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Der militärisch-industrielle Komplex, alias Establishment vs. Seidenstrasse

Die US-Medien, allen voran die Washington Post, verbreiten die Nachricht Trump hätte geheime Informationen an die Russen weiter gegeben.

Ja, wenn nicht einmal der Präsident der USA entscheiden darf, was geheim ist und was nicht. Was er weiter geben darf oder was nicht. Wer denn dann?

Es ist natürlich selbstverständlich sein gutes Recht das zu tun. Und es passt zu seiner Strategie Russland als Partner zu betrachten und nicht als Feind. Vielleicht hat er ihnen ja auch nur die halbe Wahrheit geliefert. Als Strategie. Aber dafür ist er ja gerade als Präsident gewählt worden. Damit er einschätzen kann was, wie und wo!? Er hat das zu entscheiden und nicht die Washington Post.

Das Establishment, insbesondere der militärisch-industrielle Komplex in den USA mit seinen Steigbügelhalter den Medien (in der ganzen westlichen Welt), scheint sich seine eigene Welt basteln zu wollen. Weil sie wissen, dass sie ohne Russland als Feind immer weniger Waffen produzieren und verkaufen können. Sie wiegeln das Volk gegen Trump auf, wohl wissend, dass das was sie behaupten falsch ist.

Für mich stärkt Trump den demokratischen Gedanken und das System. Nimmt dem Establishment inkl. militärisch-industriellem Komplex die Macht, die sie sich schleimend und schleichend hinter den Kulissen angeeignet haben und drängt sie zurück. Auch wenn Trumps Aussagen oder Verhalten oft ungewöhnlich klingen mögen, er ist die einzige Chance für die USA aber auch den Rest der westlichen Welt wieder auf eine Art „anständige“ Politik zurück zu kommen. Und das haben wir im Westen bitter nötig. Es ist wirklich die letzte Chance.

Am gestrigen „Seidenstrassen-Gipfel“ konnte man sehen, wie China, wie Asien bereits weit fortgeschritten ist, den Handel und damit den Wohlstand für alle auf der Welt in die Hand zu nehmen. Die USA und EU sind dabei nur noch Statisten. Das hat sich der Westen gerade durch seine „rauchende Colt“ – Haltung selber eingebrockt. Anstatt mit diplomatischem Geschick auf der Welt vorzugehen haben alle immer den Colt gezogen und haben wie ein Elefant im Porzellanladen gewütet.

Besonders China zeigt uns, wie man mit einer intelligenten, diplomatischen, konfuzianischen Art die Welt erobern kann, als Win-Win-Situation für alle Beteiligte. In den westlichen Medien werden dazu ja nur die halben Wahrheiten gebracht und so getan, als würde China das nur aus Profit-Interessen machen. Gerade der Westen sollte sich mit solchen Vorwürfen zurück halten. Von fünf Fingern an einer Hand, zeigen immer vier auf einen selber zurück, wenn man mit einem Finger auf andere zeigt.

Die Seidenstrasse ist ein Konzept für die ganze Welt, natürlich mit besonderen Vorteilen für China. Nicht nur für den Handel zwischen China und Europa. Nein, das Konzept gilt besonders für den Handel zwischen China und dem Rest der Welt. China baut Häfen, Kanäle, Flughäfen, Eisenbahnlinien und Strassen in ganz Afrika, Asien und Süd-Amerika. Dabei geht es darum die Handelswege auf der Welt von der Regulierung durch die USA und EU frei zu machen und damit allen Beteiligten mehr Wohlstand zu bringen. Vor allem aber ausserhalb der USA und EU. Das ist das was die EU und USA stört.

Wer Wohlstand hat kann Produkte kaufen. Und natürlich kaufe ich Produkte die ich vor Ort finde eher als aus weiter Ferne. Wenn dass dann hauptsächlich chinesische Produkte sind, weil die anderen die Strassen nicht bezahlen wollen, dann werden eben chinesische Produkte in Afrika, Süd-Amerika oder Asien gekauft. 2/3 der Menschheit leben dort. Warum sollen die nicht auch so einen Wohlstand haben wie wir?

Und natürlich profitiert China dabei am meisten, aber die investieren auch am meisten darin. Die USA und EU haben diese Länder durch eine geschickte Entwicklungshilfe, Handelshemmnisse und politischer Missachtung unterdrückt um sie als eine Art Sklaven auf einem Level zu halten, auf dem sie gerade existieren und bei der USA oder EU einkaufen konnten. Das nennt man modernes Ausbeutertum. Die Chinesen machen mit einer Lässigkeit dieses ausbeuterische System kaputt und entmachten damit die USA und die EU auf elegante Art und Weise. Denn wem will man was vorwerfen, wenn er was Gutes tut?

Das Establishment inkl. dem militärisch-industriellen Komplex im Westen sollte sich ganz genau überlegen, ob sie wirklich Donald Trump entmachten wollen. Ein Nachfolger, in ihrem Sinne mit rauchenden Colt, also ein Zünsler, ein Weiter-so-Macher, würde nichts gegen die Vorgehensweise Chinas in Händen halten und den Chinesen einen Bären-Dienst erweisen. Es ist besser Allianzen mit den Akteuren zu schliessen, als sie zu bekämpfen. Das sollte auch dem Volk klar sein.

Wer gewinnt das geostrategische Schachspiel?

++ HDK-Analyse: Wer gewinnt das geostrategische Schachspiel? ++

Vor Monaten hatten wir mehrmals vor dieses Szenario gewarnt und wurden hier von einigen Usern nur müde belächelt: Die kurdischen Kräfte in Syrien wurden von der amerikanischen Regierung zu erst ausgenutzt und anschließend wie eine heiße Kartoffel fallengelassen. Doch dahinter steckt viel mehr.

Dass was zur Zeit in Syrien stattfindet, ist ein komplexes und schwer zu durchschauendes geostrategisches Schachspiel mit spannenden Wendungen und wechselnden Bündnissen. Denn hier geht es um alles. Es geht um die Beherrschung des Nahen Ostens und die globale Kontrolle über Handelswege, Bodenschätze und die Zukunft des Petrodollars. Der Überlebenskampf des US-Imperiums wird dabei leider auf dem Rücken der syrischen Bevölkerung ausgetragen.

Vor dem Krieg hatten eine Reihe von Staaten ein besonderes Interesse daran gehabt, den syrischen Präsidenten, Bashar al-Assad, zu stürzen und durch eine Marionette zu ersetzen. Hier die Übersicht der wichtigsten Verschwörer:

• Saudi Arabien
Mit einem möglichen Sturz Assad’s würde Saudi Arabien seinen Erzfeind – den Iran – schwächen.

• Katar
Katar und Iran teilen sich eines der größten Gasfelder der Welt. Wer zu erst das Gas abpumpen und via einer Pipeline nach Europa exportieren kann, hat „das Spiel“ sozusagen gewonnen. Zur Zeit müssen beide Akteure dieses Gas zu erst aufwendig und kostenintensiv verflüssigen lassen und dann mit Tankern an die Abnehmer transportieren. Wer zu erst die Pipeline baut, würde eine höhere Gewinnspanne haben und damit Wettbewerbsfähiger sein. Assad hat eine Katar-Pipeline durch syrisches Staatsgebiet abgelehnt und stattdessen dem Iran den Vorzug gegeben.

• USA
Die USA möchten Assad deshalb stürzen, weil er ein Verbündeter Russlands ist. Die USA betrachten Russland als die größte Gefahr für die Pläne einer unipolaren Neuen Weltordnung. Würde man Assad stürzen und die Katar-Pipeline realisieren, könnte man gezielt die russischen Gasexporte nach Europa trennen und Russland damit isolieren.

• Türkei
Auch die Türkei wollte von der Katar-Pipeline profitieren. Diese würde nämlich über die Türkei nach Europa verlaufen. Darüberhinaus plante die Türkei nach einem Sturz von Assad eine Wasser-Pipeline nach Israel. Diese sollte Wasser von der Türkei nach Israel befördern und das überleben des jüdischen Staates sichern.

• Israel
Israel möchte keine starken, fortschrittlichen oder unabhängigen Staaten in der näheren Umgebung haben. Syrien und der Iran (früher auch der Irak) könnten eine Gefahr für die israelische Vorherrschaft im Nahen Osten sein. Auch die mit Assad verbundene libanesische Hisbollah ist ein großes Ärgernis für Israel. Hinzu kommt noch, dass Israel die syrischen Golanhöhen – wo große Erdölvorkommen lagern – besetzt hält. Bei einem möglichen Sturz von Assad würde eine Marionette die Golanhöhen für immer an Israel abtreten.

• Großbritannien/Frankreich/Deutschland
Diese Staaten sind schon längst von der Finanzelite unterwandert und führen nur noch die Befehle aus. Diese treuen europäischen Marionetten können aber auch von den schrecklichen und blutigen Kriegen profitieren, indem sie Waffen exportieren, zerstörte Länder wieder aufbauen und Kredite an die jeweiligen Staaten vergeben dürfen. Darüberhinaus sind sie ohnehin verpflichtet, die Interessen von Israel zu schützen.

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All diese Akteure hatten also Motive um Syrien zu bekämpfen und all diese Akteure taten es auch! Verschiedene Terrorgruppen wurden mehr oder weniger ausgebildet, finanziert und bewaffnet nach Syrien geschickt. Die Medien dieser Staaten verbreiteten pausenlos Lügen und führten einen psychologischen Krieg gegen Syrien.

Aber Syrien war nicht alleine: Damaskus wurde zum einen von der libanesischen Hisbollah und zum anderen von den Iranern unterstützt. Und als Russland im Herbst letzten Jahres seinem Verbündeten zur Hilfe kam, war das „Spiel der Verschwörer“ endgültig zunichte gemacht worden.

Aber die Russen wollten noch einen Schritt weiter gehen und sich nicht nur auf den Kampf gegen die Terroristen konzentrieren. Sie wollten auch die Sponsoren der Terroristen spalten und gegeneinander ausspielen. Deswegen haben sie in Syrien nicht nur die Regierungstruppen unterstützt, sondern auch die kurdischen Milizen.

Die Kurden wurden zuvor von den Amerikanern nur sehr halbherzig unterstützt, um den NATO-Partner Türkei nicht ganz zu vergraulen. Als aber die russischen Kampfjets den Kurden sehr effektiv den Weg freigebombt haben und die YPG dadurch große Landgewinne gegen ISIS und Al-Kaida verzeichnen konnte, herrschte in Washington plötzlich Panikstimmung.

Denn die Russen waren gerade dabei den Nahen Osten nach ihren Interessen umzukrempeln und sogar die Kurden als langfristige Partner zu gewinnen. Aber mit der Unterstützung der Kurden wollte Moskau vor allem einen Keil zwischen den beiden NATO-Partnern Türkei und USA treiben. Und als die USA plötzlich anfingen die Kurden auf ihrer Seite zu ziehen und die Kurden wiederum sich schließlich für die USA als Partner (bzw. Schutzmacht) entschieden haben, hat Moskau das erreicht was es erreichen wollte – einen Streit zwischen zwei NATO-Partnern!

Anmerkung: Die Kurden haben sich deshalb für die USA als Partner entschieden, weil die Amerikaner ihnen ein Land versprochen hatten. Die Russen wollten den Kurden so ein Versprechen nicht geben und haben auf den Friedensprozess hingewiesen, wo all diese Fragen mit den anderen Volksgruppen ausgehandelt werden müssten. Damit waren die Kurden nicht zufrieden und sahen in den Amerikanern den besseren Partner.

Als die Kurden sich schließlich für die USA als Partner entschieden haben, hat Russland im März mit einem Teilabzug seiner Streitkräfte aus Syrien begonnen. Man wollte sich das anbahnende Spektakel zwischen den NATO-Partnern aus der Distanz ansehen. Aber der Teilabzug war auch ein Signal an die Türken, dass nicht die Russen an der Zerschlagung der Staaten in der Region arbeiten würde, sondern die Amerikaner.

Daraufhin begann Erdogan seinen außenpolitischen Kurs radikal zu ändern. Er suchte wieder die Nähe zu Russland, Iran und Syrien. In Washington war Erdogan deshalb zum Abschuss freigegeben, da man ihn nicht mehr gebrauchen kann. In der Türkei häuften sich die Terroranschläge (seltsamerweise ohne Bekenner-Schreiben) und auch ein Putschversuch des Militärs war eine Folge von Erdogan’s Kurskorrektur. Plötzlich bezichtigen die westlichen Medien Erdogan auch, Terroristen zu unterstützen, obwohl diese Tatsache schon seit Jahren bekannt war. Der Zeitpunkt dieser „neuen Enthüllungen“ und die plötzliche Medien-Hetze gegen Erdogan deuten auf einer Verstrickung der USA an den Putschversuch hin.

Vor kurzem besuchte Erdogan den russischen Präsidenten in Moskau. Öffentlich wurde über die wirtschaftlichen Projekte geredet. Über Syrien hat man nur hinter verschlossenen Türen gesprochen. Denn ab jetzt beginnt das richtige geostrategische Schachspiel. Keiner traut dem anderen über den Weg. Keiner weiß, wer am bluffen ist und wer ernst macht. Keiner weiß, wer mit wem, welche Abmachung getroffen hat.

Die Amerikaner waren nach dem missglückten Putschversuch in der Türkei verunsichert. Und nun wurden die Amerikaner auch noch von einem türkischen Einmarsch in Nordsyrien überrumpelt. Die Syrer und Russen verurteilten die Intervention nur halbherzig. Die Amerikaner mussten sehr schnell reagieren. Denn nochmal wollte man den Fehler wie in der Putschnacht, wo der Westen sich erst mit Erdogan solidarisch zeigte, als es sicher war, dass der Putsch scheitern würde, nicht wiederholen.

Deshalb haben die Amerikaner wenige Tage vor dem türkischen Einmarsch Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Sie ermunterten die Kurden die syrischen Regierungstruppen in Al-Hasaka anzugreifen. Damit wollten die Amerikaner eine Nummer sicher gehen und dieses Mal einen Keil zwischen den Russen/Syrern und den Kurden treiben. Die Amerikaner wussten nämlich zu dem Zeitpunkt schon, dass sie die Kurden fallen lassen und sich hinter der Türkei stellen werden. Nicht weil die Amerikaner die Türkei mögen, sondern weil ihnen nicht anderes übrig geblieben war. Die Russen und Türken hatten sich hinter verschlossenen Türen nämlich darauf verständigt, die Amerikaner aus dem Nahen Osten zu verbannen. Und hätten sich die USA hinter den Kurden gestellt, statt hinter den Türken, hätte Ankara einen Grund gefunden, aus der NATO auszutreten oder zumindest den Amerikanern den Zutritt in die NATO-Basis in Incirlik verweigern zu können. Die Amerikaner wollen aber die Türkei um jeden Preis in der NATO halten – zumindest bis ein kurdischer Staat entsteht.

Die USA wollen mit der öffentlichen Unterstützung der Türkei also lediglich Zeit gewinnen. Die Kurden hat man nicht nur wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen, man hat auch dafür gesorgt, dass sie keine Unterstützung aus Moskau und Damaskus erhalten sollen. Damit könnten die USA die Kurden zu einem späteren Zeitpunkt wieder ausnutzen. Der unnötige Angriff auf Al-Hasaka war für die Kurden im Nachhinein doppelt ärgerlich. Denn ausgerechnet jetzt, nach dem türkischen Einmarsch, hätten sie eine Luftunterstützung am meisten gebrauchen können.

Die Russen haben bei dem türkischen Einmarsch ein Auge zugedrückt. Denn jetzt kämpfen pro-amerikanische Kurden gegen pro-türkische Islamisten gegeneinander. Und die Türkei verhindert ein zusammenhängendes kurdisches Gebiet in Syrien. Denn der Plan der Amerikaner war es, einen kurdischen Staat zu errichten und damit die von Assad blockierten Pipeline-Projekte zu umgehen. Ein kurdischer Staat würde auch die anderen Staaten wie Türkei, Irak und Iran zerstückeln. Russland, Syrien, Irak, Iran und die Türkei haben in dieser einen Hinsicht deshalb ein großes Interesse daran, dass ein von den Amerikanern beherrschter kurdischer Staat scheitert.

Aber auch die Türkei spielt hier ein doppeltes Spiel: Sie wollen nicht nur ein zusammenhängendes kurdisches Gebiet in Nordsyrien verhindern, sondern selbst Einfluss in der Region gewinnen. Die Russen werden den Türken deshalb wahrscheinlich vorab eine Linie eingezeichnet haben, in der sie operieren dürfen. Da in diesem Spiel niemand mehr den Türken traut, mischt sich nun auch China in den Syrienkonflikt ein. Denn die Türkei unterstützt immer mehr chinesische Uiguren, die in Syrien für Al-Kaida kämpfen und eine Gefahr für die innere Sicherheit Chinas darstellen könnten.

Auch die Amerikaner spielen ein doppeltes Spiel: Öffentlich forderten sie die Kurden auf, die Gebiete westlich des Euphrats zu verlassen. Hintenrum könnten die Amerikaner dennoch die Kurden gegen die Türken unterstützen.

Dieses Chaos in Nordsyrien verschafft den Syrern und Russen zumindest die Gelegenheit, in der strategisch wichtigen Stadt Aleppo (wichtigster Knotenpunkt) für klare Verhältnisse zu sorgen. Denn nur wer die Millionenmetropole kontrolliert, kann den Krieg auch gewinnen. Und die syrische Armee ist gerade dabei den Krieg zu gewinnen.

Die Kurden müssen jetzt schauen, ob sie auch weiterhin mit den »amerikanischen Verrätern« zusammenarbeiten wollen, oder sich stattdessen neuen Partnern zuwenden werden. Es kommt auch darauf an, wer ihnen im Geheimen weiterhin die Treue hält. Aber der Westen hat bereits jetzt einen ungeheuren Image-Schaden erlitten. Und Putin hat den Amerikanern einmal mehr die Maske vom Gesicht gezogen.

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Der Ausgang dieses Konflikts in Syrien wird globale Auswirkungen haben. Sollten Damaskus und Moskau erfolgreich sein und die im Geheimen vom Westen unterstützten Terroristen ein für alle mal besiegen, wäre der große Plan der amerikanischen Elite, den Nahen Osten zu beherrschen und Russland von diesen trennen, gescheitert.

Und auch das Vertrauen in die Amerikaner schwindet jeden Tag zunehmend. Die Russen bieten sich dagegen als glaubhafte und vertrauenswürdige Schutzmacht an, die ihre Partner nicht wie »heiße Kartoffeln« fallen lassen. Sollten immer mehr Länder dem Beispiel Syriens folgen und sich von den Russen, statt von den Amerikanern beschützen lassen, könnte auch der Petrodollar bald Geschichte werden.

Die USA haben über 19 Billionen Dollar Schulden (das sind lediglich die Staatsschulden) und halten ihre Wirtschaft und den großen weltweiten Militärapparat nur noch dadurch am laufen, in dem sie weitere Schulden machen – indem sie unendlich viele Dollar drucken. Das können die Amerikaner solange machen, solange die Weltgemeinschaft den Dollar als Handelswährung benötigt. Würden die Staaten im Nahen Osten ihr Öl nicht mehr in Dollar verkaufen, würde keiner mehr auf der Welt den Dollar als Leitwährung akzeptieren. Und dadurch, dass die Geldmenge in den USA ungebremst steigt, würde in so einem Fall der Dollar praktisch über Nacht immens an Wert verlieren – höchstwahrscheinlich sogar komplett zusammenbrechen und für ein weltweites Finanzchaos sorgen. Dieses Schneeballsystem wäre dann vorüber und der Westen könnte dann nicht mehr so leicht wie in der Vergangenheit ärmere Länder ausbeuten und beherrschen. Aber es ist das mächtige US-Militär mit ihren weltweiten Basen und zahlreichen Flugzeugträgern, die es den Staaten im Nahen Osten nicht gestattet, eine andere Währung zum Verkauf ihrer Bodenschätze zu verwenden. Der Irak und Libyen wurden für dieses Vorhaben bereits in die Steinzeit zurückgebombt. Syrien und Iran versuchen sich nun auch vom Dollar zu lösen. Nur dieses Mal gibt es für dieses Vorhaben Rückendeckung aus Russland und nun auch aus China.

Dieser gerade stattfindende »Weltkrieg« wird nicht nur auf dem militärischen Schlachtfeld ausgetragen. Es ist vor allem ein Finanz- und Medienkrieg. Und der findet vor allem in Europa statt. Die amerikanische Elite will die Europäer unbedingt daran hindern, dass sie sich mit den Russen verbünden und ihre friedliche Zukunft – ohne den US-Dollar – frei gestalten können. Sollten die Amerikaner fallen, werden sie Europa mit ins Chaos stürzen.

Die Flüchtlingskrise und die Sanktionspolitik zeigen, dass die EU noch immer keine unabhängige Politik betreibt. Der Krieg gegen Syrien, die Sanktionen gegen Russland und die Verwendung des US-Dollar als Leitwährung bringt uns Europäern nur Nachteile und dennoch machen wir bei dem Spiel mit. Weil wir über die wahren Gründe durch die Medien angelogen werden und unsere Regierungen gekauft sind.

Eine faire und sichere Welt können wir nur dann erreichen, wenn wir diese Ungerechtigkeiten beenden. Dieses Schneeball-Geldsystem und die Ausbeutung ärmerer Länder muss endlich ein Ende haben. Kluge Köpfe müssen sich an einen gemeinsamen Tisch setzen und Lösungen ausarbeiten, wie wir eine Weltwirtschaft errichten können, die nicht auf stetiges Wachstum angewiesen sein muss. Stetiges Wachstum in einer Welt mit begrenzten Ressourcen führt immer automatisch in eine Sackgasse und zerstört unsere natürliche Umgebung. Der Zins und Zinseszins sorgt dafür, dass Kapital von unten nach oben getragen wird und sich bei einigen Wenigen konzentriert. Soziale Ungerechtigkeit und steigende Armut sind die Folgen. Staaten und Völker werden gezwungen sich gegenseitig zu bekämpfen, um in dieser Welt zu überleben. Die Teufels-Kreislauf von Krieg > Zerstörung > Wiederaufbau > Kredite vergeben > Staaten abhängig machen > und wieder Krieg führen, macht diese kleine Elite, die für all das Verantwortlich ist, nur noch mehr reicher und mächtiger. Und dieser ganze Kreislauf soll von den wahren Ursachen ablenken und uns mit diesen Problemen anderweitig beschäftigen. Jeder von uns ist ein kleines Rad in diesem großen und komplexen System. Und die Medien sorgen dafür, dass wir keine eigene Meinung mehr besitzen und immer diejenigen bekämpfen, die an dieses System rütteln wollen.

In Syrien wird sich das Schicksal der ganzen Welt entscheiden. Und die Medien werden weiterhin alles versuchen das wahre Bild zu verzerren und uns Terroristen als das kleinere Übel verkaufen. Alles im Interesse dieser oben beschriebenen kleinen Elite.

Achtung: Sollte Putin mit dem Vorhaben, den US-Dollar zu Fall zu bringen, erfolgreich sein, könnte das für einen gewissen Zeitraum die Weltwirtschaft lahmlegen. Es könnte auch zu Versorgungsengpässen oder zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen in europäischen Städten führen. Vielleicht wird die USA ihren eigenen Untergang als Weltmacht und die zerstörten Pläne einer unipolaren Neuen Weltordnung nicht hinnehmen und einen neuen Krieg entfachen. Deshalb sollte jeder für sich Privat vorsorgen und ausreichend Nahrung und Wasser zur Verfügung haben. Es gibt eine ganze Reihe von möglichen Szenarien die eine solche Vorsichtsmaßnahme sinnvoll erscheinen lässt. Etwa eine Woche könnte sich die heimische Wirtschaft von Global auf Regional umorientieren und die notwendigste Versorgung sicherstellen. Auch könnten Terrorattacken zum Beispiel die Trinkwasser-Quellen vergiften oder ähnliches Unheil anrichten. Darüberhinaus wird auch der Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen im kommenden November wichtig für uns sein. Mit Clinton wird die USA wahrscheinlich den Verlust des Weltmachtstatus nicht hinnehmen und einen Weltkrieg entfachen versuchen. Trump könnte hingegen eine multipolare Weltordnung akzeptieren.

In den letzten Abschnitten dieses Beitrags steckt viel Spekulation. Wir lagen zwar in der Vergangenheit sehr oft mit unseren Einschätzungen und Prognosen richtig, aber was uns in Zukunft erwartet, ist noch völlig offen. Deshalb sollte dieser Beitrag hier lediglich die Augen öffnen und zum Nachdenken anregen.

Wie der Dilettantismus überhand nimmt!

Populisten, Nationalisten, Dilettanten bestimmen in der heutigen Zeit die Schlagzeilen und die öffentliche Politik. Über Trump will ich hier gar nicht reden – der ist mir wirklich zu blöd.

David Cameron

Ein Herr David Cameron möchte seine Partei auf Kurs trimmen und startet deshalb eine Volksbefragung, bei der alle demokratischen Grundregeln missachtet werden (z.B. eine 2/3 Mehrheit). Als er merkt, dass das Referendum erfolgreich sein wird, rudert er zurück und bekämpft es ohne vorher in Brüssel ständig damit zu drohen, dass das Volk positiv entscheidet. Als das Volk zustimmt, tritt er zurück und überlässt das Volk und Land dem Schicksal. Tritt die Vereinbarungen mit der EU und anderen Partnern mit den Füssen und verschwindet in der Versenkung. Er hat jahrelang die EU – Partner gedemütigt, malträtiert, Sonderwünsche erpresst und schleicht sich jetzt davon wie ein Dieb. Was für einen Eindruck hinterlässt das über die Elite in England?

Boris Johnson

Ein Herr Boris Johnson verliert die Bürgermeisterwahl in London, ausgerechnet gegen einen Moslem, der in London als Kind pakistanischer Eltern zur Welt kam. Genau das, was Boris und seine rechten Populisten aus dem Land treiben wollten. Also denkt er sich, die Flucht nach vorn ist wohl das Beste und hängt sich auf das Trittbrett des fahrenden Zugs Namens „Brexit-Abstimmung“. Kämpft mit Leidenschaft und markigen Worte – wie schon vorher immer – für den Brexit. Als Brexit-Befürworter gewinnen, wird es ihm mulmig unter dem Hintern, denn er merkt schnell was das für Nachteile für die Bürger mit sich bringen wird. Dafür will er nicht gerade stehen und tritt zurück. Was für ein Feigling und charakterlose Person. Aber die rechten Proleten, allen voran ein deutscher Herr Bern Lucke von der AfD bejubeln ihn.

Nigel Farage

Nigel Farage – eine weitere schillernde Person aus den Tiefen der britischen Elite und Populist mit 40’000 Mitglieder hinter sich in der UKiP, der mit Lügen und Milchmädchenrechnung das Volk für den Brexit vor sich her getrieben hat, reicht auch in diesen Tagen seinen Rücktritt ein. Farage hat hugenottische Vorfahren. Er wurde 1964 als einer von zwei Söhnen eines Börsenmaklers, der in der City of London arbeitete, geboren. Sein Vater war alkoholabhängig und verließ die Familie in seiner Kindheit. Nur mit einer lächerlichen britischen Schulbildung ausgestattet fängt er bei einem Rohstoffhändler an der London Metal Exchange an und arbeitet sich hoch. Ein normal sterblicher Engländer hätte nie solch einen Posten erhalten. Vermutlich erreicht er das nur, weil sein Vater aus den Kreisen stammt. Eine Woche nach der Brexit-Abstimmung wird es auch ihm zu heiss und er erklärt ebenfalls seinen Rücktritt. „Er habe erreicht was er wollte und überlässt nun die weiteren Aufgaben, denen die es können“. Nigel Farage ist eine von vielen fragwürdigen Persönlichkeiten, die nur in er Öffentlichkeit was zu sagen haben, weil sie zur Elite in Britannien gezählt werden. Diese wird durch Beziehungen und Familie erreicht nicht durch Leistung. Dafür gibt es viele Beispiele.

Das britische Empire

Alle drei oben genannten Kandidaten sind Dilettanten und Volksverhetzer. Denn Sie haben ihr Land, mit Lügen und Unwahrheiten in die grösste Krise ihres Landes gestürzt ohne zu wissen was sie tun. Als sie es merken verschwinden sie einfach kleinlaut von der Bildfläche. Wäre das falsche politische Handeln eine Straftat, so müssten alle drei lebenslang hinter Gitter. Aber dafür hat die Demokratie kein Ohr. Der Rest der politischen Elite Englands lässt sie ziehen, es gibt keinen Aufschrei, keine Demonstrationen (ausser der Brexit-Gegner), die Königin macht weiter ihre Familienbesuche in Schottland. In England scheint man das Erdbeben nicht zu spüren, dass sie alle selber ausgelöst haben. Dilettantismus und Populismus haben diesen Kontinent schon einmal an die Grenzen seines Seins gebracht. Man kann es nicht oft genug und drei mal mehr wiederholen. Es ist das dumme Volk das solchen Rattenfänger in die Arme läuft.

Dilettantismus bei EU-Gegnern

Bei allen Diskussionen die ich für die EU mit Gegnern führe fällt mir der Dilettantismus dieser Leute auf. Sie arbeiten mit Unwahrheiten, Halblügen oder Halbwissen und verdrehen manche Tatsachen so in eine verkehrte Welt das man sich schon wundern muss, wie andere das glauben können.

Die Mitgliedschaft in der EU muss einen Vorteil haben, sonst bräuchte man sie nicht. Wer sich das mal überlegt, durchdenkt und nicht gerade bescheuert ist, dem ist klar, dass alle Argumente gegen eine EU Schwachsinn sind. Länder die nicht in der EU sind haben natürlich Nachteile, sonst hätten Mitglieder keine Vorteile. Und das liegt in der Natur der Sache und kommt einer Naturgewalt gleich. In Diskussionen mit EU-Gegnern wird aber immer wieder mit allen möglichen hanebüchenen Argumenten hantiert, dass einem vor Blödheit ganz übel werden kann. Und selbst wenn man solchen Leuten Hieb und Stichfest das Gegenteil beweisen kann, kommen sie immer noch mit vollkommenem Schwachsinn daher. Menschen mit Halbwissen eben. Die von 10 % Wissen auf 100 % schliessen. All das spricht gegen Volksabstimmungen. Der Brexit ist der grösste Beweis, dass die Volksmeinung an einem Tag so und am anderen Tag so sein kann, weil das Volk sich nicht richtig informiert und von Populisten immer an der Nase herum geführt wird.

Einige Widerlegungen

Da gibt es Leute in der EU die doch tatsächliche glauben, Ländern wie der Schweiz und Norwegen geht es besser, weil sie nicht in der EU sind. Das sind Stammtischparolen und sie sind strunzdoof – dilettantisch eben.

Der Schweiz geht es gut, weil dort ein stabiler Binnenmarkt funktioniert, der auf hohen Löhnen und Preisen basiert. Dadurch ist immer genug Geld im Umlauf. Und, weil die Meschen dort im Schnitt mehr arbeiten (42.5 Std./Wo.) und dazu noch fleissiger arbeiten als Arbeiter in den anderen europäischen Ländern. Ich kann es gut vergleichen, so habe ich in Deutschland, England, Frankreich und der Schweiz gearbeitet. In Spanien hatte ich Einblicke in die Arbeitswelt und es gruselt mich noch heute. Noch dazu hat die Schweiz nie unter Kriegen ernsthaft Schaden leiden müssen. Das heisst das Land konnte sich über hundert Jahre ohne Störungen gut entwickeln. Das Gegenteil behaupten aber Leute die schon mal, auf dem Weg nach Italien, durch die Schweiz gefahren sind oder Schweizer die überall auf der Erde waren, aber nie in Deutschland oder England. Ausserdem haben sie oft bei ihren Auslandsaufenthalten nichts gelernt und mitgenommen.

Norwegen verdankt seinen Wohlstand dem Erdöl aus der Nordsee. Sie waren so schlau und haben Überschüsse in einen Fond eingezahlt um nachfolgende Generationen zu unterstützen. Das dieser Fond aber schon – aufgrund des lang anhaltenden niedrigen Ölpreises – bei einem Viertel seiner Höhe aufgebraucht wurde, weiss kaum jemand. Der Wohlstand geht in Norwegen bald zu Ende und dann muss Norwegen als Vollmitglied in die EU eintreten oder es geht ganz einfach bankrott. Super gescheite Typen aber behaupten natürlich das Gegenteil, weil sie schon mal mit einem Norweger irgendwo auf der Welt ein Bier getrunken haben.

Volksabstimmungen nein danke

Bei der oberflächlichen, einseitigen und oftmals unterirdischen Bildung, der massiv manipulierten Information durch Medien und Politik und dem schwachen Willen des gemeinen Menschen sich wirklich ernsthaft über Dinge zu informieren, halte ich Volksabstimmungen für anachronistisch. Ja, gerade für gefährlich. Gefährlich für den anderen Teil der nicht abgestimmt oder zugestimmt hat. Das zeigt sich durch die Abstimmung zum Brexit aber auch zur Abstimmung über die „Masseneinwanderungsinitiative“ (MEI) in der Schweiz. Beide haben das jeweilige Land in eine instabile, unsichere und risikoreiche Lage gebracht, bei dem die Auswirkungen erst nach und nach für die meisten normalen Menschen unterschwellig zum tragen kommen. Ein einfacher Arbeiter wundert sich warum er entlassen wird und verknüpft diese Entlassung nicht mit der „MEI“-Abstimmung. Sie ist aber eine direkte Auswirkung davon, weil das Unternehmen – obwohl es ein Schweizer Unternehmen ist – eine  Niederlassung in der EU gründet um im EU-Markt profitabel tätig sein zu können. Die Entlassung eines und mehrerer Mitarbeiter führt bei den Gemeinden, Kantonen und im Bund zu weniger Steuereinnahmen. Diese müssen über kurz oder lang die Steuer erhöhen, was die anderen belastet. Aber auch Schweizer Studenten leiden jetzt und in Zukunft unter der Abstimmung. Wer in der EU studieren wollte, kann das nur noch schwer und mit grossen Hürden machen. Ab Februar 2017 werden die Bilateralen Verträge mit der EU verfallen, weil die Schweiz keine Lösung zu ihrem Volksentscheid über die Personenfreizügigkeit findet der mit den Verträgen der EU in Einklang zu bringen ist. Das bedeutet für Schweizer Unternehmen ein hohes Risiko für Investitionen die sie in den Vertrieb in der EU gesteckt haben.

Kürzlich wurde über das Thema Volksabstimmung im SWR diskutiert und es wurden Argumente genannt, die ich so auch noch nie gehört hatte, sie aber für richtig halte.

  • Volksabstimmungen funktionieren immer besser, wenn sie „gegen“ etwas gerichtet sind. Die Menschen die gegen etwas sind, sind immer leichter zu bewegen zur Abstimmung zu gehen, als die die dafür sind. Das ist eine psychologisch erwiesen. Das heisst solche Abstimmungen sind schon von der Beteiligung her nie fair.
  • Bei komplexen Themen informieren sich die Bürger zu wenig und zu ungenau über die Hintergründe. Sie glauben leichter und lieber einfachen Parolen (Populismus) als das sie sich ernsthaft Gedanken machen und sich richtig informieren. Die Brexit-Abstimmung hat das ganz klar bewiesen. Sogar schon einen Tag danach haben viele die dafür gestimmt haben, bemerkt wie sie auf einfache Lügen herein gefallen sind.
  • Volksabstimmungen sind immer vom Tagesgeschehen abhängig. Wenn in den Nachrichten gerade eine Meldung erscheint, die dem Thema abträglich oder wohlwollend zugewandt ist, beeinflusst dass die Bürger kurzfristig in ihrer Meinung. Oft werden so aber Entscheidungen für die ganze Zukunft vertan.
  • Die unterschiedlichen Ebenen der Entscheidungen wird bei Volksentscheidungen nicht berücksichtigt. Eine Entscheidung die eine gravierende Auswirkung für ein Volk über die nächsten Jahrzehnte hat ist nicht zu vergleichen mit einem Volksentscheid der nur für eine lokale Situation über wenigen Wochen beeinflusst. Wenn Volksentscheide, dann sollten sie mit einem Art Rating versehen werden und unterschiedliche Kriterien besitzen. Zum Beispiel eine Entscheidung über die gesamte Zukunft muss eine 2/3 Mehrheit haben, eine Entscheidung zur Änderung von Satzungen oder dem Grundgesetz muss eine 2/3 Merhheit haben. Das wurde z.B. beim Brexit vollkommen ignoriert.
  • Volksentscheide berücksichtigen nicht die Reichweite die die Entscheidungen haben. Für eine lokale Abstimmung – z.B. über den Bau einer neuen Brücke im Dorf – sind Volksentscheide eine gute Sache. Da die Menschen vor Ort die Gegebenheiten oft gut einschätzen können – wogegen meist die konservative Seite dabei dominiert – also Entscheidungen meist rückwärts gerichtet sind. Das liegt in der Natur der Sache und ist ein Grundübel jeden Volksentscheides. Besitzstandswahrung, Angst vor dem Neuen, Angst vor Veränderungen dominieren die Gedanken der meisten Menschen. Besonders die Gedanken der Menschen mit wenig Lebenserfahrung (das kann Jung und Alt sein). Je grösser aber der Einflussbereich und das Projekt wird, über das ein Volksentscheid durchgeführt wird, machen Volksentscheide keinen Sinn bzw. sind sie destruktiv. Denn die Menschen können oft die globalen Zusammenhänge nicht begreifen, sind zu wenig informiert und dadurch stark beeinflussbar. Oft fehlt auch einfach die Sachkompetenz. Wer – im Volk – kann schon komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge richtig analysieren. Da tun sich ja schon hochwertige Berater sehr schwer, wie soll da das Volk eine sachkundige Entscheidung treffen? Ich halte Volksentscheide auf lokaler Ebene für gut (Dorf, Gemeinde, etc.) aber alles was darüber hinaus geht ist nichts dafür.

 

Die Fakten – was bringen uns Flüchtlinge / Migranten ?

Bildschirmfoto 2016-02-01 um 12.59.29In den Medien und der Politik werden im Zusammenhang mit Flüchtlingen, Ausländern und Migranten immer nur die negativen Folgen aufgezeigt. Damit wird dem Volk systematisch Angst eingejagt. Warum? Ein Volk in Angst ist immer leicht steuerbar.

Hier zeigen wir mal die Fakten auf, die Flüchtlinge, Ausländer und Migranten an positiven Effekten für ein Land mitbringen.

Einnahmen

Am Anfang, wenn ein Flüchtling in ein Land kommt, kostet ein Flüchtling den Staat, also den Steuerzahler, Geld. Wenn er aber als Asylant anerkannt wird, darf er meist schon nach drei Monaten eine Anstellung annehmen. Ab da zahlt er Steuern und Sozialleistungen und ist Konsument. Die meisten Flüchtlinge führen, ausser ihrer Kleidung, keine Waren mit sich. Sie müssen also alles neue kaufen – das schafft Umsatz. Wenn Sie eine Wohnung beziehen zahlen sie die Miete. Unter dem Strich profitiert die Gesellschaft von einem Flüchtling mehr als sie bezahlt hat. Und das auf Dauer. In einer Bilanz würde die Kosten nach einem halben Jahr bereits wieder eingenommen sein. Bleibt der Flüchtling im Land, beteiligt er sich von nun an an allen Beiträgen und Umsätzen wie ein Einheimischer auch. Im Gegenteil, er muss ja noch mehr ausgeben, da er am Anfang nichts hat. Jeder neue Flüchtling ist auch ein neuer Kunde und Konsument für die Wirtschaft und sorgt damit für Nachfrage und Umsatz bei den Unternehmen. Die Fakten – was bringen uns Flüchtlinge / Migranten ? weiterlesen

Stunde der Profiteure

10900137_10152546036611583_1376604987670884451_oVon Evelyn Hecht-Galinski

Eigentlich wollte ich für diese NRhZ-Ausgabe nichts mehr schreiben außer meinem mir so wichtigen “Gauck-Auschwitz-Gedenk Empörungs-Aufschrei”, an den ich auch nochmal erinnern möchte! Aber meine Emotionen lassen mich nicht ruhen, erneute zur “Feder zu greifen”!

Nach diesem schrecklichen Paris-Attentat von zu Extremisten gewordenen Tätern frage ich mich wirklich, wie soll es weiter gehen? Dazu möchte ich auf einen Vortrag der von mir hoch geschätzten Katajum Amirpur, hinweisen, den ich im SWR 2 am Sonntag hörte und den ich zum Nachhören und Nachlesen beifüge. Titel: Warum wir das Feindbild “Islam” überwinden müssen. Ebenso ein Artikel von ihr aus der NZZ, in dem sie über einen Brief der 120 wichtigsten Imame an den IS berichtet, auf den aber leider keine deutsche Zeitung hinwies! (1) (2) (3)

Katajun Amirpur zeigt, wie man mit Argumenten den Islamkritikern und Fundamentalisten begegnen kann. Sie entlarvt vermeintliche Islamkritiker wie Nekla Kelek als unwissend und räumt auf mit Vorurteilen. (3a) (4a)

Selbstverständlich sind es Extremisten, die den Islam für ihre Zwecke instrumentalisieren. Selbstverständlich gibt es jüdische Extremisten, die das Judentum instrumentalisieren – ja schlimmer, ihren Anspruch auf den “Jüdischen Staat” damit begründen, dass Gott ihn den Juden, dem “auserwählten Volk” versprochen habe! Stunde der Profiteure weiterlesen

Mit wem darf Europa befreundet sein?

Bildschirmfoto 2015-01-21 um 11.16.26Von Gordian Hense

Diese Frage muss man stellen, wenn man die heutige politische und mediale Landschaft im Westen analysiert. Wir fassen die Vorgaben der Medien und der Politik in der westlichen Welt einmal zusammen.

  • Der Terrorismus ist von der arabischen / moslemischen Welt geschaffen
  • Seit 9/11 hat die islamische Welt den Terrorismus ausgebaut
  • Seit 9/11 hat die islamische Welt den Terrorismus nach Europa getragen
  • Alle Araber und Moslems sind böse Menschen und bedrohen die Welt
  • Russland ist ein böses und diktatorisches Land
  • Putin ist ein böser Diktator
  • Alles was aus Russland kommt oder mit Russland zu tun hat ist böse
  • Russland ist verantwortlich dafür, dass im Westen immer mehr arm werden
  • Russland ist verantwortlich dafür, dass es bald Krieg gibt
  • China ist ein böses und diktatorisches Land
  • Chinesischer Politiker sind böse Diktatoren
  • Alles was aus China kommt oder mit China zu tun hat ist böse
  • China ist verantwortlich dafür, dass im Westen immer mehr arm werden
  • China ist verantwortlich dafür, dass es bald Krieg gibt
  • Der Iran ist ein böses und diktatorisches Land
  • Iranische Politiker sind böse Diktatoren
  • Alles was aus Iran kommt oder mit Iran zu tun hat ist böse
  • Iran ist verantwortlich dafür, dass im Westen immer mehr arm werden
  • Iran ist verantwortlich dafür, dass es bald Krieg gibt

Diese Liste kann man sicher noch um das eine oder andere Land erweitern. Jedenfalls ist das der Tenor, auf den die Medien und Politiker im Westen gedrillt sind. Das ist aber die Denkweise der USA und Israel und hat mit einer eigenständigen Denkweise der Europäer nichts zu tun.

Vor dem ersten Weltkrieg war Russland und Europa eng befreundet und der Austausch in Kultur und Wirtschaft fördertet beide Regionen. Das Vertrauen gegenseitig war gross.

Über viele Jahrzehnte war die Freundschaft Europas, aber besonders Deutschlands, mit den Arabischen Ländern sehr gross. Der Austausch in Kultur und Wirtschaft förderte beide Regionen. Das Vertrauen gegenseitig war gross. Mit wem darf Europa befreundet sein? weiterlesen

Offener Brief an Frau Merkel – 30 % Rabatt für Israel

Zitat des offenen Briefes

Liebe Freunde, liebe an Nahost Interessierte,

in einer Zeit, da Israel durch gezielte Provokationen (Siedlungsbau, gezielte Tötungen, Hausabrisse etc.) die ohnehin schwierigen Verhandlungen über den Fortgang in Gaza zu stören versucht, in einer Zeit, da die Öffentlichkeit in Europa zunehmend bewusst wird der Situation und z.B. Schweden den Staat Palästina anerkennt, in einer Zeit, da die grauenvollen Zerstörungen im Gaza-Streifen den Menschen dort kaum noch Hoffnung lassen, jemals wieder ein geordnetes Leben führen zu können, in einer Zeit, da zwar reiche Länder Milliarden versprechen für den Wiederaufbau, in der Israel, das die Zerstörungen angerichtet hat, aber weiterhin straflos bleibt und keinen Beitrag zur Wiederbelebung im Gazastreifen leistet sondern im Gegenteil sogar hoffen kann, aus den Wiederaufbaumaßnahmen noch Profit zu ziehen (Gebühren für den Transport von Baumaterial z.B.) – in solcher Zeit ist es wichtig, durch Veranstaltungen die Öffentlichkeit zu erreichen.  Fast 50 Veranstaltungen im November und Dezember sind im Kalender vermerkt, weitere werden sicher noch nachgetragen .

Wieder unsere Bitte: kritisch prüfen, ob alle Angaben stimmen, ob wir alle uns gemeldeten Veranstaltungen auch wirklich richtig aufgenommen haben.

Und weitersagen, damit nicht immer nur die ohnehin Informierten kommen sondern auch Menschen erreicht werden, die sich bisher nur auf die dünne, ängstliche Berichterstattung der Medien verlassen haben oder Augen und Ohren einfach geschlossen haben.

Mit herzlichen Grüßen,
Renate und Frank Dörfel

www.palaestina-heute.de

Offener_Brief
Termine ab 11 2014

Die Straße zum 3. Weltkrieg

von Tommy Hansen

Warum griffen die Vereinigten Staaten Lybien, den Irak, Afghanistan und Jemen an? Warum helfen Beauftragte der USA dabei, Syrien zu destabilisieren? Und warum sind die USA so darum bemüht, den Iran nieder zu ringen? Trotz der Tatsache, dass Iran seit 1798 kein einziges anderes Land angegriffen hat.

Wenn man sich mit den derzeitigen politischen Vorgängen beschäftigt, ergeben diese nicht den geringsten Sinn, wenn man sich mit ihnen im Rahmen der von uns allen in der Schule erlernten Kenntnisse befasst. Und erst recht ergeben sie keinerlei Sinn, wenn man sie im Licht der Propaganda der Mainstream-Medien betrachtet, die uns als Nachrichten verkauft werden.

Sie ergeben allerdings schon Sinn, wenn man die wirklichen Motive der derzeit herrschenden Kräfte kennt. Um diese Motive zu verstehen, müssen wir zunächst einen Blick zurück in die Geschichte werfen.

Im Jahr 1945 wurde mit dem Abkommen von Bretton Woods der Dollar als die Reserve-Währung der Welt festgelegt, was bedeutet, dass alle Handelsgüter zwischen den einzelnen Staaten in Dollar berechnet werden. Dieses Abkommen, welches den USA einen bedeutenden finanziellen Vorteil gewährte, wurde unter der Bedingung abgeschlossen, dass diese Dollar von den USA jederzeit zu einem festen Kurs von 35 Dollar pro Feinunze in Gold eingetauscht werden sollten. Die USA wiederum versprachen, nicht mehr Dollars herauszugeben, als über Gold-Reserven abgedeckt werden konnten. Diese Zusage basierte jedoch ausschließlich auf einem „Ehrenwort“, da die USA jegliche Audits oder Kontrollen über die von ihnen ausgegebene Geldmenge verweigerten.


Die USA drucken mehr Geld als durch Gold abgesichert
 ist

gold_standard-300x202In den Jahren bis 1979 wurde vielen Ländern klar, dass die USA mit ihren enormen Ausgaben im Vietnam-Krieg anscheinend viel mehr Geld druckten, als durch Gegenwert in Gold abgesichert werden konnte. Als Reaktion darauf begannen die ersten damit, ihre Dollar-Reserven in Gold umtauschen zu wollen. Natürlich verursachte dies einen zunehmenden Verfall des Dollar-Kurses. Die Situation spitzte sich im Jahr 1972 drastisch zu, als Frankreich seine Dollar-Bestände komplett in Gold ausbezahlt haben wollte und Präsident Nixon dies verweigerte.

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Gauck verstehen

Gauck muss man verstehen. Er ist ein evangelischer Pastor. Schon seine Gesichtszüge und Herkunft verraten seine Einstellung. Es geht ihm nur darum den Mächtigen zu gefallen. Denen von denen er abhängig ist. Die ihn gewählt haben. So wie früher in der DDR. Charakter, eigenes Weltbild, Courage für alle Menschen einzustehen – Pustekuchen – mit ihm nicht. Mit seinen öffentlichen Äusserungen macht er sich beliebt bei denen, bei denen er beliebt sein will. Und das ist nicht, wie man es von einem Deutschen Bundespräsidenten erwarten sollte, das Volk. Es sind die top Funktionäre in  der Wirtschaft, die Kader in den grossen Parteien, den Amtsinhabern der grossen Politik, den Religionsführern, den Zentralratsmitgliedern, den Ständeführern, und ganz besonders den „Five Eyes“ plus eins, aber garantiert nicht das Deutsche Volk.

Die öffentlichen Äusserungen von Herrn Gauck lassen einen tief in die Seele von Religionsführern, Religionen und den Strukturen eines Landes blicken. Die Mär, dass irgendein Führender in Deutschland etwas für das Volk und sein Land tut, wird durch ihn öffentlich widerlegt und entblösst. In erster Linie arbeiten und äussern sich solche Leute für Leute seinesgleichen und nicht für einfache Menschen, alias Untertanen. Sie liebedienern Ihresgleichen zuliebe. Sie wollen Ihresgleichen gefallen und ihnen einen Gefallen tun. Bei niemandem, wie bei Herrn Gauck, wird das deutlicher.

In seinen aktuellen Reden ruft Herr Gauck z.B. zu mehr Bereitschaft Deutschlands für Kriege auf, für eine aggressive Vorgehensweise Deutschlands auf der Welt, für ein tatkräftiges Einmischen mit Waffengewalt zur Durchsetzung eigener Interessen und der Interessen der befreundeten Staaten und Organisationen. Gauck verstehen weiterlesen

Globalisierung löst internationale Spannungen und Konflikte aus

Die Globalisierung bringt starke Veränderungen mit sich und dabei wird auch die Dominanz des Dollar ein paar Federn lassen müssen um nicht zu sagen sehr viele. Globalisierung bedeutet auch, dass die meisten Länder auf der Erde langsam aus der Pubertät in das Erwachsenenzeitalter kommen. Das erzeugt internationale Verschiebungen in ungeahnter Dimension. Natürlich auch die, die eigene Währung zu favorisieren. Globalisierung löst internationale Spannungen und Konflikte aus weiterlesen