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Den Bock zum Gärtner gemacht – Fachorganisation von Electrosuisse

Wie passt das zusammen? Ein AMAG CH (VW) Chef ist gleichzeitig Chef von e‘ mobile der Fachorganisation von Electrosuisse für „effiziente“ Fahrzeuge. Da hat man wohl den Bock zum Gärtner gemacht? Heute auf dem Energie-Gipfel hat er auch gleich unglaubliche Darstellungen veröffentlicht. U.a. in der Präsentation über die Darstellung „Well to Wheel“ die die Energieeffizienz von Elektroautos gegenüber Verbrennungsmotoren darzustellen. Natürlich vergisst Herr Dino Graf einfach mal die Herstellungs- und Beschaffungskosten und Energie.

Falsche Darstellung von „Well to Wheel“ !

Wenn man schon eine Energie-Bilanz als Vergleich zwischen Elektroauto und Verbrennungsmotor ziehen will, muss man alle Energie mit einbeziehen. Also auch die zur Beschaffung von Rohöl, Raffinerien, Schiffen die das Öl transportieren, bis hin zum Wirkungsgrad eines Autos.

Richtige Darstellung von „Well to Wheel“ !

 

  • Vergleicht man Elektroautos und Autos mit Verbrennungsmotoren, so ist die Beschaffung von Strom im Vergleich zu Öl um 70 % energiesparender.
  • Betrachtet man die Energie die man zur Herstellung von beiden Systemen benötigt sind Elektroautos um 50 % energiesparender.
  • Dazu muss man als dritte Komponente den Wirkungsgrad der beiden Systeme vergleichen. Da ist ein Elektroauto um 60 % besser als Verbrennungsmotoren.

Vorteile in Kosten, CO2 und Effizienz schlagen alle anderen Systeme

Das das auch so bei den Kosten und dem CO2 Verbrauch ist, braucht man nicht weiter erklären. Auch braucht man für Sonnen- oder Windenergie keine Verteilungskämpfe also keine Kriege führen. Alle wissenschaftlichen Prognosen beweisen, dass die Leistungsfähigkeit von Batterien in den nächsten Jahren um ein Zigfaches gesteigert werden. Auch die Herstellung und das Recycling von Batterien wird zunehmend umweltschonend, ja wenn nicht sogar umweltneutral geschehen. Tesla beweist das schon heute.

Elektroautos sind somit sogar noch energiesparender und umweltfreundlicher wenn der Strom nicht „sauber“ hergestellt wird. Dabei wurden noch nicht mal alle anderen Umwelteinflüsse untersucht. Wie z.B. Lärm, direkte Staub- und Partikelemissionen.

Es verwundert einen schon, dass auf solch einem Gipfel jemand solche halben Präsentationen verbreiten kann. Da kommt der Verdacht auf, dass der Herr ein „kleines“ Interessenkonflikt hat.

Kosten und Investoren werden sowieso den Ausschlag geben

Wer jetzt immer noch nicht überzeugt ist, dass Elektroautos das bessere Transportmittel ist, der wird hoffentlich von den wirtschaftlichen Fakts überzeugt werden.

  • Durch Elektroautos werden grosse Batterien zur Massenware und damit billiger.
  • Die Hersteller werden versuchen die Batterien immer leistungsfähiger zu machen, da das das Hauptargument gegen Elektroautos ist.
  • Für Investoren sind Elektro-Auto-Hersteller sehr lukrativ. Man kann in einen Markt von der Seite einsteigen. Mit wenig Geld kann man grosse Anteile kaufen. Und die Gewinnaussichten sind sehr gut.
  • Autozulieferer werden auf den Zug für Elektroautos aufspringen, weil sie Angst um Verluste bei der klassischen Industrie haben müssen (siehe Bosch).
  • Politische Entscheidungen in Asien und den USA werden dazu führen, dass Elektroautos favorisiert werden und somit deren Produktion und Kostenabbau gefördert werden.
  • Die Solarindustrie wittert neue, grosse Geschäfte, da man nun mit grossen Batterien auch in Häusern Strom speichern kann.
  • Schon jetzt steigen in den USA die Verkäufe für Solaranlagen mit PowerPacks (grossen Batterien) – siehe Tesla – pro Jahr um 10 %.
  • All das führt dazu, dass Strom zunehmend selber auch dem Dach erzeugt wird und sogar Überschüsse in das Netz zurück geführt werden können. Alle Häuser werden vernetzt.
  • Der Vorteil: Strom ist dann verfügbar wenn er gebraucht wird. Damit wird er billiger. Tony Seba ein angesehener US-Berater hat ausgerechnet, dass der Strompreis dadurch in den nächsten 3-4 Jahren um 4/5 fällt. Von ca. 20 Ct./kWh auf 4 Ct./kWh. Das sind Dimmensionen.

Schauen und hören Sie sich den Vortrag von Tony Seba an der Standford University an und beginnen Sie zu begreifen, was auf uns zukommt.

Medien verdrehen die Tatsachen und bestätigen die Richtigkeit Trumps Kritik

Der Souverän eine Landes in einer Demokratie ist das Volk, vertreten durch die Politik. Die Medien gerieren sich aber als seien sie der massgebende Ankerpunkt und wollen sogar noch über dem Präsidenten stehen. All ihre Kritik zeigt das auf. Wenn sie die vierte Macht im Lande tatsächlich sein wollen, dann muss man sie auch so behandeln dürfen. Dazu gehört, dass der Vertreter des Volkes sie zur Räson bringt und wieder dorthin befördert wo sie hin gehören. Mindestens hinter die Parlamente. Weiterhin wäre eine Offenlegung aller Bezüge von Journalisten, inkl. aller unentgeltlichen Zuwendungen ratsam. Auch die Beteiligungsverhältnisse von Medienunternehmen mit deren Hintermännern würde das Volk interessieren. Aber bitte nicht die geschönten Bilanzen! Auch sollten alle Tätigkeiten in NGOs oder Mitgliedschaften in Vereinen und Verbänden offen aufgedeckt werden. Einfach alles was auf einen Interessenkonflikt zu neutraler Berichterstattung hinweist. So wie das bei Politikern gefordert ist.

Wer gewinnt das geostrategische Schachspiel?

++ HDK-Analyse: Wer gewinnt das geostrategische Schachspiel? ++

Vor Monaten hatten wir mehrmals vor dieses Szenario gewarnt und wurden hier von einigen Usern nur müde belächelt: Die kurdischen Kräfte in Syrien wurden von der amerikanischen Regierung zu erst ausgenutzt und anschließend wie eine heiße Kartoffel fallengelassen. Doch dahinter steckt viel mehr.

Dass was zur Zeit in Syrien stattfindet, ist ein komplexes und schwer zu durchschauendes geostrategisches Schachspiel mit spannenden Wendungen und wechselnden Bündnissen. Denn hier geht es um alles. Es geht um die Beherrschung des Nahen Ostens und die globale Kontrolle über Handelswege, Bodenschätze und die Zukunft des Petrodollars. Der Überlebenskampf des US-Imperiums wird dabei leider auf dem Rücken der syrischen Bevölkerung ausgetragen.

Vor dem Krieg hatten eine Reihe von Staaten ein besonderes Interesse daran gehabt, den syrischen Präsidenten, Bashar al-Assad, zu stürzen und durch eine Marionette zu ersetzen. Hier die Übersicht der wichtigsten Verschwörer:

• Saudi Arabien
Mit einem möglichen Sturz Assad’s würde Saudi Arabien seinen Erzfeind – den Iran – schwächen.

• Katar
Katar und Iran teilen sich eines der größten Gasfelder der Welt. Wer zu erst das Gas abpumpen und via einer Pipeline nach Europa exportieren kann, hat „das Spiel“ sozusagen gewonnen. Zur Zeit müssen beide Akteure dieses Gas zu erst aufwendig und kostenintensiv verflüssigen lassen und dann mit Tankern an die Abnehmer transportieren. Wer zu erst die Pipeline baut, würde eine höhere Gewinnspanne haben und damit Wettbewerbsfähiger sein. Assad hat eine Katar-Pipeline durch syrisches Staatsgebiet abgelehnt und stattdessen dem Iran den Vorzug gegeben.

• USA
Die USA möchten Assad deshalb stürzen, weil er ein Verbündeter Russlands ist. Die USA betrachten Russland als die größte Gefahr für die Pläne einer unipolaren Neuen Weltordnung. Würde man Assad stürzen und die Katar-Pipeline realisieren, könnte man gezielt die russischen Gasexporte nach Europa trennen und Russland damit isolieren.

• Türkei
Auch die Türkei wollte von der Katar-Pipeline profitieren. Diese würde nämlich über die Türkei nach Europa verlaufen. Darüberhinaus plante die Türkei nach einem Sturz von Assad eine Wasser-Pipeline nach Israel. Diese sollte Wasser von der Türkei nach Israel befördern und das überleben des jüdischen Staates sichern.

• Israel
Israel möchte keine starken, fortschrittlichen oder unabhängigen Staaten in der näheren Umgebung haben. Syrien und der Iran (früher auch der Irak) könnten eine Gefahr für die israelische Vorherrschaft im Nahen Osten sein. Auch die mit Assad verbundene libanesische Hisbollah ist ein großes Ärgernis für Israel. Hinzu kommt noch, dass Israel die syrischen Golanhöhen – wo große Erdölvorkommen lagern – besetzt hält. Bei einem möglichen Sturz von Assad würde eine Marionette die Golanhöhen für immer an Israel abtreten.

• Großbritannien/Frankreich/Deutschland
Diese Staaten sind schon längst von der Finanzelite unterwandert und führen nur noch die Befehle aus. Diese treuen europäischen Marionetten können aber auch von den schrecklichen und blutigen Kriegen profitieren, indem sie Waffen exportieren, zerstörte Länder wieder aufbauen und Kredite an die jeweiligen Staaten vergeben dürfen. Darüberhinaus sind sie ohnehin verpflichtet, die Interessen von Israel zu schützen.

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All diese Akteure hatten also Motive um Syrien zu bekämpfen und all diese Akteure taten es auch! Verschiedene Terrorgruppen wurden mehr oder weniger ausgebildet, finanziert und bewaffnet nach Syrien geschickt. Die Medien dieser Staaten verbreiteten pausenlos Lügen und führten einen psychologischen Krieg gegen Syrien.

Aber Syrien war nicht alleine: Damaskus wurde zum einen von der libanesischen Hisbollah und zum anderen von den Iranern unterstützt. Und als Russland im Herbst letzten Jahres seinem Verbündeten zur Hilfe kam, war das „Spiel der Verschwörer“ endgültig zunichte gemacht worden.

Aber die Russen wollten noch einen Schritt weiter gehen und sich nicht nur auf den Kampf gegen die Terroristen konzentrieren. Sie wollten auch die Sponsoren der Terroristen spalten und gegeneinander ausspielen. Deswegen haben sie in Syrien nicht nur die Regierungstruppen unterstützt, sondern auch die kurdischen Milizen.

Die Kurden wurden zuvor von den Amerikanern nur sehr halbherzig unterstützt, um den NATO-Partner Türkei nicht ganz zu vergraulen. Als aber die russischen Kampfjets den Kurden sehr effektiv den Weg freigebombt haben und die YPG dadurch große Landgewinne gegen ISIS und Al-Kaida verzeichnen konnte, herrschte in Washington plötzlich Panikstimmung.

Denn die Russen waren gerade dabei den Nahen Osten nach ihren Interessen umzukrempeln und sogar die Kurden als langfristige Partner zu gewinnen. Aber mit der Unterstützung der Kurden wollte Moskau vor allem einen Keil zwischen den beiden NATO-Partnern Türkei und USA treiben. Und als die USA plötzlich anfingen die Kurden auf ihrer Seite zu ziehen und die Kurden wiederum sich schließlich für die USA als Partner (bzw. Schutzmacht) entschieden haben, hat Moskau das erreicht was es erreichen wollte – einen Streit zwischen zwei NATO-Partnern!

Anmerkung: Die Kurden haben sich deshalb für die USA als Partner entschieden, weil die Amerikaner ihnen ein Land versprochen hatten. Die Russen wollten den Kurden so ein Versprechen nicht geben und haben auf den Friedensprozess hingewiesen, wo all diese Fragen mit den anderen Volksgruppen ausgehandelt werden müssten. Damit waren die Kurden nicht zufrieden und sahen in den Amerikanern den besseren Partner.

Als die Kurden sich schließlich für die USA als Partner entschieden haben, hat Russland im März mit einem Teilabzug seiner Streitkräfte aus Syrien begonnen. Man wollte sich das anbahnende Spektakel zwischen den NATO-Partnern aus der Distanz ansehen. Aber der Teilabzug war auch ein Signal an die Türken, dass nicht die Russen an der Zerschlagung der Staaten in der Region arbeiten würde, sondern die Amerikaner.

Daraufhin begann Erdogan seinen außenpolitischen Kurs radikal zu ändern. Er suchte wieder die Nähe zu Russland, Iran und Syrien. In Washington war Erdogan deshalb zum Abschuss freigegeben, da man ihn nicht mehr gebrauchen kann. In der Türkei häuften sich die Terroranschläge (seltsamerweise ohne Bekenner-Schreiben) und auch ein Putschversuch des Militärs war eine Folge von Erdogan’s Kurskorrektur. Plötzlich bezichtigen die westlichen Medien Erdogan auch, Terroristen zu unterstützen, obwohl diese Tatsache schon seit Jahren bekannt war. Der Zeitpunkt dieser „neuen Enthüllungen“ und die plötzliche Medien-Hetze gegen Erdogan deuten auf einer Verstrickung der USA an den Putschversuch hin.

Vor kurzem besuchte Erdogan den russischen Präsidenten in Moskau. Öffentlich wurde über die wirtschaftlichen Projekte geredet. Über Syrien hat man nur hinter verschlossenen Türen gesprochen. Denn ab jetzt beginnt das richtige geostrategische Schachspiel. Keiner traut dem anderen über den Weg. Keiner weiß, wer am bluffen ist und wer ernst macht. Keiner weiß, wer mit wem, welche Abmachung getroffen hat.

Die Amerikaner waren nach dem missglückten Putschversuch in der Türkei verunsichert. Und nun wurden die Amerikaner auch noch von einem türkischen Einmarsch in Nordsyrien überrumpelt. Die Syrer und Russen verurteilten die Intervention nur halbherzig. Die Amerikaner mussten sehr schnell reagieren. Denn nochmal wollte man den Fehler wie in der Putschnacht, wo der Westen sich erst mit Erdogan solidarisch zeigte, als es sicher war, dass der Putsch scheitern würde, nicht wiederholen.

Deshalb haben die Amerikaner wenige Tage vor dem türkischen Einmarsch Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Sie ermunterten die Kurden die syrischen Regierungstruppen in Al-Hasaka anzugreifen. Damit wollten die Amerikaner eine Nummer sicher gehen und dieses Mal einen Keil zwischen den Russen/Syrern und den Kurden treiben. Die Amerikaner wussten nämlich zu dem Zeitpunkt schon, dass sie die Kurden fallen lassen und sich hinter der Türkei stellen werden. Nicht weil die Amerikaner die Türkei mögen, sondern weil ihnen nicht anderes übrig geblieben war. Die Russen und Türken hatten sich hinter verschlossenen Türen nämlich darauf verständigt, die Amerikaner aus dem Nahen Osten zu verbannen. Und hätten sich die USA hinter den Kurden gestellt, statt hinter den Türken, hätte Ankara einen Grund gefunden, aus der NATO auszutreten oder zumindest den Amerikanern den Zutritt in die NATO-Basis in Incirlik verweigern zu können. Die Amerikaner wollen aber die Türkei um jeden Preis in der NATO halten – zumindest bis ein kurdischer Staat entsteht.

Die USA wollen mit der öffentlichen Unterstützung der Türkei also lediglich Zeit gewinnen. Die Kurden hat man nicht nur wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen, man hat auch dafür gesorgt, dass sie keine Unterstützung aus Moskau und Damaskus erhalten sollen. Damit könnten die USA die Kurden zu einem späteren Zeitpunkt wieder ausnutzen. Der unnötige Angriff auf Al-Hasaka war für die Kurden im Nachhinein doppelt ärgerlich. Denn ausgerechnet jetzt, nach dem türkischen Einmarsch, hätten sie eine Luftunterstützung am meisten gebrauchen können.

Die Russen haben bei dem türkischen Einmarsch ein Auge zugedrückt. Denn jetzt kämpfen pro-amerikanische Kurden gegen pro-türkische Islamisten gegeneinander. Und die Türkei verhindert ein zusammenhängendes kurdisches Gebiet in Syrien. Denn der Plan der Amerikaner war es, einen kurdischen Staat zu errichten und damit die von Assad blockierten Pipeline-Projekte zu umgehen. Ein kurdischer Staat würde auch die anderen Staaten wie Türkei, Irak und Iran zerstückeln. Russland, Syrien, Irak, Iran und die Türkei haben in dieser einen Hinsicht deshalb ein großes Interesse daran, dass ein von den Amerikanern beherrschter kurdischer Staat scheitert.

Aber auch die Türkei spielt hier ein doppeltes Spiel: Sie wollen nicht nur ein zusammenhängendes kurdisches Gebiet in Nordsyrien verhindern, sondern selbst Einfluss in der Region gewinnen. Die Russen werden den Türken deshalb wahrscheinlich vorab eine Linie eingezeichnet haben, in der sie operieren dürfen. Da in diesem Spiel niemand mehr den Türken traut, mischt sich nun auch China in den Syrienkonflikt ein. Denn die Türkei unterstützt immer mehr chinesische Uiguren, die in Syrien für Al-Kaida kämpfen und eine Gefahr für die innere Sicherheit Chinas darstellen könnten.

Auch die Amerikaner spielen ein doppeltes Spiel: Öffentlich forderten sie die Kurden auf, die Gebiete westlich des Euphrats zu verlassen. Hintenrum könnten die Amerikaner dennoch die Kurden gegen die Türken unterstützen.

Dieses Chaos in Nordsyrien verschafft den Syrern und Russen zumindest die Gelegenheit, in der strategisch wichtigen Stadt Aleppo (wichtigster Knotenpunkt) für klare Verhältnisse zu sorgen. Denn nur wer die Millionenmetropole kontrolliert, kann den Krieg auch gewinnen. Und die syrische Armee ist gerade dabei den Krieg zu gewinnen.

Die Kurden müssen jetzt schauen, ob sie auch weiterhin mit den »amerikanischen Verrätern« zusammenarbeiten wollen, oder sich stattdessen neuen Partnern zuwenden werden. Es kommt auch darauf an, wer ihnen im Geheimen weiterhin die Treue hält. Aber der Westen hat bereits jetzt einen ungeheuren Image-Schaden erlitten. Und Putin hat den Amerikanern einmal mehr die Maske vom Gesicht gezogen.

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Der Ausgang dieses Konflikts in Syrien wird globale Auswirkungen haben. Sollten Damaskus und Moskau erfolgreich sein und die im Geheimen vom Westen unterstützten Terroristen ein für alle mal besiegen, wäre der große Plan der amerikanischen Elite, den Nahen Osten zu beherrschen und Russland von diesen trennen, gescheitert.

Und auch das Vertrauen in die Amerikaner schwindet jeden Tag zunehmend. Die Russen bieten sich dagegen als glaubhafte und vertrauenswürdige Schutzmacht an, die ihre Partner nicht wie »heiße Kartoffeln« fallen lassen. Sollten immer mehr Länder dem Beispiel Syriens folgen und sich von den Russen, statt von den Amerikanern beschützen lassen, könnte auch der Petrodollar bald Geschichte werden.

Die USA haben über 19 Billionen Dollar Schulden (das sind lediglich die Staatsschulden) und halten ihre Wirtschaft und den großen weltweiten Militärapparat nur noch dadurch am laufen, in dem sie weitere Schulden machen – indem sie unendlich viele Dollar drucken. Das können die Amerikaner solange machen, solange die Weltgemeinschaft den Dollar als Handelswährung benötigt. Würden die Staaten im Nahen Osten ihr Öl nicht mehr in Dollar verkaufen, würde keiner mehr auf der Welt den Dollar als Leitwährung akzeptieren. Und dadurch, dass die Geldmenge in den USA ungebremst steigt, würde in so einem Fall der Dollar praktisch über Nacht immens an Wert verlieren – höchstwahrscheinlich sogar komplett zusammenbrechen und für ein weltweites Finanzchaos sorgen. Dieses Schneeballsystem wäre dann vorüber und der Westen könnte dann nicht mehr so leicht wie in der Vergangenheit ärmere Länder ausbeuten und beherrschen. Aber es ist das mächtige US-Militär mit ihren weltweiten Basen und zahlreichen Flugzeugträgern, die es den Staaten im Nahen Osten nicht gestattet, eine andere Währung zum Verkauf ihrer Bodenschätze zu verwenden. Der Irak und Libyen wurden für dieses Vorhaben bereits in die Steinzeit zurückgebombt. Syrien und Iran versuchen sich nun auch vom Dollar zu lösen. Nur dieses Mal gibt es für dieses Vorhaben Rückendeckung aus Russland und nun auch aus China.

Dieser gerade stattfindende »Weltkrieg« wird nicht nur auf dem militärischen Schlachtfeld ausgetragen. Es ist vor allem ein Finanz- und Medienkrieg. Und der findet vor allem in Europa statt. Die amerikanische Elite will die Europäer unbedingt daran hindern, dass sie sich mit den Russen verbünden und ihre friedliche Zukunft – ohne den US-Dollar – frei gestalten können. Sollten die Amerikaner fallen, werden sie Europa mit ins Chaos stürzen.

Die Flüchtlingskrise und die Sanktionspolitik zeigen, dass die EU noch immer keine unabhängige Politik betreibt. Der Krieg gegen Syrien, die Sanktionen gegen Russland und die Verwendung des US-Dollar als Leitwährung bringt uns Europäern nur Nachteile und dennoch machen wir bei dem Spiel mit. Weil wir über die wahren Gründe durch die Medien angelogen werden und unsere Regierungen gekauft sind.

Eine faire und sichere Welt können wir nur dann erreichen, wenn wir diese Ungerechtigkeiten beenden. Dieses Schneeball-Geldsystem und die Ausbeutung ärmerer Länder muss endlich ein Ende haben. Kluge Köpfe müssen sich an einen gemeinsamen Tisch setzen und Lösungen ausarbeiten, wie wir eine Weltwirtschaft errichten können, die nicht auf stetiges Wachstum angewiesen sein muss. Stetiges Wachstum in einer Welt mit begrenzten Ressourcen führt immer automatisch in eine Sackgasse und zerstört unsere natürliche Umgebung. Der Zins und Zinseszins sorgt dafür, dass Kapital von unten nach oben getragen wird und sich bei einigen Wenigen konzentriert. Soziale Ungerechtigkeit und steigende Armut sind die Folgen. Staaten und Völker werden gezwungen sich gegenseitig zu bekämpfen, um in dieser Welt zu überleben. Die Teufels-Kreislauf von Krieg > Zerstörung > Wiederaufbau > Kredite vergeben > Staaten abhängig machen > und wieder Krieg führen, macht diese kleine Elite, die für all das Verantwortlich ist, nur noch mehr reicher und mächtiger. Und dieser ganze Kreislauf soll von den wahren Ursachen ablenken und uns mit diesen Problemen anderweitig beschäftigen. Jeder von uns ist ein kleines Rad in diesem großen und komplexen System. Und die Medien sorgen dafür, dass wir keine eigene Meinung mehr besitzen und immer diejenigen bekämpfen, die an dieses System rütteln wollen.

In Syrien wird sich das Schicksal der ganzen Welt entscheiden. Und die Medien werden weiterhin alles versuchen das wahre Bild zu verzerren und uns Terroristen als das kleinere Übel verkaufen. Alles im Interesse dieser oben beschriebenen kleinen Elite.

Achtung: Sollte Putin mit dem Vorhaben, den US-Dollar zu Fall zu bringen, erfolgreich sein, könnte das für einen gewissen Zeitraum die Weltwirtschaft lahmlegen. Es könnte auch zu Versorgungsengpässen oder zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen in europäischen Städten führen. Vielleicht wird die USA ihren eigenen Untergang als Weltmacht und die zerstörten Pläne einer unipolaren Neuen Weltordnung nicht hinnehmen und einen neuen Krieg entfachen. Deshalb sollte jeder für sich Privat vorsorgen und ausreichend Nahrung und Wasser zur Verfügung haben. Es gibt eine ganze Reihe von möglichen Szenarien die eine solche Vorsichtsmaßnahme sinnvoll erscheinen lässt. Etwa eine Woche könnte sich die heimische Wirtschaft von Global auf Regional umorientieren und die notwendigste Versorgung sicherstellen. Auch könnten Terrorattacken zum Beispiel die Trinkwasser-Quellen vergiften oder ähnliches Unheil anrichten. Darüberhinaus wird auch der Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen im kommenden November wichtig für uns sein. Mit Clinton wird die USA wahrscheinlich den Verlust des Weltmachtstatus nicht hinnehmen und einen Weltkrieg entfachen versuchen. Trump könnte hingegen eine multipolare Weltordnung akzeptieren.

In den letzten Abschnitten dieses Beitrags steckt viel Spekulation. Wir lagen zwar in der Vergangenheit sehr oft mit unseren Einschätzungen und Prognosen richtig, aber was uns in Zukunft erwartet, ist noch völlig offen. Deshalb sollte dieser Beitrag hier lediglich die Augen öffnen und zum Nachdenken anregen.

Die wahre, aktuelle Lage in Syrien

Ein Beitrag von „Hinter den Kulissen„,  den wir uneingeschränkt teilen.

Entscheidend ist in den nächsten Tagen, ob man den Nachschubweg an Waffen und Material aus der Türkei an den IS und die Rebellen abschneiden kann.

Aktuelle Lage in SyrienDen vor Monaten von „Hinter den Kulissen“ für Ende September prognostizierte Kriegseintritt Russlands in den Syrienkonflikt, hat sich bewahrheitet. Die Entscheidung der russischen Regierung ist bereits damals gefallen, als die türkische Regierung mit der Planung einer Puffer- und Flugverbotszone für Syrien begann. Wenn Russland diesem Vorhaben nicht zuvor gekommen wäre, dann hätte Syrien den Krieg gegen die verschiedenen Terrorgruppen mit Sicherheit verloren und Europa müsste dann erst recht mit vielen Millionen Flüchtlingen rechnen. Die jetzige Flüchtlingswelle wäre dagegen sogar noch harmlos gewesen. Die wahre, aktuelle Lage in Syrien weiterlesen

Wie die USA seit einem Jahrhundert eine Kooperation zwischen Deutschland und Russland verhindern

Bildschirmfoto 2015-03-15 um 18.08.31Zitat: „Für die Vereinigten Staaten ist das Hauptziel, dass sich deutsches Kapital und deutsche Technologie sowie russische Rohstoff-Ressourcen und russische Arbeitskraft nicht zu einer einzigartigen Kombination verbinden, die die USA seit einem Jahrhundert zu vermeiden versucht„.

Bildschirmfoto 2015-03-15 um 18.22.09Zitat: „Nun, wer mir die Antwort darauf geben kann, was die Deutschen in dieser Situation tun werden, der kann mir auch sagen, wie die nächsten 20 Jahre Geschichte aussehen werden„.

Zitat: „Aber unglücklicherweise müssen die Deutschen immer wieder eine Entscheidung treffen. Und das ist das ewige Problem Deutschlands“.

Hier der Text des Interviews (Ausschnitt des Gesamtvideos), übersetzt von H.-J. Müller einem Leser der Nachdenkseiten.de,  vielen Dank beiden Organisationen:

Kein Ort kann auf Dauer friedlich bleiben. Auch die USA nicht, ich meine, wir (USA) werden von Kriegen begleitet bzw. betroffen. Europa wird, wie ich vermute, zwar nicht zu den großen Kriegen zurückkehren, aber es wird wieder zum menschlichen Normalfall zurückkehren: es wird seine (ihre) Kriege haben, seine (ihre) Friedenszeiten, und sie (die Europäer) werden ihre Leben leben. Es wird keine 100 Millionen Tote geben, wie im letzten Krieg, aber die Idee von der europäischen Auserwähltheit, wie ich denke, wird dazu beitragen.
Es wird Konflikte in Europa geben, es gab schon Konflikte, in Jugoslawien und jetzt auch in der Ukraine. Europas Beziehungen zu den Vereinigten Staaten – wir haben keine Beziehungen mit „Europa“. Wir haben Beziehungen mit Rumänien, wir haben Beziehungen mit Frankreich, aber es gibt kein „Europa“, mit dem die USA Beziehungen haben.

Der Islam ist ein Problem für die Vereinigten Staaten, aber keine existenzielle Bedrohung. Man muss sich damit befassen, man muss sich damit angemessen befassen. Wir haben andere außenpolitische Interessen. Das Hauptinteresse der US-Außenpolitik während des letzten Jahrhunderts, im Ersten und Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Weil vereint sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen kann. Unser Hauptinteresse galt sicherzustellen, dass dieser Fall nicht eintritt.

Wenn sie ein Ukrainer sind, werden sie Ausschau danach halten, wer Ihnen als einziger helfen kann – und das sind die Vereinigten Staaten. Letzte Woche, oder etwa vor 10 Tagen war der Oberbefehlshaber der amerikanischen Bodentruppen in Europa General Ben Hodges zu Besuch in der Ukraine. Er kündigte dort an, dass die US-Militärberater in die Ukraine demnächst offiziell kommen sollen. Eigentlich hat er dort die Medaillen an die ukrainischen Kämpfer verteilt, was das militärische US-Protokoll verbietet, dass die Medaillen an Ausländer verliehen werden. Doch er tat das, weil er damit zeigen wollte, dass die ukrainische Armee seine Armee ist. Dann ging er weg. Und die Vereinigten Staaten liefern baltischen Staaten Waffen, Artillerie und andere Militärausrüstung – den baltischen Staaten, Rumänien, Polen und Bulgarien – das ist ein sehr interessanter Punkt. Und gestern haben die Vereinigten Staaten angekündigt, dass sie vorhaben, die Waffen in die Ukraine zu liefern, das wurde dementiert, aber sie tun das, die Waffen werden geliefert. Und bei all diesen Handlungen agieren die Vereinigten Staaten außerhalb der NATO. Weil die NATO Entscheidungen müssen von allen NATO Mitgliedern einstimmig getroffen werden. Der Punkt bei der ganzen Sache ist, dass die USA ein „Cordon Sanitaire“, ein Sicherheitsgürtel um Russland herum aufbauen. Und Russland weiß es.

Russland glaubt, die USA beabsichtigen die Russische Förderation zu zerschlagen. Ich denke, wir wollen sie nicht töten, sondern sie nur etwas verletzen bzw. Schaden zufügen. Jedenfalls sind wir jetzt zurück zum alten Spiel. Und wenn sie einen Polen, Ungarn oder Rumänen fragen, sie leben in einer ganz anderen Welt als die Deutschen, und die Deutschen leben in einer ganz anderen Welt als die Spanier, also herrscht Uneinigkeit in Europa. Aber was die Ukrainer bevorzugen werden, das werde ich Ihnen genau sagen: Sie werden versuchen, das Zischen seitens der USA zu vermeiden.

Die Vereinigten Staaten aus ihrem fundamentalen Interesse kontrollieren alle Ozeane der Welt. Keine andere Macht hat das jemals getan. Aus diesem Grund intervenieren wir weltweit bei den Völkern, aber sie können uns nicht angreifen. Das ist eine schöne Sache. Die Aufrechterhaltung der Kontrolle über die Ozeane und im Weltall begründet unsere Macht. Der beste Weg die feindliche Flotte zu besiegen ist zu verhindern, dass diese gebaut wird. Der Weg, den die Briten gegangen sind, um sicherzustellen, dass keine europäische Macht die Flotte bauen konnte, ist, dass die Europäer einander bekämpften. Die Politik, die ich empfehlen würde, ist die, die Ronald Reagan angewendet hat, im Iran und Irak. Er unterstützte beide Kriegsseiten, sodass sie gegeneinander kämpften (Iran-Irak-Krieg 1980-88) und nicht gegen uns. Es war zynisch, es war nicht moralisch vertretbar, aber es funktionierte.

Und das ist der Punkt: die Vereinigten Staaten sind nicht in der Lage, ganz Eurasien zu okkupieren. In dem Moment, wo unsere Stiefel den Boden berühren, sind wir demographisch zahlenmäßig unterlegen. Wir können eine Armee zerschlagen, aber wir sind nicht in der Lage den Irak zu besetzen. Die Idee, dass 130 000 US Soldaten würden ein Land mit 25 Millionen Menschen okkupieren…Das Verhältnis zwischen der Anzahl der Polizisten und der Einwohner von New York ist größer, als das Verhältnis von US Soldaten und der irakischen Bevölkerung war. Also sind wir nicht in der Lage, überall militärisch zu intervenieren, aber wir sind in der Lage, erstens, die gegeneinander kämfpende Mächte zu unterstützen, damit sie sich auf sich selbst konzentrieren können. Zweitens sie zu unterstützen, politisch, finanziell, militärisch und Waffen liefern und US Berater hinschicken. Und in außerordentlichen Fällen, wie wir in Japan vorgegangen sind, nein auch in Vietnam, im Irak und in Afghanistan mit Präventivschlägen („spoiling attacks“) intervenieren.

Die Taktik der Präventivschläge beabsichtigt nicht den Feind zu besiegen, sondern sie verfolgt das Ziel den Feind aus der Balance zu bringen. Das versuchen wir in jedem Krieg, wie z. B. in Afghanistan, dort brachten wir Al Qaida aus der Balance. Das Problem das wir haben, seid wir so jung und dumm sind, ist, dass wir die Feinde aus der Balance bringen, anstatt zu sagen, „wir haben den Job gut gemacht, lasst uns nach Hause gehen“, sagen wir: „Mann das war aber leicht, lasst uns hier noch eine Demokratie aufbauen“. Das war der Moment unserer Geistesschwäche, von der wir befallen wurden.

Deshalb, die Antwort darauf lautet, die USA können nicht überall in Eurasien militärisch intervenieren. Man muss selektiv intervenieren und möglichst selten. Eine militärische Intervention stellt für uns einen Sonderfall dar, die letzte Möglichkeit, wir können nicht schon im ersten Schritt die US-Truppen aussenden. Aber wenn wir US Truppen ausschicken, dann, und das haben wir aus der Erfahrung schon klar verstanden, muss die Intervention eigeschränkt erfolgen, und nicht gigantische Ausmaße erreichen.

Hoffentlich haben wir das für dieses Mal verstanden, für gewöhnlich dauert es eine Weile, wenn die Kinder im Unterricht lernen. Aber sie haben absolut recht, wir als ein Imperium können das (überall intervenieren) nicht tun. Die Briten haben damals Indien nicht okkupiert, sie haben einfach die einzelnen Staaten Indiens genommen und ließen sie gegeneinander kämpfen. Die Briten haben britische Offiziere bei der indischen Armee installiert. Die alten Römer haben auch keine Truppen in entlegene Regionen außerhalb des römischen Imperiums entsandt, sondern sie haben prorömische Könige dort eingesetzt. Diese Könige wurden durch Rom eingesetzt, die im Dienste für das römische Imperium in anderen Ländern regierten, und diese Könige waren verantwortlich für die Aufrechterhaltung des (prorömischen) Friedens an den Grenzen des Imperiums. So war es z. B. bei dem Parther-Reich. Also Imperien, welche versuchen direkt in okkupierten Gebieten zu regieren, solche Imperien scheitern, wie es mit dem Nazi Imperium der Fall war. Weil niemand hat soviel Macht um direkt zu regieren. Da muss man schon klug vorgehen.

Wie auch immer, unser Problem ist jetzt nicht das, sondern, das bedeutet eigentlich, dass wir ein Imperium als solches sind. Wir sollten aber deswegen nicht denken, dass wir uns entspannen können, nach Hause gehen und uns über nichts mehr sorgen machen. Wir sind erst etwa im dritten Kapitel des Buches.

Die Frage, die jetzt für die Russen auf dem Tisch ist, ob man die Ukraine als eine Pufferzone zwischen Russland und dem Westen haben will, die wenigstens neutral bleiben wird, oder wird der Westen soweit in die Ukraine vordringen, dass der Westen (NATO) nur 100 km von Stalingrad und 500 Km von Moskau entfernt sein wird. Für Russland stellt der Status der Ukraine eine existenzielle Frage dar. Und die Russen können bei dieser Frage nicht einfach so weg gehen, loslassen. Für die USA gilt, wenn Russland sich an der Ukraine weiterhin hängt, werden werden Russland stoppen.

Deshalb starten die USA solche Maßnahmen, wie über sie kürzlich General Hodges, der für Blamagen bekannt ist, gesprochen hat, und zwar über Eingreiftruppen in Rumänien, Bulgarien, Polen und den baltischen Staaten. Damit begründet man das Intermarum („Zwischenmeer-Land“) das Territorium zwischen dem Schwarzen Meer und der Ostsee, diese Konzept arbeitete Pilsudski aus. Und das ist die von der USA bevorzugte Lösung.

Und die Sache auf die wir keine Antwort parat haben, ist die Frage, was wird Deutschland in dieser Situation unternehmen. Die reale unbekannte Variable in Europa sind die Deutschen, wenn die USA diesen Sicherheitsgürtel aufbauen, nicht in der Ukraine, sondern zu dem Westen und der Einfluss der Russen in der Ukraine wird schwinden – wir wissen nicht wie die deutsche Haltung ausfallen wird.

Deutschland befindet sich in einer sehr eigenartigen Lage. Der ehemalige Bundeskanzler G. Schröder ist im Aufsichtsrat von Gazprom. Die Deutschen haben ein sehr komplexes Verhältnis zu den Russen. Die Deutschen wissen selbst nicht was sie tun sollen. Sie müssen ihre Waren exportieren, die Russen können ihnen ihre Waren abnehmen. Andererseits verlieren sie die Freihandelszone, die sie brauchen um andere Sachen aufzubauen. Für die USA ist das Hauptziel, dass russisches Kapital, russische Technologien… ich meine deutsches Kapital und deutsche Technologien und die russischen Rohstoff Ressourcen und die russische Arbeitskraft zu einer einzigartigen Kombination verbinden, die die USA seit einem Jahrhundert zu verhindern versuchen.

Also wie kann man das erreichen, dass diese deutsch-russische Kombination verhindert wird. Die USA ist bereit, mit ihrer Karte diese Kombination zu schlagen: das ist die Linie zwischen dem Baltikum und dem Schwarzen Meer. Für die Russen ist die entscheidende Frage, dass die Ukraine ein neutrales Land wird, kein prowestliches. Weißrussland ist hier eine andere Frage. Nun, wer mir eine Antwort darauf geben kann, was die Deutschen in dieser Situation tun werden, der kann mir auch sagen, wie die nächsten 20 Jahre Geschichte aussehen werden. Aber unglücklicherweise müssen die Deutschen immer wieder eine Entscheidung treffen. Und das ist das ewige Problem Deutschlands. Deutschland ist wirtschaftlich enorm mächtig, aber gleichzeitig geopolitisch sehr zerbrechlich, und sie wissen niemals, wie und wo sie ihre Exporte verkaufen können. Seit 1871 war das immer –„die deutsche Frage“. Und die Frage Europas.

Denken sie über die „deutsche Frage“ nach, welche jetzt wieder mal aufkommt. Das ist die nächste Frage die wir stellen müssen, was wir aber nicht tun, weil wir nicht wissen, was die Deutschen tun werden.

Und aus der Russischen Perspektive !

Diplomatie-Bemühungen Merkels & Holland alles nur Show?

verhandlungSeit die Separatisten in der Ukraine auf dem Vormarsch sind, ist im Westen eine rege Betriebsamkeit zu bemerken. Auf einmal beginnen Merkel und Holland durch Reisediplomatie für neue Verhandlungen mit Russland zu werben.

Interessant ist, das inhaltlich dabei nichts Neues auf dem Plan steht. Merkel und Holland reisen zwar wie die Verrückten um die Welt und halten Reden, aber substanziell kommt dabei nichts raus.

Jetzt ist ein neuer Verhandlungstermin mit Putin angesetzt. Laut Medien soll er am Mittwoch den 11.2.2015 stattfinden. Das scheint aber eine einseitige Vorstellung des Westen zu sein. Denn Putin hat in seinen Reden in den letzten Tagen immer gesagt, es kommt nur zu weiteren Verhandlungen, wenn es neue Ergebnisse gibt. Mit neuen Ergebnissen sind die Verhandlungen zwischen Kiew und den Separatisten und die Angebote aus dem Westen gemeint. Diplomatie-Bemühungen Merkels & Holland alles nur Show? weiterlesen

Mit wem darf Europa befreundet sein?

Bildschirmfoto 2015-01-21 um 11.16.26Von Gordian Hense

Diese Frage muss man stellen, wenn man die heutige politische und mediale Landschaft im Westen analysiert. Wir fassen die Vorgaben der Medien und der Politik in der westlichen Welt einmal zusammen.

  • Der Terrorismus ist von der arabischen / moslemischen Welt geschaffen
  • Seit 9/11 hat die islamische Welt den Terrorismus ausgebaut
  • Seit 9/11 hat die islamische Welt den Terrorismus nach Europa getragen
  • Alle Araber und Moslems sind böse Menschen und bedrohen die Welt
  • Russland ist ein böses und diktatorisches Land
  • Putin ist ein böser Diktator
  • Alles was aus Russland kommt oder mit Russland zu tun hat ist böse
  • Russland ist verantwortlich dafür, dass im Westen immer mehr arm werden
  • Russland ist verantwortlich dafür, dass es bald Krieg gibt
  • China ist ein böses und diktatorisches Land
  • Chinesischer Politiker sind böse Diktatoren
  • Alles was aus China kommt oder mit China zu tun hat ist böse
  • China ist verantwortlich dafür, dass im Westen immer mehr arm werden
  • China ist verantwortlich dafür, dass es bald Krieg gibt
  • Der Iran ist ein böses und diktatorisches Land
  • Iranische Politiker sind böse Diktatoren
  • Alles was aus Iran kommt oder mit Iran zu tun hat ist böse
  • Iran ist verantwortlich dafür, dass im Westen immer mehr arm werden
  • Iran ist verantwortlich dafür, dass es bald Krieg gibt

Diese Liste kann man sicher noch um das eine oder andere Land erweitern. Jedenfalls ist das der Tenor, auf den die Medien und Politiker im Westen gedrillt sind. Das ist aber die Denkweise der USA und Israel und hat mit einer eigenständigen Denkweise der Europäer nichts zu tun.

Vor dem ersten Weltkrieg war Russland und Europa eng befreundet und der Austausch in Kultur und Wirtschaft fördertet beide Regionen. Das Vertrauen gegenseitig war gross.

Über viele Jahrzehnte war die Freundschaft Europas, aber besonders Deutschlands, mit den Arabischen Ländern sehr gross. Der Austausch in Kultur und Wirtschaft förderte beide Regionen. Das Vertrauen gegenseitig war gross. Mit wem darf Europa befreundet sein? weiterlesen

US-Berater ruft Europa zum Schuldenmachen für einen Krieg auf !!

14008936145_7f47f9c396_z1Zbigniew Brzeziński hat 1997, zusammen mit anderen Beratern der US-Regierung, seine Doktrin zu Erhaltung der Weltherrschaft vorgelegt. Seit dem führt die jeweilige US-Regierung, egal welcher Präsident und welche Partei an der Macht war und ist, genau diesen Plan durch.

Ein Punkt ist, das man Russland und China von Europa trennen möchte. Da ein vereintes Europa/Russland/China (ERC) zusammen die mächtigste Region würde, die es je gab. Mächtiger als die USA es je war.

Der Krieg in der Ukraine, der durch einen von den USA bezahlten Putsch entstand, ist ein wichtiger Baustein der gesamten Doktrin. US-Berater ruft Europa zum Schuldenmachen für einen Krieg auf !! weiterlesen

Oh du schreckliche Merkel-Zeit!

Von Evelyn Hecht-Galinski

Alle Jahre wieder erreichen uns schlimmere Nachrichten aus aller Welt. Aber in keinem Jahr, wie diesem, schien mir die Aggressivität der offiziellen deutschen Politik so evident wie 2014. Merkel und Co. haben uns gegen die USA in die Heloten-Rolle getrieben. Wir sind zu öffentlichen Sklaven verkommen, die zwar in der Bundesrepublik sesshaft sein dürfen, Steuern bezahlen müssen, aber ansonsten nach den Wahlen die Politik abnicken zu haben.

Wird nicht inzwischen bewusst ein Krisenszenario inszeniert, nur um uns immer mehr in die Abhängigkeit der USA zu zwängen? Nicht Friedenstiftende Maßnahmen sind mehr gefragt, sondern allein unsere “gemeinsamen” geopolitischen Interessen werden betrieben.
Verfolgen wir nicht eine verwerfliche Politik der Unmoralität, der Wirtschaftskriege, Sanktionen und Regime Change, nur um Länder unseren Vorstellungen und Nutzen zu unterwerfen? Oh du schreckliche Merkel-Zeit! weiterlesen

Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!

Original Aufruf im Wortlaut

Niemand will Krieg. Aber Nordamerika, die Europäische Union und Russland treiben unausweichlich auf ihn zu, wenn sie der unheilvollen Spirale aus Drohung und Gegendrohung nicht endlich Einhalt gebieten. Alle Europäer, Russland eingeschlossen, tragen gemeinsam die Verantwortung für Frieden und Sicherheit. Nur wer dieses Ziel nicht aus den Augen verliert, vermeidet Irrwege.

Der Ukraine-Konflikt zeigt: Die Sucht nach Macht und Vorherrschaft ist nicht überwunden. 1990, am Ende des Kalten Krieges, durften wir alle darauf hoffen. Aber die Erfolge der Entspannungspolitik und der friedlichen Revolutionen haben schläfrig und unvorsichtig gemacht. In Ost und West gleichermaßen. Bei Amerikanern, Europäern und Russen ist der Leitgedanke, Krieg aus ihrem Verhältnis dauerhaft zu verbannen, verloren gegangen. Anders ist die für Russland bedrohlich wirkende Ausdehnung des Westens nach Osten ohne gleichzeitige Vertiefung der Zusammenarbeit mit Moskau, wie auch die völkerrechtswidrige Annexion der Krim durch Putin, nicht zu erklären.

In diesem Moment großer Gefahr für den Kontinent trägt Deutschland besondere Verantwortung für die Bewahrung des Friedens. Ohne die Versöhnungsbereitschaft der Menschen Russlands, ohne die Weitsicht von Michael Gorbatschow, ohne die Unterstützung unserer westlichen Verbündeten und ohne das umsichtige Handeln der damaligen Bundesregierung wäre die Spaltung Europas nicht überwunden worden. Die deutsche Einheit friedlich zu ermöglichen, war eine große, von Vernunft geprägte Geste der Siegermächte. Eine Entscheidung von historischer Dimension. Aus der überwundenen Teilung sollte eine tragfähige europäische Friedens- und Sicherheitsordnung von Vancouver bis Wladiwostok erwachsen, wie sie von allen 35 Staats- und Regierungschefs der KSZE-Mitgliedsstaaten im November 1990 in der „Pariser Charta für ein neues Europa“ vereinbart worden war. Auf der Grundlage gemeinsam festgelegter Prinzipien und erster konkreter Maßnahmen sollte ein „Gemeinsames Europäisches Haus“ errichtet werden, in dem alle beteiligten Staaten gleiche Sicherheit erfahren sollten. Dieses Ziel der Nachkriegspolitik ist bis heute nicht eingelöst. Die Menschen in Europa müssen wieder Angst haben. Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen! weiterlesen