Russlands Strategie in Syrien

Bildschirmfoto 2015-09-15 um 17.47.20Der Spiegel Online titelt: „Russlands Strategie: Putin forciert Syriens Spaltung„.

Ein gutes Beispiel wie die Bevölkerung, die Leser, die Wähler in Deutschland und im deutschsprachigen Raum von Medien hinter das Licht geführt werden sollen.

Zu den Fakten

Russland unterstützt viele Länder im Nahen-Osten seit Jahrzehnten und hat dort auch militärische Stützpunkte. So betreibt Russland seit Jahrzehnten einen Militärhafen in Syrien, in der Stadt Tartus. Das Land, geführt unter der Assad-Familie, hegt seit langer Zeit freundschaftliche Beziehungen zu Russland. Zu wem sollten sie denn sonst eine freundschaftliche Beziehung halten, wenn der Westen unisono der Anweisung Israels, USA und Saudi-Arabiens folgt, das Land zu ignorieren und sabotieren.

Syrien ist befreundet mit dem Iran. Der Iran unterhält freundschaftliche Beziehungen zu Russland und bezieht dort auch Waffen. Das ist schon lange so. Warum will nun der Westen daraus eine „neue Sache“ machen?

Die vom Westen produzierten IS-Kämpfer kommen den Stützpunkten der Russen aber auch der befreundeten Assad Familie immer näher, also muss Russland handeln. Seine Soldaten und Freunde beschützten, das ist kein aggressiver Akt sondern Verteidigung. Der Spiegel konstruiert daraus einen Kriegsgrund.

Hintergrund

Weil die Ukraine als Kriegsgrund gegen Russland nicht funktioniert hat, muss ein neuer „Kriegsgrund“ her. Und man versucht die Bevölkerung im Westen weiter zu manipulieren, weiter gegen Russland aufzuwiegeln. Sie glauben zu machen „Russland“ sei der Aggressor auf dieser Erde, nur nicht sie – die USA. Deshalb will auch der Spiegel den Menschen einreden, dass Russland „jetzt“ auf einmal Waffen liefert. Und verschweigt, dass Russland schon immer dort aktiv war. Warum hätte sonst der Westen den IS aufrüsten und gegen Assad kämpfen lassen. Wenn nicht Russland dort aus der Reserve zu locken. Nun wird es vom Spiegel umgedreht.

Dabei sprechen die Fakten klare Worte. Die USA haben seit 1945 über 2’000 kriegerische Handlungen (CIA eingeschlossen) rund um den Globus durchgeführt. Dabei wurden direkt und indirekt mehr als 3 Mio. Menschen getötet – mehr als im Vietnam-Krieg. Keiner will das so richtig wahr haben, die Medien berichten darüber ja auch nicht. Alleine im Irak sind wegen der Sanktionen, dem Lieferverbot von westlichen Staaten, rund 800’000 Zivilisten gestorben, weil z.B. notwendige Medikamente (bis hin zu Aspirin) verweigert wurden. Besonders hervor getan haben sich dabei die Briten. Es gab im Unterhaus in London tatsächlich Abgeordnete die erklärten „Aspirin“ können für einen sogenannten „double use“ verwendet werden. Also auch zur Waffenproduktion. Und dürften deshalb nicht in den Irak geliefert werden. Im Irak sind in dieser Zeit tausende Menschen an Diphtherie, Tuberkulose oder Krebs gestorben, letzteres weil von den USA und Briten mit Uran angereicherte Munition verwendet wurde. Die Medikamenten-Lieferung aus dem Ausland wurden durch die Briten gestoppt.

Gleichzeitig hat man das Militär dort aufgelöst, welches zum grössten Teil in der Baath-Partei organisiert war und Sunnitisch ist. Man hat eine US-hörige Regierung geschaffen die zum grössten Teil aus Schiiten besteht. Hunderttausende gut ausgebildete Soldaten und Beamte hatten darauf hin kein Einkommen, keine Ehre und sozialen Status mehr. Sie orientierten sich von nun an an radikalen Führern und speisen bis heute den IS, die Taliban und Al Qaida. Obwohl der IS durch Schiiten aus Saudi-Arabien gesponsert und mit Waffen und Munition beliefert wird, besteht er zu einem grossen Teil aus ehemaligen sunnitischen Soldaten der Saddam Hussein Armee die sich heute dem wahhabitischen (radikalem Glauben) der Saudis angepasst haben.

Diese Strömungen versucht der Westen unter Oberaufsicht der USA auszunutzen. Wie sie es im Nahen-Osten immer getan haben. Es geht ihnen nicht um Frieden und bedingt auch nur um das Öl und die Vorherrschaft ihrer Freunde, den Saudis, nein es geht ihnen darum den Nahen-Osten für alle Zeit in Streit zurück zu lassen. Krieg und Unrecht zu streuen, Regionen gegeneinander auf zu hetzen und so viel wie möglich Blut fliessen zu lassen. Denn dann beruhigt sich diese Region nie.

Denn, das schlimmste Szenario für die USA wäre ein friedlicher Naher-Osten der sich mit Asien, Russland und Europa wirtschaftlich und kulturell verbündet. Wie es eigentlich gewesen wäre, hätten sich Briten 1953 nicht im Iran eingemischt und Mossadegh gestürzt. Da war der Iran auf dem Weg eine moderne Demokratie zu werden. Und die Einmischung der Briten hat bis heute das Geschehen im Nahen-Osten nachteilig beeinflusst.

Der Kriegstreiber ist die USA und Grossbritannien

Die USA stehen in vielerlei Hinsicht mit dem Rücken zur Wand. Die USA wissen, dass nicht weniger für sie in den nächsten Jahren auf dem Spiel steht, als ihre Weltmacht. Diese ist durch die erblühenden Schwellen- und Entwicklungsländer und die daraus sich ergebenden Kooperationen bedroht. Ausserdem begehren immer mehr Länder eigene Waffen und Macht in ihrer Region. Russland, obwohl es wirtschaftlich nicht so erfolgreich ist, wie die USA, hat sich strategisch eine sehr gute Position erarbeitet. Der Zusammenhalt der BRICS-Staaten, das Bündnis mit China, Kooperationen mit Ländern und Süd-Amerika die von den USA verärgert wurden befruchten diese Strategie ungemein. Deshalb ist Russland für die USA und seine engsten Verbündeten der gefährlichste Feind. Und die USA hat schon immer so wie ihre Cowboys gehandelt – erst schiessen, dann reden.

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