Schlagwort-Archive: Abhörskandal

Zusammenfassung Trump, FBI, Obama, Russland – Abhörskandal

  • Im US-Wahlkampf hatte Clinton und Obama behauptet, Trump würde durch Russland im Wahlkampf unterstützt. U.a. würden Russen mit Hacking die Wahlergebnisse manipulieren.
  • Die Medien, allen voran NYT und WP, griffen das Thema auf recherchierten und berichteten zu Ungunsten Trumps.
  • In den Artikeln der NYT und WP wurde beschrieben, dass sowohl die Obama Administration als auch die Medien Trumps Lager daraufhin untersuchten und Beziehungen zu Russen und Russland festgestellt haben. Es wurden Treffen mit Botschaftern und anderen Angehörige der Russischen Regierung genannt. Das kann man offen nachlesen.
  • Aus den weiteren Berichten der NYT und WP geht hervor, dass Obama tatsächlich den Staat (also das FBI) eingesetzt hat um Trump daraufhin zu untersuchen, was einem Abhören von Trump gleich kommt.
  • Schon damals bat die Trump-Seite um Veröffentlichung von Beweisen, die aber von Obama und dem FBI nie geliefert wurden.
  • Nachdem Trump gewählt wurde, bat der neue Präsident das FBI diese Angelegenheit zu untersuchen und ihm die Ergebnisse mitzuteilen. Das ist sein Recht. Diese bekam er nicht.
  • Der FBI – Präsident behauptete nun auf einmal, es gäbe keine Hinweise darauf, dass jemand ohne sein Wissen Trump “belauscht” hätte. Deshalb würde er auch keine Untersuchung durchführen. Woher kamen dann die Hinweise vom FBI und Obama im Wahlkamp und die Informationen die die NYT und WP hatten?
  • Es ist selbstverständlich, dass nun ein Präsident eine Untersuchung haben möchte, was wirklich passiert ist. Diese Untersuchung hat Trump nun veranlasst.
  • Sollte dabei heraus kommen, dass Obama tatsächlich das FBI angewiesen hat Trump zu belauschen bzw. das selber getan hat (seine Administration), dann kann er sich auf ein heftiges rechtliches Verfahren einstellen. Denn das wäre das grösste Verbrechen, das je ein US-Präsident begangen hätte.
  • Auch der FBI-Präsident kommt damit gehörig unter Druck. Wenn sich rausstellt, dass es doch eine Abhörung gab, kann er und viele andere seinen Platz räumen.

Man kann also festhalten:

  1. Hat Obama mittels des FBI’s gegen Trump im Wahlkampf untersucht – also natürlich “belauscht”. Was eine massive Straftat ist.
  2. Die NYT und WP wussten davon und berichteten darüber. Sie verweisen auf den Schutz ihrer Quellen und geben diese nicht bekannt. Das würde sich bei einer offiziellen Untersuchung ändern. Und damit Obama und das FBI belasten.
  3. Das FBI hatte im Wahlkampf Behauptungen aufgestellt, die es nur mit dem Abhören von Trump hätte erlangt haben können. Jetzt behauptet es das Gegenteil.
  4. Trump hat nun eine legitime Untersuchung angeordnet, die untersuchen soll a.) ob das FBI /Obama ihn bzw. sein Wahlkampfteam belauscht hat und b.) ob es wirklich Unterstützung bei den Wahlen durch die Russen gab.
  5. Besonders betroffen wäre Obama von den Ergebnissen. Denn er durfte als Präsident natürlich nicht ein Staatsorgan (das FBI) gegen einen politischen Gegner im Wahlkampf einsetzen. Selbst wenn er nur davon gewusst haben sollte, hätte er sich strafbar gemacht, denn er hätte das verhindern müssen.
  6. Für James Comey (FBI-Chef) und Barack Obama stehen die Zeichen sehr schlecht aus diesem Lügenkonstrukt noch ohne Schaden heraus zu kommen. Die offizielle Untersuchung durch den Kongress ist sicher.
  7. Zusätzlich wäre es eine Blamage für die Demokraten, wenn sich eben beweisen liesse, dass die Behauptung die Russen hätten Trump unterstützt – eine FakeNews war.

Es ist ja wohl jedem klar, dass in 8 Jahren Amtszeit so mancher Posten in der Regierung aber auch z.B. bei dem FBI durch regierungsfreundliche Personen ersetzt wurden. Diese kann man nach einer Wahl nicht innerhalb kurzer Zeit ersetzen. Auch deshalb möchte Trump eine Untersuchung einleiten, da es aus der Administration immer wieder “Leaks” gibt, die ihm und seiner Politik schaden. Man könnte solche Menschen auch als Saboteure bezeichnen. Aber das ist eine andere Untersuchung.

eMail Tracing – über welche eMail-Server wird meine eMail geleitet

An der ganzen Diskussion über den Abhörskandal der NSA und GCHQ merkt man, wie ungebildet die meisten bezüglich des Internet sind. Alle benutzen es, aber keiner weiss was er da eigentlich macht und welchen Gefahren er sich aussetzt. Erschreckend ist das in Bezug auf Politiker und Regierungsbeamte. Da das Wissen für Zusammenhänge unerlässlich ist.

Ein Erklärungsversuch anhand des eMail-Verkehrs

Das Internet ist eine lose Verknüpfung von elektrischen Datenleitungen. Seine Logik und Flexibilität bekommt es durch die IP-Adressen. IP-Adressen sind wie Hausnummern für physische Server.

Über dieses IP-Netz, das sozusagen die Schienen des Systems darstellt, werden verschiedene Dienste transportiert. Webseitendaten, Dateiübertragungen oder Videomaterial. Es gibt eine ziemlich grosse Zahl an Diensten die darauf transportiert werden. Auch die eMail Dienste werden darüber übertragen. Man kann es sich wie einen Wasserschlauch vorstellen, der einmal grüne Flüssigkeit, einmal Oel und einmal Wasser durch leitet. An verschiedenen Stellen befinden sich Weichen und Ventile an denen die Datenpakete eine andere Route wählen können oder zugewiesen bekommen. Den Weg dorthin zeigt ihnen das sogenannte DNS-System (Domain Name System). DNS-Server halten eine Art Telefonbuch für Server und Dienste bereit. eMail Tracing – über welche eMail-Server wird meine eMail geleitet weiterlesen

Snowden – Greenwald – Guardian: Buch über Verbindungen der Privatwirtschaft und der Geheimdienste

Laut dem Guardian, wird der investigative Journalist Glenn Greenwald im März 2014 ein Buch in den USA heraus bringen, welches die Themen von Edward Snowden zum Inhalt hat.

Das Buch wird Neuheiten und Enthüllungen über die Zusammenarbeit bzw. Verbindungen zwischen der Privatwirtschaft und den US/UK – Geheimdiensten preisgeben, schrieb der Guardian.

Glenn Greenwald, der bereits mehrere Artikel mit Inhalten von Edward Snowden im Guardian veröffentlicht hat, arbeitet an diesem Buch auf Basis von Informationen die er von Edward Snowden ebenfalls erhalten hat. Diese Informationen sind aber noch nicht bekannt. Es ist davon auszugehen, dass das Buch sehr viel Wirbel verursachen wird.

Das Buch wird von dem Verlag Metropolitan Books vertrieben und von Sara Bershtel herausgegeben. Sara Bershtel ist bereits bekannt für die Herausgabe anderer spektakulären, kritischer Büchern über die USA.

Abhörskandal für Dummies

Für viele ist der Skandal um die Spionage der NSA (National Security Agency der USA) und dem GCHQ (Government Communications Headquarters von Grossbritannien) eine abstrakte Geschichte und sie wissen nicht wie es ihr tägliches Leben beeinflusst. Dieser Beitrag soll aufklären.

Worum geht es? Ein ehemaliger Mitarbeiter „Edward Snowden“ der internationalen Beratungsfirma „Booz Allen Hamilton“ arbeitete in einigen Projekten bei der NSA (National Security Agency) an verschiedenen Standorten. Zuletzt auf Hawaii. Er wurde sozusagen von Booz Allen Hamilton an die NSA ausgeliehen. Dort bearbeitete er unter anderem auch Daten welche aus verschiedenen Spionagequellen entstanden. Dieses Verfahren wird oft zur Flexibilität und Kosteneinsparung verwendet. Externe Mitarbeiter einer regierungsnahen Beratungsfirma sind meist loyale und zuverlässige Mitarbeiter. Man kann sie für ein oder mehrere Projekte engagieren und danach leicht wieder loswerden. Dadurch werden auch fixe Kosten gesenkt.

Edward Snowden also, ein gut ausgebildeter IT-Fachman, erkannte schnell, dass die Daten aus dem Programm PRISM und Tempora (elektronische Spionagesysteme) die über seinen Computer bzw. seinen Schreibtisch gingen, aus unheimlich grossen Mengen von vielen unbeteiligten Bürgern stammten. Dabei erkannte er, dass sowohl Daten in Europa und auch den USA erhoben wurden. Und zwar von allen Daten die man bekommen konnte. Snowden musste einen bestimmten Sicherheitslevel haben, was als hoch vertrauenswürdig angesehen wird, wenn er diese Daten bearbeiten konnte. Sonst kommt man an solche Systeme nicht heran. Er war also ein loyaler und zuverlässiger Mitarbeiter mit einem hohen Sicherheitslevel. Im Juni 2013 hatte er über das System eine Menge Daten gesammelt, nahm von seinem Arbeitgeber Ferien und flog nach Hongkong. Dort begann er die Informationen über die grössten Spionagesysteme der USA und Grossbritannien aller Zeiten an Journalisten weiter zu geben. Natürlich nicht die Daten selbst.

PRISM und TEMPORA

Laut Wikipedia ist PRISM ein Programm des US-Geheimdienstes NSA:

„PRISM soll eine umfassende Überwachung von Personen innerhalb und außerhalb der USA ermöglichen, die digital kommunizieren.“

Laut Wikipedia ist Tempora ein Programm des britischen Geheimdienst:

„Nach Darstellung von Snowden ist das britische Spionageprogramm Tempora noch umfangreicher als PRISM und seit etwa Ende 2011 in Betrieb.“

Das Motiv von Edward Snowden

Edward Snowden hat bereits vorher lange Jahre für den US-Geheimdienst und das US-Militär in verschiedenen Bereichen gearbeitet. Siehe Wikipedia. Laut seinen eigenen Worten in einem Interview, erkannte er, dass er bereits ein Teil von etwas geworden war, was mehr Schaden auf der Welt anrichtet als es Nutzen bringt. Und weiter sagte er „möchte (ich) nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich tue und sage, aufgezeichnet wird. Das ist nichts, was ich unterstützen oder wo ich leben möchte.“ In einem anderen Interview sagte er „weil er es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren könne, dass die US-Regierung die Privatsphäre, die Freiheit des Internets und grundlegende Freiheiten weltweit mit ihrem Überwachungsapparat zerstöre.“ Abhörskandal für Dummies weiterlesen