Stellenangebot im Internet bleibt hoch

Nach dem Rekordstand im Frühjahrsquartal verringert sich das Schweizer Online-Stellenangebot im Sommer um knappe 2 Prozent. Der Monster Index Schweiz MIS (vormals jobpilot-Index), die etablierte Messgrösse für die Entwicklung des Schweizer Stellenangebots im Internet, sinkt im Juli gegenüber April um 4 auf 216 Punkte. Trotz des leichten Rückgangs steht der MIS auf der zweithöchsten je erreichten Marke.

  • Der Monster Index Schweiz MIS® (vormals jobpilot-Index) fällt leicht um nur 4 auf 216 Punkte
  • Das Stellenangebot auf den Firmen-Websites gibt etwas nach, bleibt bei den Stellenbörsen aber konstant

Der von Monster.ch publizierte Index wird von der Fachhochschule Nordwestschweiz (Teilindex für Jobbörsen) gemeinsam mit der Universität Zürich (Teilindex für Unternehmen) erhoben.

Stellenangebot bei den Stellenbörsen konstant und auf den Firmen-Websites leicht rückläufig Der MIS-Teilindex für die Online-Stellenbörsen erreicht im Juli wie bereits im April 207 Punkte und egalisiert damit das Allzeithoch. Das Stellenangebot auf den Rekrutierungsseiten der Unternehmen (repräsentative Stichprobe von rund 1’000 Schweizer Firmen und Organisationen) sinkt gegenüber April um 9 auf 235 Punkte.

“Die Abschwächung des MIS ist dieses Mal vor allem auf den Rückgang der Anzeigen auf den Firmen-Websites zurückzuführen. Das Angebot bei den Stellenbörsen bewegt sich nach wie vor auf höchstem Niveau. Diese Entwicklung macht einerseits die Beliebtheit und den Nutzen der Online-Stellenbörsen bei der Rekrutierung deutlich“, kommentiert Michel Ganouchi, Country Manager der Monster Worldwide Switzerland AG, die Entwicklung des MIS und ergänzt: „Andererseits zeigt der hohe Indexstand, dass der Fachkräftemangel nach wie vor akut bleibt. Und es darf auch wohl davon ausgegangen werden, dass der leichte Rückgang des Unternehmens-Index eine gewisse Unsicherheit der Unternehmen aufgrund der Frankenstärke widerspiegelt.“

Grafik: Monster Index Schweiz MIS Januar 2001 (100 Punkte) bis Juli 2011

Index Jobbörsen (Fachhochschule Nordwestschweiz):
jobs.ch, jobscout24.ch, jobup.ch, jobwinner.ch, monster.ch, stellen.ch, jobclick.ch, telejob.ch, topjobs.ch
Index Unternehmen (Stellenmarktmonitor Schweiz, UZH):
Stellenangebote von den Webseiten einer repräsentativen Stichprobe von rund 1’000 Schweizer Firmen und Organisationen

Das Online-Stellenangebot entwickelt sich in gewerblichen, industriellen und technischen Berufsgruppen nochmals positiv

Tabelle: Die Tabelle fasst alle Indizes pro Berufsgruppe zusammen.

Veränderungen Online-Stellenangebote pro Berufsgruppe gegenüber April 2011

Die Zahlen in der Tabelle geben die Entwicklung der Berufsgruppen-Indizes gegenüber dem Stand von 100 im Januar 2006 an. Die Zahlen in Klammern geben die Veränderungen gegenüber dem Vorquartal (April 2011) an.

Zugelegt haben die Berufsgruppen Marketing/ Werbung und Medien (+23 Punkte), Verkehr/ Lager und Sicherheit (+22 Punkte), Medizinische Berufe (+11 Punkte), Berufe in Gastgewerbe und Tourismus (+11 Punkte), Gewerbliche und industrielle Berufe (+8 Punkte), Technische und naturwissenschaftliche Berufe (+4 Punkte), Berufe im Finanz- und Rechnungswesen (+2 Punkte), Büro- und Verwaltungsberufe (+1 Punkt) sowie Körperpflege/ Reinigung und Hauswirtschaft (+368 Punkte; relativ starke Ausschläge aufgrund kleiner Berufsgruppe).

Rückläufig hingegen war das Online-Stellenangebot in den Berufsgruppen Human Resource Management/ Aus- und Weiterbildung (-56 Punkte), Management und Kaderpositionen (-30 Punkte), Unternehmensdienste/ Consulting/ Rechtsberufe (-7 Punkte), Informatik- und Telekommunikationsberufe (-6 Punkte) sowie Berufe in Verkauf und Kundenberatung (-3 Punkte).

Online-Wachstumsindex: Keine Publikation in dieser Mitteilung

An dieser Stelle wird üblicherweise der Schweizer Online-Wachstumsindex thematisiert, welcher die Wachstumsrate der online ausgeschriebenen Stellen in Relation zur Wachs- tumsrate aller offenen Stellen setzt. Bei Redaktionsschluss standen die in die Berechnung einfliessenden Daten zum „Index der offen Stellen“ des Bundesamtes für Statistik aus- nahmsweise noch nicht zur Verfügung. Die Publikation der ausstehenden Daten wird in der nächsten Medienmitteilung zum Monster Index Schweiz Ende November 2011 nachgeholt.

Vorgehen, Struktur und Neuerungen in der Erhebung MIS

Der Monster Index Schweiz MIS (vormals jobpilot-Index) wird viermal pro Jahr erhoben. Die Publikation erfolgt in der Regel im Februar, Mai, August und November. Er berücksichtigt die wichtigsten Internet- Stellenbörsen der Schweiz und die Stellenangebote auf den Webseiten einer repräsentativen Stichprobe von rund 1’000 Schweizer Firmen und Organisationen. Das zugrunde liegende repräsentative Panel von Firmen-Websites wird vom Stellenmarktmonitor Schweiz an der Universität Zürich seit 2001 unterhalten und jährlich aktualisiert. Der kombinierte Gesamt-Index wird von der FHNW berechnet.

Die Stellenausschreibungen werden seit Januar 2006 in fünfzehn Berufskategorien unterteilt. Die Kategorisierung wurde in Anlehnung an die Struktur des Bundesamtes für Statistik vorgenommen. Sie ist so ausgestaltet, dass die unterschiedlichen Kategorien der Internet-Stellenbörsen und der Arbeitgeber möglichst gut abgebildet werden. Mögliche Doppelzählungen von ausgeschriebenen Stellen sind unproblematisch, da nicht die absoluten Zahlen, sondern die relativen Veränderungen ausgewertet werden. Zudem wird die wachsende Zahl von Doppelzählungen beobachtet und durch einen entsprechenden Faktor zurückgerechnet. Mit dem Monster Index Schweiz MIS kann beurteilt werden, wie sich Personalrekrutierung über das Internet entwickelt. Anhand des zugrunde liegenden Modells können die Verschiebungen in und zwischen einzelnen Berufsgruppen abgebildet werden. Der Monster Index Schweiz MIS bildet eine wichtige Orientierungsgrösse für die Beurteilung sowohl der konjunkturellen Entwicklung als auch des Internet-Personalrekrutierungsmarktes durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Dem Aufruf zur ergänzenden eigenverantwortlichen Beteiligung an den Zählungen sind wiederholt die Jobbörsen jobs.ch, jobup.ch, jobwinner.ch und monster.ch gefolgt.

Zum Online-Wachstumsindex (in Mitteilung Q3/11 nicht enthalten)

Der Online-Wachstumsindex setzt die Wachstumsrate der online ausgeschriebenen Stellen in Relation zur Wachstumsrate aller offenen Stellen. Werte über eins zeigen eine steigende Nutzung der Online- Rekrutierung (bezogen auf alle offenen Stellen), Werte unter eins eine abnehmende Bedeutung. Die Index-Werte werden kumulativ gegenüber dem ersten Quartal 2007 ausgewiesen; ein Wert von 1.6 bedeutet beispielsweise, dass die Zahl der Online ausgeschriebenen Stellen seit Anfang 2007 1.6 mal stärker zugenommen hat als die Gesamtzahl der offenen Stellen.

Die Veränderungen in der Gesamtzahl der offenen Stellen werden anhand des Index der offenen Stellen des Bundesamts für Statistik ermittelt (Die Betriebe geben im Rahmen der Beschäftigungsstatistik (BESTA) Auskunft darüber, wie viele Stellen am Ende des Berichtsquartals offen sind). Die erfassten Online-Ausschreibungen entsprechen den im Monster Index Schweiz MIS repräsentierten Stellen- angeboten aus dem Internet, die für die Berechnung des Online-Index allerdings um mehrfach ausgeschriebene Stellen bereinigt werden. Die Bereinigung berücksichtigt sowohl Mehrfachzählungen von Inseraten, die in mehreren Rubriken eines Portals erscheinen, als auch Stellen, die mehrfach online ausgeschrieben werden (in einem Portal und auf der firmeneigenen Webseite oder in mehreren Portalen). Die Bereinigung stützt sich auf die regelmässigen Firmenbefragungen sowie weitere Datengrundlagen des Stellenmarktmonitors Schweiz an der Universität Zürich.

Quelle: monster.ch

Ein Beitrag von gh consulting – gordian hense

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