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Sind Deutsche unfreundlich?

Durch die Globalisierung, durch internationale Möglichkeiten ziehen immer mehr Menschen in andere Länder und leben dort. Aber auch Besuche, Reisen und kleine Trips bringen die Menschen immer mehr auf der Welt zusammen. Die heutige Internationalisierung hat das möglich gemacht. Es gab noch nie so viele Völkerbewegungen, Reisen oder Besuche in andere Länder wie heute. Kulturen werden vermischt und Familien gegründet.

Einigen Zeitgenossen fallen dabei die kulturellen Unterschiede auf. Oft werden sie an bestimmten Dingen, wie der Sprache, dem Essen, dem Verhalten oder der Kleidung ausgemacht. Deutsche essen Kalbshaxen, Briten Porridge, Amerikaner Burger, Italiener Pizza und alle Asiaten Reis. Briten haben eine weiss-rötliche Haut und bekommen schnell Sonnenbrand, Französische Frauen sind alle bildhübsch, Amerikaner sind zu allem was passiert freundlich – ausser man greift ihren Staat und Habitus an, Russen sind laut und werfen mit Geld nur so um sich. Asiaten sind klein und laut. Alles wird in Vorurteile gepackt.

Wer viel gereist ist und die Menschen kennt weiss, dass das alles dümmliche Vorurteile sind. Die Liste kann man beliebig erweitern. Deutsche reservieren Liegestühle mit ihrem Handtuch, Schweizer essen den ganzen Tag Käse und man versteht sie nicht. Aber in der Regel gelten die alten Vorurteile nicht mehr oder nur noch partiell.

Warum sollte das also in der Betrachtung ob Deutsche, Engländer oder Schweizer freundlich oder unfreundlich sind anders sein? Die Definition was freundlich ist obliegt da immer dem Betrachter. Wenn ich lese, dass Amerikaner Deutsche für unhöflich halten und das dann mit Beispielen begründen, frage ich mich immer wer diese Regeln aufgestellt hat – wann muss man freundlich sein und was ist freundlich?

Ich habe in all diesen Ländern, als Deutscher, genau so viel Freundlichkeit wie Unfreundlichkeit erfahren. Ob das eine französische Bedienung in Paris war oder eine Verkäuferin in einem Shop in New York. In Frankreich wurde ich verprügelt, weil ich Deutscher war und in England aus einem Pub geworfen. Hab ich ihnen das übel genommen? Nein. Weil ich ein Deutscher bin, der nicht so zart besaitet ist, wie manch andere Kulturen anscheinend. Ich weiss über unsere Vergangenheit und kann die verschiedenen menschlichen Schichten und Sichtweisen einschätzen. Und das ist der erste Schritt zu Toleranz, also auch verstehen wollen, was freundlich oder unfreundlich ist.

Wie viel weiss ein Amerikaner über die Geschichte der Deutschen, wenn er nach Deutschland kommt? Weiss er das die letzten vier Generationen im Krieg gelitten haben. Verhungert sind, ermordet wurde und mit Ellenbogen um den letzten Brotkrumen auf Leben und Tod gekämpft haben. Mit voller Hose lässt sich gut furzen, sagt man. Die USA haben mit Ausnahme des Bürgerkriegs keine Kriege auf ihrem Territorium erlebt. Selbst der Bürgerkrieg fand nur in Teilen des Landes statt. Deutschland kann sich erst seit den 1990ger Jahren, nach der Wiedervereinigung, wirklich frei entwickeln. Seit 1913 war es mit Kriegen, Hungersnöte, Arbeitslosigkeit und politischer Zerrissenheit überzogen. 77 Jahre. Die dabei erlebten Gräueltaten, schrecklichen Erlebnissen und Schwierigkeiten leben in den folgenden Generationen weiter. Auch wenn die anderen davor bereits gestorben sind. Kinder übernehmen die meisten Dinge von ihren Eltern – auch die Freundlichkeit und deren Definition, wann man freundlich zu sein hat und wann nicht.

In den USA gibt es seit hunderten von Jahren einen Common Sense wie man höflich und freundlich zu sein hat. Und das wurde über lange Zeit allen sozialen Schichten eingetrichtert. Wie ein Schauspieler seine Rolle lernt, so haben Amerikaner ihre Sprüchlein gelernt. Das „How are You“ ist doch schon immer eine Floskel gewesen. Die wenigsten wollen doch nicht wirklich wissen wie es dem Gegenüber geht? Ich persönlich habe das immer als „Verarsche“ empfunden. Ich mache mir heute noch den Spass daraus, dem Gegenüber zu antworten „Fine – and how are you?“ und bestehe dann darauf dass er was von sich erzählt.

Freundlichkeit und Höflichkeit ist heute nicht mehr eine Frage der Herkunft oder Nationalität, sondern eher der sozialen Schicht, den aktuellen Lebensumständen, der Reflexion von Erfahrungen oder schlicht abhängig von der Erziehung durch die Eltern. Die Freundlichkeit und Höflichkeit verändert sich über die Jahre auch. Deutschland z.B. hat sich mir rasender Geschwindigkeit der Freundlichkeit auf internationalem Niveau angepasst. Besonders junge Leute in Deutschland sind oft besonders freundlich – aber nicht in dem Sinne wie es Amerikaner sind. Also nicht oberflächlich, sondern wirklich freundlich. Mir persönlich ist eine ehrliche Freundlichkeit und Unfreundlichkeit lieber als eine aufgesetzte – wie sie vor allem in den USA häufig anzutreffen ist. In diesem Vergleich hat sich Europa wirklich rasant und nachhaltig verwandelt. Die Freundlichkeit in Deutschland zeigt sich nicht durch Plattitüden sondern durch echte Wortwahl. Zum Beispiel wird in bestimmten Situationen eher zu Gunsten eines Kandidaten gesprochen. „Na, ja vielleicht hat er ja nicht die Erfahrung?“ aber freundlich, wohlwollend intoniert. Teilweise entstehen daraus geradezu liebevolle, freundschaftliche Gesten, die einem Gegenüber oft sehr wohl tun. Die automatische Innigkeit die dann in einem solchen Gespräch ensteht ist sehr menschlich und angenehm. Das hab ich so noch nie irgendwo erlebt.

Ein anderes Thema ist die Wahrnehmung über die Sprache. Wenn Amerikaner nach Deutschland kommen, erwarten sie ähnlich dümmliche Freundschaftsfloskeln wie sie es in den USA erwarten. Und, sind dann enttäuscht wenn sie einem nüchternen „Hallo“ gegenüber stehen. Da Amerikaner generell wenig auf der Welt reisen, und wenn ja dann nur in Regionen in denen sie mit Kusshand aufgenommen werden, merken sie erst, wenn sie mal in ein Land wie Deutschland kommen, wie es anders sein kann. Ich bin eigentlich darauf stolz, dass trotz der geschichtlichen Zusammenhänge in Deutschland kein unterwürfiger Zwangskodex gegenüber Amerikanern bzw. Angelsachsen herrscht. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Ich lebe seit nun 16 Jahren in der Schweiz fahre aber immer wieder nach Deutschland, England, Frankreich und in andere Länder. In meinen Augen haben sich die Europäer – besonders die jungen – in jeder Hinsicht sehr positiv in Bezug auf Freundlichkeit und Höflichkeit verändert. Für mich besonders auffallend sind dabei die Deutschen. Die Jugend ist meist sehr „ehrlich“ freundlich, das mittlere Alter hat sich einer netten Freundlichkeit angepasst und bei älteren kommt wegen ihrer Lebenserfahrung oft der Grant noch durch. Ich kann mich noch an ein Deutschland erinnern in dem es für jeden um seine Existenz ging und man das im täglichen Leben an der Freundlichkeit ablesen konnte. Der Kampf ist noch da, aber die Erkenntnis, dass der andere auch kämpft hat die gegenseitige Unfreundlichkeit fast verschwinden lassen.

Im grossen und ganzen kann  ich also die Frage „Sind Deutsche unfreundlich?“ mit nein beantworten. Natürlich, Ausnahmen bestätigen die Regel. Ausländer sollten sich mit der Geschichte und der Sprache richtig beschäftigen, bevor sie Urteile in dieser Hinsicht fällen. Was sicher der Fall ist, dass Deutsche und die Deutsche Sprache eine klare, auf den Punkt bringende Sprache ist, die auch so gelebt wird. Das macht das „Deutsche“ aus. Dazu kann man und sollte man stehen. Das hat aber nichts mit Unhöflichkeit oder Unfreundlichkeit zu tun, das wird missinterpretiert. Liebe Nicht-Deutschen, ihr merkt es dann schon wenn Deutsche richtig unhöflich oder unfreundlich werden, denn dann richtet sich auch die Wortwahl danach. Meist ist es aber auch nach fünf Minuten wieder vorbei und der Gegenüber entschuldigt sich.

Wie wir durch Mehl vergiftet werden – ATI der Dünndarm-Killer!

Ertrag durch Pestizide optimieren

Weizen ist eines der wichtigsten Nahrungsmittel in der Welt. Der Begriff umfasst verschiedenste Arten, von Einkorn, Emmer, Hartweizen, Kamut über Dinkel bis Weichweizen. Nach China ist die USA einer der grössten Getreideproduzenten. In den USA werden seit Jahrzehnten zweifelhafte Methoden erforscht und eingesetzt um den Ertrag der Getreideernten zu verbessern. Eine Firma wird in diesem Zusammenhang immer wieder genannt „Monsanto„. Neben ihr gibt es noch eine ganze Reihe von Firmen die sich mit der „Verbesserung“ von natürlichen Lebensmittel beschäftigt. Die Entwicklungen konzentrieren sich dabei fast ausschliesslich auf die Erhöhung des Ertrages durch den Einsatz von Pestiziden. Also der Abwehr von Insekten die die Lebensmittel befallen und grosse Teile davon schädigen bis vernichten. Aus dem grössten Teil des Weizen wird Mehl gemacht, welches zur Erzeugung anderer Produkte verwendet wird. Dabei schädigen die Pestizide in den Lebensmittel die Menschen, welche die Endprodukte essen, genau so wie sie die Insekten schädigen. Nur mit anderen Ergebnissen.

Züchtungen, so wie gentechnisch veränderte Lebensmittel überwiegen

Wir essen alle viele Produkte die Weizenmehl enthalten. Ob Brot, Brötchen, Brezeln, Kuchen, Nudeln, Ravioli, Pizza, Pfannkuchen, Sossen, Dürüm, Plätzchen, Fertiggerichte, Süssigkeiten, Tortillas, ja sogar Wurst und ähnliche Produkte enthalten heute oft Mehl aus Weizen. Das heisst, wir alle nehmen sehr viel Mengen an Mehl aus Weizen zu uns. Und das tagtäglich, über viele Jahre, ja oft das ganze Leben. Alle Gifte die in Weizen vorkommen nehmen wir natürlich dadurch auf. Ob das Pestizide sind, die auf die Körner auf dem Feld aufgetragen werden oder in die Weizensorten ein-gezüchtet werden. Bei einigen Sorten von Weizen werden auch noch zusätzlich die Gene so verändert, dass sie z.B. widerstandsfähiger gegen Insekten sind, weil sie dann z.B. eine dickere Schale haben. Kein Mensch untersucht die Auswirkungen, welche all diese Veränderungen des Weizen, bei uns Menschen verursacht. Aber ab und zu kommt durch Zufall ein Befund an das Tageslicht, was zu erschreckenden Ergebnissen führt. Wie wir durch Mehl vergiftet werden – ATI der Dünndarm-Killer! weiterlesen