die Hand zu nehmen. Die USA und EU sind dabei nur noch Statisten. Das hat sich der Westen gerade durch seine „rauchende Colt“ – Haltung selber eingebrockt. Anstatt mit diplomatischem Geschick auf der Welt vorzugehen haben alle immer den Colt gezogen und haben wie ein Elefant im Porzellanladen gewütet.

Besonders China zeigt uns, wie man mit einer intelligenten, diplomatischen, konfuzianischen Art die Welt erobern kann, als Win-Win-Situation für alle Beteiligte. In den westlichen Medien werden dazu ja nur die halben Wahrheiten gebracht und so getan, als würde China das nur aus Profit-Interessen machen. Gerade der Westen sollte sich mit solchen Vorwürfen zurück halten. Von fünf Fingern an einer Hand, zeigen immer vier auf einen selber zurück, wenn man mit einem Finger auf andere zeigt.

Die Seidenstrasse ist ein Konzept für die ganze Welt, natürlich mit besonderen Vorteilen für China. Nicht nur für den Handel zwischen China und Europa. Nein, das Konzept gilt besonders für den Handel zwischen China und dem Rest der Welt. China baut Häfen, Kanäle, Flughäfen, Eisenbahnlinien und Strassen in ganz Afrika, Asien und Süd-Amerika. Dabei geht es darum die Handelswege auf der Welt von der Regulierung durch die USA und EU frei zu machen und damit allen Beteiligten mehr Wohlstand zu bringen. Vor allem aber ausserhalb der USA und EU. Das ist das was die EU und USA stört.

Wer Wohlstand hat kann Produkte kaufen. Und natürlich kaufe ich Produkte die ich vor Ort finde eher als aus weiter Ferne. Wenn dass dann hauptsächlich chinesische Produkte sind, weil die anderen die Strassen nicht bezahlen wollen, dann werden eben chinesische Produkte in Afrika, Süd-Amerika oder Asien gekauft. 2/3 der Menschheit leben dort. Warum sollen die nicht auch so einen Wohlstand haben wie wir?

Und natürlich profitiert China dabei am meisten, aber die investieren auch am meisten darin. Die USA und EU haben diese Länder durch eine geschickte Entwicklungshilfe, Handelshemmnisse und politischer Missachtung unterdrückt um sie als eine Art Sklaven auf einem Level zu halten, auf dem sie gerade existieren und bei der USA oder EU einkaufen konnten. Das nennt man modernes Ausbeutertum. Die Chinesen machen mit einer Lässigkeit dieses ausbeuterische System kaputt und entmachten damit die USA und die EU auf elegante Art und Weise. Denn wem will man was vorwerfen, wenn er was Gutes tut?

Das Establishment inkl. dem militärisch-industriellen Komplex im Westen sollte sich ganz genau überlegen, ob sie wirklich Donald Trump entmachten wollen. Ein Nachfolger, in ihrem Sinne mit rauchenden Colt, also ein Zünsler, ein Weiter-so-Macher, würde nichts gegen die Vorgehensweise Chinas in Händen halten und den Chinesen einen Bären-Dienst erweisen. Es ist besser Allianzen mit den Akteuren zu schliessen, als sie zu bekämpfen. Das sollte auch dem Volk klar sein.

Deutschlandfunk manipuliert seine Leser

Der Deutschlandfunk24 berichtet in einem Artikel über die Seidenstrasse. Ein gutes Beispiel wie sogar staatliche Medien aus Deutschland die Welt manipulieren wollen. Der Deutschlandfunk24 ist ein weiteres Unternehmen des Deutschlandfunk, welches die ganze Welt mit Deutschem Segen beglücken sollen. Mit Geld der Deutschen Bürger (GEZ).

Ich beobachte diese Nachrichten schon seit Jahren und musste feststellen, dass sie immer extrem eingefärbt sind. Pro USA, pro Israel und pro einem Establishment in Deutschland, Israel und den USA. Die Beiträge sind oft so extrem abweichend, dass ich mir nur vorstellen kann, das sie auf die ganz jungen Menschen gerichtet sind, die in den vielen internationalen Deutschen Schulen diese zum Sprachunterricht nutzen und dort für eine tiefen Indoktrination sorgen sollen.

Lange noch, wenn es den Deutschlandfunk nicht mehr gibt, wird es also viele Menschen geben, die von Deutschen gelernt haben, dass es die Seidenstrasse eigentlich gar nicht gibt. Warum? Weil China die EU aus vielen Gesprächen nun ausgeklammert hat. Das aktuelle Treffen mit 155 Staaten wird ohne die EU und USA und natürlich Israel stattfinden.

Nun zum Artikel. China arbeitet seit mehr als zwanzig Jahren an der Wiederbelebung der Seidenstrasse. Jedoch ist der Name verwirrend. Denn es wird nicht eine Seidenstrasse geben sondern viele bzw. steht der Begriff für ein System. Dadurch ist der Westen in Handelshinsicht vielerorten entmachtet worden. Denn wer die Infrastruktur besitzt, der kann auch schneller und billiger liefern. DLF24 tut so al sei dass gerade am Anfang.

Im Gegenteil. Aktuell werden bereits Projekte fertig gestellt, die einen unglaublichen Einfluss haben werden. Ob es sich dabei um Öl-Pipelines von China über Russland oder Indien nach Europa handelt oder Häfen in Afrika. Der Nicaragua – Kanal wird den Chinesischen Handel auf dem Seeweg enorm erleichtern und ihn unabhängig vom dem US-Kontrollierten Panama-Kanal machen. Vor einem halben Jahr kamen die ersten internationalen Frachtzüge aus China in Duisburg und Hamburg an. Von dort können die Waren in die ganze Welt weiter transportiert werden. Deutschland muss gezwungener Massen dabei mitmachen, will es denn keinen Einfluss und viel Geld verlieren. Was aber an Europa und den USA vorbei geht, hat andere und grössere Dimensionen.

China ist als Lieferant nur für die USA und EU nicht zufrieden. Sie haben erkannt, dass andere Kontinente und Länder ganz andere Wachstumspotentiale bieten als die direkten Konkurrenten. Besonders Kontinente und Länder in denen die Infrastruktur noch nicht so weit ist um Waren günstig von A nach B zu transportieren.

Dort setzt China mit der Seidenstrasse an und baut Strassen, Brücken, Eisenbahnlinien, Häfen mit dem Ziel ihre Waren darüber in das Land verkaufen zu können. Natürlich kontrollieren sie damit auch wer über diese Strasse liefern darf. Die Abkopplung der EU und USA ist demnach ein Versagen sondergleichen und liegt an der starren und arroganten Haltung dieser Regionen. Die Liste der Projekte rund um die Welt ist riesig gross. Natrülich werden z.B. Strassen und Eisenbahnlinien oder Pipelines zu allen Nachbarn Chinas ausgebaut und für die Lieferung optimiert.

Das geht so weit, dass China in Zukunft sogar Öl aus dem Iran über Pipelines durch Afghanistan, Pakistan und Indien in das eigene Land transportieren kann. Ein Dorn im Auge Israels. Denn dann kann der Iran endlich viel Öl verkaufen und ist nicht mehr vom Wohlwollen des Westen abhängig. Der Iran kann als Wirtschaftsmacht im Nahen-Osten aufblühen und die Region mit bestimmen. Alles im Interesse auch der Chinese, aber konträr zur Einstellung der USA, EU und Israel. In Bayern sagt man aber “Ober sticht Unter”. Und so wird sich China mit seiner Strategie durchsetzen und die jungen Menschen die vom Deutschlandfunk gelernt haben – die Seidenstrasse gibts ja gar nicht – werden eines Tages blöd aus der Wäsche gucken. Was beweist, kluge Schüler müssen sich auch die richtigen Lehrmeister suchen.

In vielen westlichen Medien wird so getan als würde sich es bei der Seidenstrasse nur um ein System zwischen China und Europa handeln. Das ist aber ein grosser Irrtum und eine Fehlmeldung. Die Aktivitäten zwischen China, seinen Nachbarländern, gesamt Afrika und Süd-Amerika umfasst eine viel grösseres Investitionsvolumen als alle anderen Aktivitäten in dieser Hinsicht. Die USA und EU werden dort bereits systematisch von den Chinesen abgehängt.

PS: Ein Link zum Artikel des DLF24 wird bewusst nicht eingefügt um der Webseite nicht auch noch zu mehr Besuchern zu verhelfen.

Einige Quellen:

Zusammenfassung Trump, FBI, Obama, Russland – Abhörskandal

  • Im US-Wahlkampf hatte Clinton und Obama behauptet, Trump würde durch Russland im Wahlkampf unterstützt. U.a. würden Russen mit Hacking die Wahlergebnisse manipulieren.
  • Die Medien, allen voran NYT und WP, griffen das Thema auf recherchierten und berichteten zu Ungunsten Trumps.
  • In den Artikeln der NYT und WP wurde beschrieben, dass sowohl die Obama Administration als auch die Medien Trumps Lager daraufhin untersuchten und Beziehungen zu Russen und Russland festgestellt haben. Es wurden Treffen mit Botschaftern und anderen Angehörige der Russischen Regierung genannt. Das kann man offen nachlesen.
  • Aus den weiteren Berichten der NYT und WP geht hervor, dass Obama tatsächlich den Staat (also das FBI) eingesetzt hat um Trump daraufhin zu untersuchen, was einem Abhören von Trump gleich kommt.
  • Schon damals bat die Trump-Seite um Veröffentlichung von Beweisen, die aber von Obama und dem FBI nie geliefert wurden.
  • Nachdem Trump gewählt wurde, bat der neue Präsident das FBI diese Angelegenheit zu untersuchen und ihm die Ergebnisse mitzuteilen. Das ist sein Recht. Diese bekam er nicht.
  • Der FBI – Präsident behauptete nun auf einmal, es gäbe keine Hinweise darauf, dass jemand ohne sein Wissen Trump “belauscht” hätte. Deshalb würde er auch keine Untersuchung durchführen. Woher kamen dann die Hinweise vom FBI und Obama im Wahlkamp und die Informationen die die NYT und WP hatten?
  • Es ist selbstverständlich, dass nun ein Präsident eine Untersuchung haben möchte, was wirklich passiert ist. Diese Untersuchung hat Trump nun veranlasst.
  • Sollte dabei heraus kommen, dass Obama tatsächlich das FBI angewiesen hat Trump zu belauschen bzw. das selber getan hat (seine Administration), dann kann er sich auf ein heftiges rechtliches Verfahren einstellen. Denn das wäre das grösste Verbrechen, das je ein US-Präsident begangen hätte.
  • Auch der FBI-Präsident kommt damit gehörig unter Druck. Wenn sich rausstellt, dass es doch eine Abhörung gab, kann er und viele andere seinen Platz räumen.

Man kann also festhalten:

  1. Hat Obama mittels des FBI’s gegen Trump im Wahlkampf untersucht – also natürlich “belauscht”. Was eine massive Straftat ist.
  2. Die NYT und WP wussten davon und berichteten darüber. Sie verweisen auf den Schutz ihrer Quellen und geben diese nicht bekannt. Das würde sich bei einer offiziellen Untersuchung ändern. Und damit Obama und das FBI belasten.
  3. Das FBI hatte im Wahlkampf Behauptungen aufgestellt, die es nur mit dem Abhören von Trump hätte erlangt haben können. Jetzt behauptet es das Gegenteil.
  4. Trump hat nun eine legitime Untersuchung angeordnet, die untersuchen soll a.) ob das FBI /Obama ihn bzw. sein Wahlkampfteam belauscht hat und b.) ob es wirklich Unterstützung bei den Wahlen durch die Russen gab.
  5. Besonders betroffen wäre Obama von den Ergebnissen. Denn er durfte als Präsident natürlich nicht ein Staatsorgan (das FBI) gegen einen politischen Gegner im Wahlkampf einsetzen. Selbst wenn er nur davon gewusst haben sollte, hätte er sich strafbar gemacht, denn er hätte das verhindern müssen.
  6. Für James Comey (FBI-Chef) und Barack Obama stehen die Zeichen sehr schlecht aus diesem Lügenkonstrukt noch ohne Schaden heraus zu kommen. Die offizielle Untersuchung durch den Kongress ist sicher.
  7. Zusätzlich wäre es eine Blamage für die Demokraten, wenn sich eben beweisen liesse, dass die Behauptung die Russen hätten Trump unterstützt – eine FakeNews war.

Es ist ja wohl jedem klar, dass in 8 Jahren Amtszeit so mancher Posten in der Regierung aber auch z.B. bei dem FBI durch regierungsfreundliche Personen ersetzt wurden. Diese kann man nach einer Wahl nicht innerhalb kurzer Zeit ersetzen. Auch deshalb möchte Trump eine Untersuchung einleiten, da es aus der Administration immer wieder “Leaks” gibt, die ihm und seiner Politik schaden. Man könnte solche Menschen auch als Saboteure bezeichnen. Aber das ist eine andere Untersuchung.

Was wahr oder falsch ist – sollte das Volk entscheiden!

Die Medien bestimmen selber was wahr oder falsch ist – wo kommen wir denn da hin, wenn das ein Präsident macht? Fakt ist:

  • Die grösste Gefahr für die Welt sind die Geheimdienste und das Establishment das sie steuert.
  • In Russland kann man sagen, hat Putin, der Präsident, anscheinend seinen Geheimdienst im Griff.
  • In China und Indien haben die Regierungen ebenfalls ihre Systeme im Griff.
  • In den USA bestimmt seit Jahren der Geheimdienst und deren Hinterleute, welche Politik gemacht wird und nehmen Einfluss darauf wer gewählt wird. Das geht so weit, dass die Geheimdienste darauf Einfluss nehmen, welche Richter ernannt werden. Schlimmer als in jedem Diktator-Staat.
  • Obama hat sich als Präsident eines der mächtigsten Länder nicht gegen die Übermacht der Geheimdienste gewehrt, noch hat er das System verändert. Er hatte 8 Jahre Zeit dazu. Seine Vorgänger entsprechend. Ein „Chaos“ ist noch ein milder Ausdruck dafür. Er hat sich für sein Land nicht eingesetzt. Er hat an vielen Stellen die Zügel schleifen lassen. Als Präsident ist das das schlimmste Zeugnis das man bekommen kann.
  • Die Reibungsflächen die jetzt unter Trump entstehen, zeigen wie gross die Spalte zwischen einem geregelten Staat und einem Geheimdienststaat der mit Hilfe der Medien gesteuert wird, geworden ist.
  • Selbst wenn es alle Gegner Trumps schaffen ihn von der Bildfläche verschwinden zu lassen. Jeder Nachfolger muss diese Spalte schliessen, sonst wird die USA für jeden als Partner unglaubwürdig ja sogar zur Gefahr.
  • Die schweigende Mehrheit in den USA bekommt nun jeden Tag weitere Missstände aufgedeckt, die der alte Präsident bzw. sogar seine Vorgänger zumindest geduldet wenn nicht sogar verursacht haben.
  • Der Industriell- / Militärische Komplex der hinter den Geheimdiensten steht, erbeutet durch seine Machenschaften Milliarden über Milliarden vom US-Volk. Und die dummen Liberalen stehen auch noch Gewehr bei Fuss um ihnen diesen Machtapparat zu erhalten.
  • Der Feind des Volkes ist der Industriell- / Militärische Komplex zu dem mit Sicherheit auch die Banken und grosse Finanzunternehmen wie Blackrock gehören, sowie die Medien die ihnen meistens gehören.
  • Trump versucht zum Wohle seines Volkes damit aufzuräumen. Es ist geradezu paradox, dass ihm dabei Liberale in den Rücken fallen.
  • Ein Krieg zwischen USA/Europa (dem Westen) und (dem Osten) China/Russland ist mit einem starken Industriell- / Militärischen Komplex in den USA/Europa wahrscheinlicher, als mit einem schwachen. Denn sie haben am meisten bei friedlicher Koexistenz zu verlieren. Trump steht für Frieden, das sollten sich alle bewusst machen.

 

Wer gewinnt das geostrategische Schachspiel?

++ HDK-Analyse: Wer gewinnt das geostrategische Schachspiel? ++

Vor Monaten hatten wir mehrmals vor dieses Szenario gewarnt und wurden hier von einigen Usern nur müde belächelt: Die kurdischen Kräfte in Syrien wurden von der amerikanischen Regierung zu erst ausgenutzt und anschließend wie eine heiße Kartoffel fallengelassen. Doch dahinter steckt viel mehr.

Dass was zur Zeit in Syrien stattfindet, ist ein komplexes und schwer zu durchschauendes geostrategisches Schachspiel mit spannenden Wendungen und wechselnden Bündnissen. Denn hier geht es um alles. Es geht um die Beherrschung des Nahen Ostens und die globale Kontrolle über Handelswege, Bodenschätze und die Zukunft des Petrodollars. Der Überlebenskampf des US-Imperiums wird dabei leider auf dem Rücken der syrischen Bevölkerung ausgetragen.

Vor dem Krieg hatten eine Reihe von Staaten ein besonderes Interesse daran gehabt, den syrischen Präsidenten, Bashar al-Assad, zu stürzen und durch eine Marionette zu ersetzen. Hier die Übersicht der wichtigsten Verschwörer:

• Saudi Arabien
Mit einem möglichen Sturz Assad’s würde Saudi Arabien seinen Erzfeind – den Iran – schwächen.

• Katar
Katar und Iran teilen sich eines der größten Gasfelder der Welt. Wer zu erst das Gas abpumpen und via einer Pipeline nach Europa exportieren kann, hat „das Spiel“ sozusagen gewonnen. Zur Zeit müssen beide Akteure dieses Gas zu erst aufwendig und kostenintensiv verflüssigen lassen und dann mit Tankern an die Abnehmer transportieren. Wer zu erst die Pipeline baut, würde eine höhere Gewinnspanne haben und damit Wettbewerbsfähiger sein. Assad hat eine Katar-Pipeline durch syrisches Staatsgebiet abgelehnt und stattdessen dem Iran den Vorzug gegeben.

• USA
Die USA möchten Assad deshalb stürzen, weil er ein Verbündeter Russlands ist. Die USA betrachten Russland als die größte Gefahr für die Pläne einer unipolaren Neuen Weltordnung. Würde man Assad stürzen und die Katar-Pipeline realisieren, könnte man gezielt die russischen Gasexporte nach Europa trennen und Russland damit isolieren.

• Türkei
Auch die Türkei wollte von der Katar-Pipeline profitieren. Diese würde nämlich über die Türkei nach Europa verlaufen. Darüberhinaus plante die Türkei nach einem Sturz von Assad eine Wasser-Pipeline nach Israel. Diese sollte Wasser von der Türkei nach Israel befördern und das überleben des jüdischen Staates sichern.

• Israel
Israel möchte keine starken, fortschrittlichen oder unabhängigen Staaten in der näheren Umgebung haben. Syrien und der Iran (früher auch der Irak) könnten eine Gefahr für die israelische Vorherrschaft im Nahen Osten sein. Auch die mit Assad verbundene libanesische Hisbollah ist ein großes Ärgernis für Israel. Hinzu kommt noch, dass Israel die syrischen Golanhöhen – wo große Erdölvorkommen lagern – besetzt hält. Bei einem möglichen Sturz von Assad würde eine Marionette die Golanhöhen für immer an Israel abtreten.

• Großbritannien/Frankreich/Deutschland
Diese Staaten sind schon längst von der Finanzelite unterwandert und führen nur noch die Befehle aus. Diese treuen europäischen Marionetten können aber auch von den schrecklichen und blutigen Kriegen profitieren, indem sie Waffen exportieren, zerstörte Länder wieder aufbauen und Kredite an die jeweiligen Staaten vergeben dürfen. Darüberhinaus sind sie ohnehin verpflichtet, die Interessen von Israel zu schützen.

+++++

All diese Akteure hatten also Motive um Syrien zu bekämpfen und all diese Akteure taten es auch! Verschiedene Terrorgruppen wurden mehr oder weniger ausgebildet, finanziert und bewaffnet nach Syrien geschickt. Die Medien dieser Staaten verbreiteten pausenlos Lügen und führten einen psychologischen Krieg gegen Syrien.

Aber Syrien war nicht alleine: Damaskus wurde zum einen von der libanesischen Hisbollah und zum anderen von den Iranern unterstützt. Und als Russland im Herbst letzten Jahres seinem Verbündeten zur Hilfe kam, war das „Spiel der Verschwörer“ endgültig zunichte gemacht worden.

Aber die Russen wollten noch einen Schritt weiter gehen und sich nicht nur auf den Kampf gegen die Terroristen konzentrieren. Sie wollten auch die Sponsoren der Terroristen spalten und gegeneinander ausspielen. Deswegen haben sie in Syrien nicht nur die Regierungstruppen unterstützt, sondern auch die kurdischen Milizen.

Die Kurden wurden zuvor von den Amerikanern nur sehr halbherzig unterstützt, um den NATO-Partner Türkei nicht ganz zu vergraulen. Als aber die russischen Kampfjets den Kurden sehr effektiv den Weg freigebombt haben und die YPG dadurch große Landgewinne gegen ISIS und Al-Kaida verzeichnen konnte, herrschte in Washington plötzlich Panikstimmung.

Denn die Russen waren gerade dabei den Nahen Osten nach ihren Interessen umzukrempeln und sogar die Kurden als langfristige Partner zu gewinnen. Aber mit der Unterstützung der Kurden wollte Moskau vor allem einen Keil zwischen den beiden NATO-Partnern Türkei und USA treiben. Und als die USA plötzlich anfingen die Kurden auf ihrer Seite zu ziehen und die Kurden wiederum sich schließlich für die USA als Partner (bzw. Schutzmacht) entschieden haben, hat Moskau das erreicht was es erreichen wollte – einen Streit zwischen zwei NATO-Partnern!

Anmerkung: Die Kurden haben sich deshalb für die USA als Partner entschieden, weil die Amerikaner ihnen ein Land versprochen hatten. Die Russen wollten den Kurden so ein Versprechen nicht geben und haben auf den Friedensprozess hingewiesen, wo all diese Fragen mit den anderen Volksgruppen ausgehandelt werden müssten. Damit waren die Kurden nicht zufrieden und sahen in den Amerikanern den besseren Partner.

Als die Kurden sich schließlich für die USA als Partner entschieden haben, hat Russland im März mit einem Teilabzug seiner Streitkräfte aus Syrien begonnen. Man wollte sich das anbahnende Spektakel zwischen den NATO-Partnern aus der Distanz ansehen. Aber der Teilabzug war auch ein Signal an die Türken, dass nicht die Russen an der Zerschlagung der Staaten in der Region arbeiten würde, sondern die Amerikaner.

Daraufhin begann Erdogan seinen außenpolitischen Kurs radikal zu ändern. Er suchte wieder die Nähe zu Russland, Iran und Syrien. In Washington war Erdogan deshalb zum Abschuss freigegeben, da man ihn nicht mehr gebrauchen kann. In der Türkei häuften sich die Terroranschläge (seltsamerweise ohne Bekenner-Schreiben) und auch ein Putschversuch des Militärs war eine Folge von Erdogan’s Kurskorrektur. Plötzlich bezichtigen die westlichen Medien Erdogan auch, Terroristen zu unterstützen, obwohl diese Tatsache schon seit Jahren bekannt war. Der Zeitpunkt dieser „neuen Enthüllungen“ und die plötzliche Medien-Hetze gegen Erdogan deuten auf einer Verstrickung der USA an den Putschversuch hin.

Vor kurzem besuchte Erdogan den russischen Präsidenten in Moskau. Öffentlich wurde über die wirtschaftlichen Projekte geredet. Über Syrien hat man nur hinter verschlossenen Türen gesprochen. Denn ab jetzt beginnt das richtige geostrategische Schachspiel. Keiner traut dem anderen über den Weg. Keiner weiß, wer am bluffen ist und wer ernst macht. Keiner weiß, wer mit wem, welche Abmachung getroffen hat.

Die Amerikaner waren nach dem missglückten Putschversuch in der Türkei verunsichert. Und nun wurden die Amerikaner auch noch von einem türkischen Einmarsch in Nordsyrien überrumpelt. Die Syrer und Russen verurteilten die Intervention nur halbherzig. Die Amerikaner mussten sehr schnell reagieren. Denn nochmal wollte man den Fehler wie in der Putschnacht, wo der Westen sich erst mit Erdogan solidarisch zeigte, als es sicher war, dass der Putsch scheitern würde, nicht wiederholen.

Deshalb haben die Amerikaner wenige Tage vor dem türkischen Einmarsch Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Sie ermunterten die Kurden die syrischen Regierungstruppen in Al-Hasaka anzugreifen. Damit wollten die Amerikaner eine Nummer sicher gehen und dieses Mal einen Keil zwischen den Russen/Syrern und den Kurden treiben. Die Amerikaner wussten nämlich zu dem Zeitpunkt schon, dass sie die Kurden fallen lassen und sich hinter der Türkei stellen werden. Nicht weil die Amerikaner die Türkei mögen, sondern weil ihnen nicht anderes übrig geblieben war. Die Russen und Türken hatten sich hinter verschlossenen Türen nämlich darauf verständigt, die Amerikaner aus dem Nahen Osten zu verbannen. Und hätten sich die USA hinter den Kurden gestellt, statt hinter den Türken, hätte Ankara einen Grund gefunden, aus der NATO auszutreten oder zumindest den Amerikanern den Zutritt in die NATO-Basis in Incirlik verweigern zu können. Die Amerikaner wollen aber die Türkei um jeden Preis in der NATO halten – zumindest bis ein kurdischer Staat entsteht.

Die USA wollen mit der öffentlichen Unterstützung der Türkei also lediglich Zeit gewinnen. Die Kurden hat man nicht nur wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen, man hat auch dafür gesorgt, dass sie keine Unterstützung aus Moskau und Damaskus erhalten sollen. Damit könnten die USA die Kurden zu einem späteren Zeitpunkt wieder ausnutzen. Der unnötige Angriff auf Al-Hasaka war für die Kurden im Nachhinein doppelt ärgerlich. Denn ausgerechnet jetzt, nach dem türkischen Einmarsch, hätten sie eine Luftunterstützung am meisten gebrauchen können.

Die Russen haben bei dem türkischen Einmarsch ein Auge zugedrückt. Denn jetzt kämpfen pro-amerikanische Kurden gegen pro-türkische Islamisten gegeneinander. Und die Türkei verhindert ein zusammenhängendes kurdisches Gebiet in Syrien. Denn der Plan der Amerikaner war es, einen kurdischen Staat zu errichten und damit die von Assad blockierten Pipeline-Projekte zu umgehen. Ein kurdischer Staat würde auch die anderen Staaten wie Türkei, Irak und Iran zerstückeln. Russland, Syrien, Irak, Iran und die Türkei haben in dieser einen Hinsicht deshalb ein großes Interesse daran, dass ein von den Amerikanern beherrschter kurdischer Staat scheitert.

Aber auch die Türkei spielt hier ein doppeltes Spiel: Sie wollen nicht nur ein zusammenhängendes kurdisches Gebiet in Nordsyrien verhindern, sondern selbst Einfluss in der Region gewinnen. Die Russen werden den Türken deshalb wahrscheinlich vorab eine Linie eingezeichnet haben, in der sie operieren dürfen. Da in diesem Spiel niemand mehr den Türken traut, mischt sich nun auch China in den Syrienkonflikt ein. Denn die Türkei unterstützt immer mehr chinesische Uiguren, die in Syrien für Al-Kaida kämpfen und eine Gefahr für die innere Sicherheit Chinas darstellen könnten.

Auch die Amerikaner spielen ein doppeltes Spiel: Öffentlich forderten sie die Kurden auf, die Gebiete westlich des Euphrats zu verlassen. Hintenrum könnten die Amerikaner dennoch die Kurden gegen die Türken unterstützen.

Dieses Chaos in Nordsyrien verschafft den Syrern und Russen zumindest die Gelegenheit, in der strategisch wichtigen Stadt Aleppo (wichtigster Knotenpunkt) für klare Verhältnisse zu sorgen. Denn nur wer die Millionenmetropole kontrolliert, kann den Krieg auch gewinnen. Und die syrische Armee ist gerade dabei den Krieg zu gewinnen.

Die Kurden müssen jetzt schauen, ob sie auch weiterhin mit den »amerikanischen Verrätern« zusammenarbeiten wollen, oder sich stattdessen neuen Partnern zuwenden werden. Es kommt auch darauf an, wer ihnen im Geheimen weiterhin die Treue hält. Aber der Westen hat bereits jetzt einen ungeheuren Image-Schaden erlitten. Und Putin hat den Amerikanern einmal mehr die Maske vom Gesicht gezogen.

+++++

Der Ausgang dieses Konflikts in Syrien wird globale Auswirkungen haben. Sollten Damaskus und Moskau erfolgreich sein und die im Geheimen vom Westen unterstützten Terroristen ein für alle mal besiegen, wäre der große Plan der amerikanischen Elite, den Nahen Osten zu beherrschen und Russland von diesen trennen, gescheitert.

Und auch das Vertrauen in die Amerikaner schwindet jeden Tag zunehmend. Die Russen bieten sich dagegen als glaubhafte und vertrauenswürdige Schutzmacht an, die ihre Partner nicht wie »heiße Kartoffeln« fallen lassen. Sollten immer mehr Länder dem Beispiel Syriens folgen und sich von den Russen, statt von den Amerikanern beschützen lassen, könnte auch der Petrodollar bald Geschichte werden.

Die USA haben über 19 Billionen Dollar Schulden (das sind lediglich die Staatsschulden) und halten ihre Wirtschaft und den großen weltweiten Militärapparat nur noch dadurch am laufen, in dem sie weitere Schulden machen – indem sie unendlich viele Dollar drucken. Das können die Amerikaner solange machen, solange die Weltgemeinschaft den Dollar als Handelswährung benötigt. Würden die Staaten im Nahen Osten ihr Öl nicht mehr in Dollar verkaufen, würde keiner mehr auf der Welt den Dollar als Leitwährung akzeptieren. Und dadurch, dass die Geldmenge in den USA ungebremst steigt, würde in so einem Fall der Dollar praktisch über Nacht immens an Wert verlieren – höchstwahrscheinlich sogar komplett zusammenbrechen und für ein weltweites Finanzchaos sorgen. Dieses Schneeballsystem wäre dann vorüber und der Westen könnte dann nicht mehr so leicht wie in der Vergangenheit ärmere Länder ausbeuten und beherrschen. Aber es ist das mächtige US-Militär mit ihren weltweiten Basen und zahlreichen Flugzeugträgern, die es den Staaten im Nahen Osten nicht gestattet, eine andere Währung zum Verkauf ihrer Bodenschätze zu verwenden. Der Irak und Libyen wurden für dieses Vorhaben bereits in die Steinzeit zurückgebombt. Syrien und Iran versuchen sich nun auch vom Dollar zu lösen. Nur dieses Mal gibt es für dieses Vorhaben Rückendeckung aus Russland und nun auch aus China.

Dieser gerade stattfindende »Weltkrieg« wird nicht nur auf dem militärischen Schlachtfeld ausgetragen. Es ist vor allem ein Finanz- und Medienkrieg. Und der findet vor allem in Europa statt. Die amerikanische Elite will die Europäer unbedingt daran hindern, dass sie sich mit den Russen verbünden und ihre friedliche Zukunft – ohne den US-Dollar – frei gestalten können. Sollten die Amerikaner fallen, werden sie Europa mit ins Chaos stürzen.

Die Flüchtlingskrise und die Sanktionspolitik zeigen, dass die EU noch immer keine unabhängige Politik betreibt. Der Krieg gegen Syrien, die Sanktionen gegen Russland und die Verwendung des US-Dollar als Leitwährung bringt uns Europäern nur Nachteile und dennoch machen wir bei dem Spiel mit. Weil wir über die wahren Gründe durch die Medien angelogen werden und unsere Regierungen gekauft sind.

Eine faire und sichere Welt können wir nur dann erreichen, wenn wir diese Ungerechtigkeiten beenden. Dieses Schneeball-Geldsystem und die Ausbeutung ärmerer Länder muss endlich ein Ende haben. Kluge Köpfe müssen sich an einen gemeinsamen Tisch setzen und Lösungen ausarbeiten, wie wir eine Weltwirtschaft errichten können, die nicht auf stetiges Wachstum angewiesen sein muss. Stetiges Wachstum in einer Welt mit begrenzten Ressourcen führt immer automatisch in eine Sackgasse und zerstört unsere natürliche Umgebung. Der Zins und Zinseszins sorgt dafür, dass Kapital von unten nach oben getragen wird und sich bei einigen Wenigen konzentriert. Soziale Ungerechtigkeit und steigende Armut sind die Folgen. Staaten und Völker werden gezwungen sich gegenseitig zu bekämpfen, um in dieser Welt zu überleben. Die Teufels-Kreislauf von Krieg > Zerstörung > Wiederaufbau > Kredite vergeben > Staaten abhängig machen > und wieder Krieg führen, macht diese kleine Elite, die für all das Verantwortlich ist, nur noch mehr reicher und mächtiger. Und dieser ganze Kreislauf soll von den wahren Ursachen ablenken und uns mit diesen Problemen anderweitig beschäftigen. Jeder von uns ist ein kleines Rad in diesem großen und komplexen System. Und die Medien sorgen dafür, dass wir keine eigene Meinung mehr besitzen und immer diejenigen bekämpfen, die an dieses System rütteln wollen.

In Syrien wird sich das Schicksal der ganzen Welt entscheiden. Und die Medien werden weiterhin alles versuchen das wahre Bild zu verzerren und uns Terroristen als das kleinere Übel verkaufen. Alles im Interesse dieser oben beschriebenen kleinen Elite.

Achtung: Sollte Putin mit dem Vorhaben, den US-Dollar zu Fall zu bringen, erfolgreich sein, könnte das für einen gewissen Zeitraum die Weltwirtschaft lahmlegen. Es könnte auch zu Versorgungsengpässen oder zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen in europäischen Städten führen. Vielleicht wird die USA ihren eigenen Untergang als Weltmacht und die zerstörten Pläne einer unipolaren Neuen Weltordnung nicht hinnehmen und einen neuen Krieg entfachen. Deshalb sollte jeder für sich Privat vorsorgen und ausreichend Nahrung und Wasser zur Verfügung haben. Es gibt eine ganze Reihe von möglichen Szenarien die eine solche Vorsichtsmaßnahme sinnvoll erscheinen lässt. Etwa eine Woche könnte sich die heimische Wirtschaft von Global auf Regional umorientieren und die notwendigste Versorgung sicherstellen. Auch könnten Terrorattacken zum Beispiel die Trinkwasser-Quellen vergiften oder ähnliches Unheil anrichten. Darüberhinaus wird auch der Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen im kommenden November wichtig für uns sein. Mit Clinton wird die USA wahrscheinlich den Verlust des Weltmachtstatus nicht hinnehmen und einen Weltkrieg entfachen versuchen. Trump könnte hingegen eine multipolare Weltordnung akzeptieren.

In den letzten Abschnitten dieses Beitrags steckt viel Spekulation. Wir lagen zwar in der Vergangenheit sehr oft mit unseren Einschätzungen und Prognosen richtig, aber was uns in Zukunft erwartet, ist noch völlig offen. Deshalb sollte dieser Beitrag hier lediglich die Augen öffnen und zum Nachdenken anregen.

Probleme des Westen sind hausgemacht

In den USA kann nun das Volk zwischen dem Teufel und dem Beelzebub, als neuen Präsidenten, wählen. Die sozialen Unterschiede dort sind so gross wie noch nie und bieten das erste Mal in der Geschichte der USA eine echte Chancen auf einen Bürgerkrieg. Das Land befindet sich durch Rassismus, Staatsgewalt, wirtschaftliche Unsicherheiten, marode Infrastruktur, vollkommen überschuldeter Staat (20 Billionen Dollar) und fehlender Diskussionsfähigkeit in der Nähe des Zusammenbruchs.

Die unterschiedlichen sozialen Schichten sind nicht gewohnt miteinander zu kommunizieren geschweige denn, einmal für eine Zeit unter anderen Menschen zu leben. So haben sich Kasten von inzuchtartigen Gruppen gebildet, die vehement die Existenz der anderen bezweifeln bzw. deren Weltanschauung auch nicht im Geringsten wahr haben wollen. Im Gegenteil. US-Bürger sind nicht gewohnt logisch zu denken, sondern sind sehr lange bis in ihr Erwachsenenleben hinein pur emotional. Das zeigen alle Versuche mit US-Bürgern über etwas zu diskutieren für das sie nicht konditioniert wurden. Privat wie im Berufsleben. Selbst wenn man ihnen klare Beweise vorlegt, werden sie noch die einstudierte Meinung verkünden. Eine solche Mischung ist ein Pulverfass. Der oder die zu erwartende zukünftige Präsidentin wird dazu beitragen, dass sich die Situation verschlimmert und die verschiedenen Volksgruppen auf einander los gehen. Schwarze gegen Weisse, Hispaniks gegen alle, Reich gegen Arme, Land gegen Stadt, Nord gegen Süd, Ost gegen West und jeweils umgekehrt. Die USA ist eine Insel, mit zwei Nachbarländern – Kanada und Mexiko – beides Länder die keinen wirklichen Einfluss auf das Land haben, so wie es Länder in Europa zum Beispiel haben müssen. Wer soll also einen Wandel herbei führen, wenn es nicht das Volk selber im Land tut? Und, das wird nur über Unruhen und Bürgerkrieg gehen, da die Oligarchen keinen Zentimeter von ihrem Besitz bzw. ihrer Macht ohne harten Kampf abgeben werden.

In Europa sinkt die Einsicht in den Zusammenhalt (EU) der in Form des Brexit sichtbar wird. Auch hier sind die Gründe nicht logisch, sondern pure Emotion. Angst vor fremden Menschen und ihrer Kultur ist nicht logisch. Die Angst vor Terrorismus aus dem Nahen-Osten und dem Islam wurde geradezu von den Medien und Politikern herbei geredet. In Deutschland hat es Jahrzehnte lang keine Anschläge gegeben. Aber seit Deutsche Innenminister die Welt beschwören und sogar Vorschläge für Anschläge in Deutschland machen, passiert auch einmal etwas. 220’000 Menschen sind 2016 nach Deutschland gekommen. Die aktuellen Anschläge wurden aber von einem gebürtigen Deutschen und einem schon seit Jahren in Deutschland lebenden, psychisch gestörten Ausländer begangen. Dennoch wird so getan (siehe Seehofer), als ob täglich hunderte an Terroristen und Kriminellen nach Deutschland kämen. Selbst die Übergriffe in der Kölner Silvesternacht wurden von in Deutschland seit Jahren lebenden Menschen begangen. Da hat nur keine Integration stattgefunden. Es ist schon fraglich, welche kleine, mächtige Gruppe dem Volk so ein Märchenstück vorspielt? Die Menschen in Europa sind deshalb zu einem grossen Teil bereit ihre Menschenliebe in den puren Egoismus einzutauschen – nur weil ihnen ein paar Verrückte Mist erzählen? Fakt ist, Europa und die USA haben über sechzig Jahre lang den Nahen-Osten, Nord-Afrika und andere, oftmals islamische Länder, unterdrückt, gedemütigt und ausgebeutet. Und nun, wo die Menschen aus diesen Gebieten in Europa Schutz suchen, werden aberwitzige Gründe vorgeschoben dieses zu verhindern. Wöchentlich sterben Hunderte Menschen im Mittelmeer, weil solche Typen wie Seehofer, Viktor Orbán, ein paar Österreicher und rechtsradikale Polen das so wollen. Das Blut dieser Tausenden Menschen klebt für immer an ihren Fingern. Ich hoffe sie können jede Nacht nicht richtig schlafen. Aber es klebt auch an den ach so treuen Demokraten, die diesen Menschen nacheifern.

Die Probleme beider Kontinente, die oft als „der Westen“ bezeichnet werden, haben Parallelen und sind hausgemacht. Beide Kontinente und mit ihnen ihre Satellitenstaaten wie z.B. Australien, Kanada oder New Zealand haben die Veränderungen im Rest der Welt nicht wahr haben wollen, nicht ernst genommen, die Auswirkungen nicht diskutiert und auch keine Lösungen dafür gefunden. Nein, sie haben im Gegenteil ein „weiter so“ favorisiert und den Kopf in den Sand gesteckt. Die Wahrheit ist, der Rest der Welt hat wirtschaftlich und politisch stark aufgeholt und will die Welt mitgestalten. Länder in denen es bis vor zehn Jahren für normale Menschen nicht möglich war, von A nach B zu fliegen, können heute zu uns kommen und natürlich ihre Meinung kund tun. Das darunter der eine oder andere fanatisierte ist, der dann bei uns etwas versucht ist doch logisch. Das ist nicht mehr zu kontrollieren. Hätte man aber mit diesen Ländern Kooperation auf Augenhöhe betrieben, anstatt sie zu diffamieren, Kriege gegen sie zu führen und auszubeuten, wäre das heute vielleicht anders. Wir haben uns viele zum Feind gemacht und wundern uns heute wieso ihre Kinder zu uns kommen um es uns heim zu zahlen. Aber darüber wurde ja nicht einmal diskutiert. Die Globalisierung des Westen ist die eine Seite, dass Gegenstück dazu heisst „Aufschwung des Restes der Welt“. Darüber wurde bis zum heutigen Tag nicht geredet, nicht diskutiert, nicht analysiert und es wurden keine Konzepte erarbeitet die dieser Situation begegnen könnten.

Man lässt einfach die Gegenreaktionen auf sich zu kommen und nennt sie im schlechtesten Fall „Islamismus“ und im besten Fall „Wirtschaftsflüchtlinge“. Und tut so, als ob das Böse von Aussen käme, obwohl man es ja selber herbei geführt hat.

Der Niedergang der USA ist darin zu begründen, dass die Welt sich nicht mehr in ein Ost-West und Oben-Unten einteilen lässt, in dem die USA an der Spitze steht und bestimmen kann. Hillary Clinton und Donald Trump stehen als Personen eben für diesen Niedergang. Sie sind beide keine wertvollen und sachdienlichen Menschen die das Land in den Übergang führen könnten. Im Gegenteil. Die USA werden gezwungener Massen die nächsten Jahrzehnte einen unausweichlichen Untergang erleben, bis sie merken, dass auch sie ohne die Kooperation mit anderen Ländern nicht leben können. In diesen zwanzig bis dreissig Jahren wird viel Leid in den USA passieren und viele Menschen werden dadurch sterben. Man hätte das verhindern können, hätte man schon vor Jahren begonnen die Weltpolitik mit anderen Augen zu sehen und Lösungen diskutiert und gefunden. Die USA sieht sich heute und in Zukunft „Gegnern“ gegenüber die keine sind, sondern die sie selber dazu gemacht haben. Beide – Clinton und Trump – werden das noch verstärken. Trump schneller und Clinton langsamer. Bei beiden wird es aber ein Fiasko.

In Europa hat man auch die Glocken nicht läuten gehört. Die aktuellen und zukünftigen Probleme der Globalisierung sind nur in Kooperation mit den beteiligten Ländern zu lösen. Der Türkei hat man wegen einem vermeintlichen Ost-West Kampfes – der Westen gegen Russland und China – grosszügige Zugeständnisse in Bezug auf die Macht gemacht, deren Auswirkungen wir nun zu spüren bekommen. Erdogan ist nicht von alleine so mächtig geworden. Man hat ihn von Europa und den USA aus als Bollwerk gegen Russland und China eingesetzt und ihm dabei alles versprochen was man anbieten konnte. Dieser Kampf gegen Russland und China stammt aus einer anderen Zeit und schafft nur neue Probleme. Wenn er nicht geführt würde, wäre auch die Türkei und damit Erdogan nicht wichtig und damit nicht mächtig. Es sind also die Wünsche der alten Oligarchen und Apparatschik aus den USA und Europa, die die Türkei so mächtig machen und auf der ganzen Welt die Menschen dafür bluten lassen. Besser wäre es alle mal, mit Russland und China zu kooperieren, denn die Probleme mit dem Rest der Welt kommen erst noch auf uns zu. Wenn sich Afrika – ein Land mit 800 Millionen Einwohnern und Konsumenten – erst einmal zusammen rappelt und seine Macht auf der Erde einfordert. Wenn sich Süd-Amerika – ebenfalls ein Kontinent mit rund 800 Millionen Einwohnern und Konsumenten – zusammen findet und seine Macht einfordert und Indien – mit rund 1.2 Milliarden Menschen dazu kommt und Macht ausübt, was sollen dann die Scharmützel zwischen den USA/Europa und Russland/China. Im Gegenteil, wenn die USA und Europa mit Russland und China kooperiert, sind die Mächte wieder wie in einer Waagschale gut verteilt. In dem wir uns bekämpfen, werden wir die Probleme nicht lösen. Aber es scheint so, dass weder in Europa noch in den USA die richtigen Politiker dafür am Start sind noch die Bevölkerung einsichtig ist. Die Macht die Erdogan gerade auslebt, haben wir ihm gegeben und wundern uns wenn 30’000 Menschen in Köln für ihn demonstrieren?

Die USA und Europa sind wie einst das Römische Reich oder die Griechen in der Antike degeneriert und verhaftet in den alten Gedanken und Strukturen. Die Politik und die Gesellschaft will die Realität nicht anerkennen, dass die Welt sich auch ohne uns weiter dreht. Wir können weiter gegen „Untergebene“ kämpfen wie wir wollen, wir werden dadurch nur später noch ärmer da stehen. Die Weigerung diese Themen auch nur ansatzweise zu diskutieren beweist die Einstellung dazu.

Falsche NATO-Strategie führt zu mehr Macht für Erdogan

Die Türkei und Erdogan ist für die NATO und EU ein wichtiger strategischer Verbündeter im Kampf gegen den Islamismus, Flüchtlinge, Syrien und Russland. Es ginge aber auch anders. Hätte die NATO nicht, unter Federführung der USA und Great Britain, den Krieg gegen den Islamismus bereitet, den Nahen-Osten nicht destabilisiert und mit Russland eine kooperative Politik betrieben, so bräuchte man die Türken heute nicht so sehr als strategischen Partner. Heute kann sich Erdogan sogar heraus nehmen die Todesstrafe wieder einzuführen, ohne das er Angst haben muss tatsächlich von der EU und NATO bestraft zu werden. Im Übrigen hat das NATO-Mitglied USA die Todesstrafe noch nie abgeschafft. Wie schwach zieht dann solch ein Argument? Wie immer in der Weltgeschichte basieren Kriege, Bürgerkriege und Diktatoren auf einer falschen strategischen Weltpolitik der vermeintlich führenden Nationen. Der Rest muss das ausbaden.

Rezension – Die schützende Hand: Denglers achter Fall

Bildschirmfoto 2016-01-29 um 13.29.47Obwohl ich das Buch noch nicht richtig zu Ende gelesen habe, möchte ich schon jetzt hier eine Rezension dazu schreiben.

Das Buch ist sensationell. Nicht so sehr wie es geschrieben ist, sondern die Informationen und Zusammenhänge sind es die mich zu dem Urteil veranlassen. Gut, es ist ein Roman. Da kann vieles erfunden sein. Ich beschäftige mich aber schon lange mit den Themen die in dem Buch verarbeitet werden. Und, ich muss sagen, es liefert mir weitere sensationelle Zusammenhänge, welche ich für realistisch halte. Rezension – Die schützende Hand: Denglers achter Fall weiterlesen

Es gibt keine Flüchtlingskrise es gibt nur viele Flüchtlinge

cta-service-cms2.hubspot.comIn der Türkei warten 2 Mio. Syrer um nach Europa zu flüchten. In Syrien sind weitere 4 Mio. bereit das Land zu verlassen. In Nord-Afrika bis runter in die Mitte Afrikas wollen ca. 100 Mio. in Europa Schutz suchen.

Die grossen Aufgaben für Europa kommen noch

Der Plan der Strategen aus den USA scheint auf zu gehen. Europa soll durch die Flüchtlingsströme politisch und wirtschaftlich zerstört werden. Die USA haben in voller Absicht alle Länder in Nord-Afrika und im Nahen-Osten destabilisiert, so dass sie eine EU Erweiterung dorthin unmöglich machen und sie haben dort eine humanitäre Katastrophe ausgelöst – die Europa jetzt in Form von Flüchtlingen zu spüren bekommt. Wie in der Ukraine haben sie in jedem dieser Länder zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die EU kann sie als Geberländer eigentlich nicht gebrauchen (vorher eventuell schon) und diese Länder werden eine Belastung für die EU – ob durch Flüchtlinge, Hungerkatastrophen, Ertrunkene im Mittelmeer oder aufkeimende Kriminalität und Terror. Es gibt keine Flüchtlingskrise es gibt nur viele Flüchtlinge weiterlesen

Wer jagt Angela Merkel?

von Andrey Fomin

Nach dem vorausgeplanten Einsatz von Vergewaltigungen in der Neujahrsnacht in Köln und anderswo gehen nach wie vor die Vorwürfe an Bundeskanzlerin Angela Merkel, sie sei verantwortlich. Eine Studie des Computerdatenverkehrs belegt, dass die Twitter Accounts, die diesen Protest organisieren, an der Westküste der Vereinigten Staaten ihre Basis haben.

1_-_1_5_-42-57ebaIm September des letzten Jahres haben wir eine Kurzfassung der Analyse veröffentlicht, die der russische Forscher Vladimir Shalak über die verborgenen Aspekte der Twitter-basierten Kampagne gemacht hat, die Flüchtlinge aus dem Nahen Osten nach Deutschland lockt [1]. Nachdem er 19.000 Original-Tweets mit Bezug auf Flüchtlinge untersucht hatte, kam Shalak zu dem Schluss, dass der große Exodus zum europäischen Kontinent durch nichteuropäische Akteure künstlich erzeugt war. Die kürzliche Welle von Gewalt, die von Migranten in einer Anzahl europäischer Städte in der Neujahrsnacht verursacht wurde, setzte eine neue intensive Anti-Merkel-Kampagne in den deutschen und europäischen Medien in Gang und lieferte zusätzliche Daten für Shalaks tiefgründige Recherchen. Wer jagt Angela Merkel? weiterlesen