Coronavirus ein Teil der Evolution?

Coronavirus – ein Schritt in der Evolution?

Das Coronavirus (COVID-19) bestimmt unsere aktuelle Zeit. Die dramatischen Reaktionen und Auswirkungen durch das Virus verändern unser Leben, die Wirtschaft, das Gesundheitssystem und wie wir zusammen leben. Aber all das verändert auch unsere Zukunft. Nichts wird mehr so sein, wie vor der Pandemie. Ein „nach dem Virus“ wird es nicht geben. Wir werden in Zukunft von dem Virus begleitet und es werden weitere Viren kommen, die weitere Veränderungen herbeiführen.

Coronavirus – Startschuss für nachhaltige Veränderungen?

Das Coronavirus – als Startschuss für Veränderungen – wird für die Menschheit eine Zäsur werden, wie die US-Grippe (fälschlich als spanische Grippe bezeichnet), der zweite Weltkrieg oder der Untergang der UdSSR. Das Coronavirus beschäftigt die Menschen schon jetzt in allen Gedankenrichtungen. Manche glauben nichts was dazu verbreitet wird, andere erkennen Verschwörungen. Die Anzahl der Meinungen dazu gehen auseinander, wie es Menschen auf dem Planeten gibt. Noch verhalten sich die meisten Menschen ruhig und besonnen. Wie wird das, wenn die Menschen merken, was es wirklich für Auswirkungen hat? Aber fangen wir vorne an.

Menschen bestehen aus Millionen Bakterien und Viren

Ohne Viren und Bakterien könnte der menschliche Organismus nicht existieren. Viren und Bakterien steuern wie wir Nahrung verdauen, wie unser Kreislauf funktioniert und unser Immunsystem. Viren sind noch kaum erforscht. Man kennt erst sehr wenige der Millionen Arten die im menschlichen oder tierischen Körpern vorkommen. Bei der Vermehrung bestimmen sie was an die Nachkommen weiter gegeben wird. Viren sind Schmarotzer, sie leben von dem Wirt in dem sie leben. Ohne Wirt können sie nicht überleben. Deshalb ist ein Überlebensziel der Viren u.a. sich möglichst auf viele Wirte zu verbreiten. Aber auch Menschen könnten ohne Viren nicht leben, sie sind Bestandteil unseres Systems.

Mutation von Viren im Minutentakt

Die Evolution der Natur hat die Veränderung der Bausteine, aus dem alles Leben ist, feste einprogrammiert. Man könnte auch sagen die Optimierung alles Leben. Wie ein selbst lernendes Computer-Programm lernen Bakterien und Viren sich so weiter zu entwickeln, dass sie ihren grösst möglichen Nutzen daraus ziehen können. Viren und Bakterien spielen in der Evolution aller Lebewesen eine sehr grosse Rolle. Ohne diese Entwicklung gäbe es die Menschen, Tiere und Natur nicht so wie sie heute existiert. Viren und Bakterien mutieren praktisch im Minutentakt auf dieser Erde in Menschen und Tieren. Irgendwo und immer.

Verbreitung gelingt nur durch Hilfe des Wirts

Ihre optimale Entwicklung können Viren nur erreichen, wenn die Wirte ihnen helfen sich zu verbreiten. Von alleine können sie nicht auf andere Wirte „überspringen“. Da hilft die Natur durch unser und das Verhalten der Tiere aus. In Zeiten in denen viele Menschen oder Tiere nicht auf engem Raum lebten, hatten es Viren sehr schwer sich zu verbreiten. Und da ihre Evolution davon abhängt in neuen Wirten sich weiter zu entwickeln, war  ihre Entwicklung gehemmt. Durch die hohen Geburtenraten, dem modernen Leben auf engstem Raum in grossen Städten aber, ist heute die Entwicklung sehr beschleunigt worden. Billige Flugreisen, hoher Wohlstand um sich Reisen leisten zu können bei der Mehrheit der Menschen im Westen haben die Tore weit geöffnet. Heute ist es für Viren leichter, schnell über Hände, Tröpfchen die durch die Luft fliegen oder direkten Körperkontakt auf andere Menschen übertragen zu werden. Wenn dann der Infizierte noch nach München, Paris, London oder New York fliegt und dort wieder anderen die Möglichkeit der Ansteckung gibt, dann ist die Ausbreitung optimal ausgeführt. Und das hat ja auch funktioniert, wie man jetzt sieht.

Die sogenannte Spanische Grippe ist bestes Beispiel dafür

Die spanische Grippe ist eigentlich eine US-Grippe. Sie wurde durch US-Soldaten im ersten Weltkrieg nach Europa gebracht. Nur wenige Soldaten, deren Erkrankung an einer „Erkältung“ in den USA bekannt war, wurden mit Hunderttausenden Kameraden nach Europa verschifft. So konnte das Grippe-Virus sich schon während der Überfahrt auf sehr viele Soldaten übertragen. In Europa angekommen, infizierten sich alle Soldaten die irgendwie mit den US-Soldaten in Berührung kamen (Gefangenschaft, Nahkampf, etc.). Noch nie waren zuvor solche guten Bedingungen, für die Viren vorbereitet worden, wie von den Wirten zu dieser Zeit. Das Ergebnis waren bis zu 50 Millionen Tote rund um die Erde. Den Namen bekam die Grippe durch US-Politiker, die von ihrem Fehlverhalten ablenken wollten, und weil Spanien als erster Zahlen über die Grippe und die Pandemie veröffentlichte. Die US-Behörden verneinten eine Pandemie lange Zeit.

Aus Fehlern lernen ist nicht Menschenstärke

Die Menschheit, an sich, lernt nicht viel aus seinen Fehlern. Das ist auch ein Baustein der Evolution und lässt uns noch lange leiden. Die Erkenntnisse aus der „Spanischen Grippe“ hat man wohl alle gezogen, nur hat es alle Menschen nach ein paar Jahren nicht mehr interessiert. Zu schön waren die Fortschritte nach all den Kriegen, dann im Luxus zu leben. Parties zu feiern, auf engstem Raum, mit tausenden Musik zu hören oder am Wochenende in alle Himmelsrichtungen um die Erde zu fliegen. Dicht gedrängt am Strand, bei idealen Bedingungen für Viren und Bakterien, in der Sonne braten und abends im Club noch grössere Nähe in Massen herzustellen. Im tiefsten Vertrauen  auf unser Gesundheitssystem, hat man alle Grundsätze zur Verbreitung von Viren und Bakterien missachtet oder sogar richtig unterstützt. Die Gier der Reiseveranstalter nach viel Profit, die Lebenslaune vieler Menschen und die Selbstverständlichkeit des Wohlstands haben alle Erkenntnisse weggewischt. Und, heutige junge Generationen glauben ja, dass sie von den älteren Generationen nichts mehr lernen können. Das kostet halt jetzt viele Menschenleben. Ist ja nicht ihres?

Bei unserem Lebensstil eine tickende Zeitbombe

Der westliche Lebensstil der letzten zehn, zwanzig, dreissig Jahre war und ist eine tickende Zeitbombe für alle Arten von Evolutionsentwicklungen die Wirte brauchen, die viel reisen und andere Menschen in grosser Zahl eng zusammen bringen. HIV hätte eigentlich auch eine Warnung sein müssen. Ein sich veränderter Lebensstil hat es möglich gemacht von einem Wirt zum anderen zu wandern. Die neue Umgebung eines anderen Wirtes ermöglicht auch eine neue Evolutionsstufe. Jeder Organismus bietet eine komplett andere Mischung von Bakterien und Viren. Dadurch können Viren sich erst richtig entwickeln. Das heisst, je mehr wir Viren die Möglichkeit geben sich auf einen anderen Wirt zu übertrage, desto bessere Bedingungen finden sie sich zu entwickeln und ihr Ziel zu optimieren.

Exzessives Luxusleben vs. need for Spread

Der Wohlstand in der westlichen Welt, aber auch in Asien hat zu einem Lebenswandel geführt, der es Bakterien und Viren leicht macht sich schnell auszubreiten. Das uralte Muster, viel Kinder gibt Reichtum, hat in China zu sehr vielen Menschen geführt. Diese können aus praktischen Gründen nur dicht auf kleinem Raum zusammen leben. Ein idealer Nährboden für Viren und Bakterien. In Tieren und besonders in Vögeln aber auch Fledermäusen und Flughunden kommen Viren sehr häufig vor, da sie durch ihre Reisetätigkeit, von Natur aus, ideale Transportgefässe für Viren sind. In China hat der Umstand, dass es viele solche Tiere in der Nähe der Unterkünfte und Märkte gibt, dazu geführt, dass sich Viren auf den Menschen übertragen konnten. Das ist unter solchen  Bedingungen nicht ungewöhnlich. Aber nicht nur in China, es gibt genug Beispiel rund um die Erde wo das so entstand. Aber in diesem Fall, durch die Umstände hatten es dort die Viren am leichtesten auf den Menschen über zu springen und dann zu mutieren. Von den ganzen Verschwörungstheorien halte ich wenig. Es ist Bestandteil der Evolution und die hat an der Stelle die besten Bedingungen gefunden sich zu entwickeln. Die Reisetätigkeit von wohlhabenden Chinesen und Europäern brachten dann den Virus in die Welt. Auf der Landkarte der Johns Hopkins Universität – einer der Unis die die Pandemie sehr früh, sehr ernst nahm – konnte man die Ausbreitung gut verfolgen. Klar war sofort wer es sich leisten konnte zu reisen! Länder in Süd-Amerika und Afrika wurden erst viel später infiziert. Ein Treppenwitz der Weltgeschichte: Die gierige, westliche Welt hat sich die Pandemie durch ihre luxuriöse und exzessive Lebensweise selber am schnellsten in ihre Länder geholt.

Reaktionen im Westen zeigen erhebliche Mängel auf

Man kann fast sagen, dass das Chinesische System vorbildlich auf den Ausbruch der Pandemie reagiert hat. Sofort, nachdem Mitte Dezember 2019, eine Epidemie erkennbar war, riegelte China die entsprechenden Städte und Provinzen ab und verhängte eine Ausgangssperre. Im Westen ein undenkbarer Vorgang. Das verlangsamte die Ausbreitung enorm und half Erkrankte zu behandeln und damit Leben zu retten.  Nicht auszudenken, wenn der Ausbruch in New York stattgefunden hätte? Natürlich kann man auch sagen, das solche restriktiven Massnahmen durch ein totalitäres System leichter zu erzwingen sind. Dann muss man aber auch das als Vorteil eines totalitären Systems anerkennen. Schlussendlich hat die Reaktion Chinas viele Menschenleben in China aber auch auf der Welt gerettet. Denn die Gefahr war und ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit und damit die Überlastung der Gesundheitssysteme. Und als Folge davon die Beeinträchtigung der Behandlung aller Kranken die nichts mit dem Virus zu tun haben. Das heisst eine Kettenreaktion die nicht zu bewältigen ist und Tod und Krankheit für viel mehr bedeute, als nur die an dem Virus erkrankten. Die Reaktionen im Westen waren chaotisch, unkoordiniert, unsachlich bis hin zu manipulativ. Das was man sonst dem Klassenfeind immer vorwirft, hat man vor aller Augen auf der Welt direkt zelebriert. Fünf Monaten, nach dem Ausbruch der Pandemie in China, ist man sich im Westen nicht mal einig darüber ob die erfassten Zahlen stimmen oder nicht. Nationalistische Streitigkeiten über Masken und Beatmungsgeräte, wenig Solidarität unter den Ländern im Westen prägten fortan die Tagespresse. Eine wahre Flut an Diskussionen von selbsternannten Mathematikern, Statistikern, Virologen, Epidemiologen, Ethikern, Politikern, Wissenschaftlern und, und, und ist entstanden. Das Internet ist voll davon. Das einzige was alle glauben ist, dass alles andere nicht stimmt. Das übersteigt sogar das Verhalten zum Thema Klimawandel.

Demokratische Systeme müssen totalitär handeln

Da unsere westliche Gesellschaft nicht aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat, wurden Vorsichtsmassnahmen beiseite geschoben. Der Katastrophenschutz ausgehöhlt. Das Gesundheitssystem auf Kosten optimiert. Und damit mögliche Reaktionen auf Pandemien eliminiert. Erfahrung aus Jahrzehnten davor wurden unserer schnelllebigen Zeit angepasst und alt erscheinendes einfach über Bord geworfen. Den demokratischen Regierungen blieb nichts anderes übrig als mit totalitären Methoden die Ausbreitung der Pandemie ein zu dämmen. Lock-Down der eigentlich keiner ist. Um den Betrieb, der nach Kosten optimierten, restlichen Systeme keinen Kollaps zu bereiten. Dabei musste sie einen Eiertanz aufführen und die Menschen um Einsicht bitten sich an die Vorgaben zu halten. Die Medien spielen dabei, wie immer eine aktive Rolle die keine Verantwortung übernimmt bzw. auf Seiten des Geldes sitzt – da von ihnen finanziert. Der Druck der von Unternehmen, Verbänden und Organisationen auf verantwortliche Politiker ausgeübt wird, kann für die Patienten und Menschen nicht gut sein. Es werden dadurch Lockerungen erzwungen die viel zu früh kommen, nur damit der Rubel wieder rollt. Alles in allem, kann man sagen, dass der Westen eher nach einem chaotischen Prinzip ohne klare Weisungsbefugnis agiert und dadurch ganz, ganz viel falsch gemacht wird. Bezahlen tun es mal wieder die Schwachen, die Patienten, die Kranken, das Personal das sich darum kümmern muss. Oder einzelne Selbständige, die keine „Systemrelevanz“ haben. Oder die zukünftigen Arbeitslosen. Schnell haben einige die Verharmlosung „es trifft ja nur die Alten oder Vorbelasteten“ als Ausrede gefunden. Das wird auch gerne von wirtschaftshörigen Medien immer wieder gerne wiederholt. Manche meinen sogar wir sollten einfach gar nichts machen und es als eine Bereinigung der Menschheit ansehen. Das ist ein selbst ausgestelltes unterirdische Zeugnis für die westlichen Werte, dass in die Geschichte eingehen muss!

Eid des Hippokrates vs. Euthanasie

Manche Politiker glaubten die Physik, bzw. in diesem Fall die Naturgewalten, austricksen zu können. Boris Johnson, die Schweden etc., die die Herdenimmunität vor den „Eid des Hippokrates“ stellen wollten und dann massiv zurück rudern mussten. Da auf einmal die Todesraten in den Himmel schossen. „Wir experimentieren ein bisschen mit den Menschenleben“! Der Eid des Hippokrates sagt im Grunde aus, dass wir alle Menschen retten wollen. Den Krebskranken genau so wie HIV-Positive oder das Opfer eines Unfalls. Dabei werden keinerlei Bedingungen gestellt. Also auch alle an dem Coronavirus erkrankten. Was sagt ein Boris Johnson einem Verwandten, dessen Mutter mit 60 Jahren an den Folgen des Coronavirus gestorben ist, wohl wissend, dass ihr geholfen hätte werden können. Und sie danach noch zwanzig Jahre glücklich gelebt hätte? Egal ob mit oder ohne Vorerkrankung? Aber Boris Johnson hat das verhindert bzw. sogar dazu beigetragen dass sie krank wurde? Was wären wir für eine Gesellschaft wenn wir unsere Grundsätze „Leben zu erhalten“ aufgeben und Tote dem Profit gegenüber stellen? Denn nichts anderes ist das was England und Schweden macht. Ich wünschte mir, dass wir diese Diskussion endlich führen würden und Lösungen und Gesetzte dafür finden könnten. Anstatt solchen Ländern einen Amoklauf zu gestatten, in Mitten unserer demokratischen, westlichen Werte. Aber die EU oder das Europa der Gesellschaften scheint ja, in solchen Zeiten, gar nicht zu existieren. Nur wenn es Profit bringt, sonst nicht? Was für eine Werbekampagne an alle Schwellenländer genau so zu werden!?

Ehrliche Diskussion darüber, wenn wir leben lassen wollen?

Ich persönlich habe nichts dagegen, dass wir den Wert des menschlichen Lebens diskutieren. Und was wir dafür tun sollen. Aber dann sollten wir es auch ehrlich machen! Wer wird abgetrieben oder sollte überhaupt auf diese Welt kommen? Kinder aus armen Verhältnissen – Nein? Mit Eltern die Vorerkrankungen haben aber reich sind – Ja? Geburtenkontrolle zu Gunsten der Qualität der Menschheit? Ab welchem Alter darf man bei schweren Krankheiten die Behandlung aufgeben? Sollten wir Menschen mit Depressionen einfach helfen sich selbst das Leben zu nehmen? So oder ähnlich kommen mir die Diskussionen vor. Aber ehrlich geführt wird sie nicht.

Was jetzt passiert ist eine „Willkürlichkeit“ – Junge die keine Lebenserfahrung haben, die auch keine Symptome einer Erkrankung zeigen – fordern dass man die Alten und Schwachen doch einfach „sterben“ lassen sollte, die mit dem Coronavirus infiziert sind und auf der Intensivstation liegen. Damit sie wieder ihr Luxusleben führen können. Drei Wochen ohne Protzen vor dem Club am Freitag mit dem geliehenen Luxuswagen, geht ja gar nicht! Das Publikum fehlt ja so. Und die Bizeps kann man auch nicht stählen um damit auf der Insel anzugeben. Fitness – Studios haben ja zu.

Wir sollten die Diskussion dann schon ehrlich führen. Warum sollten sonst alle für den Luxussport mit Höchstgefahr „Paragliding“, „Extrem Skifahren“ oder „Bergsteigen“ mit bezahlen? Wenn einer in einer Gletscherspalte landet, lassen wir ihn doch einfach dort liegen. Er erfriert. Das ist doch nicht schlimm? Schläft einfach ein und wacht nicht wieder auf, oder? Warum bezahlen wir alle mit Steuern und Krankenkasse eigentlich dafür,  dass solche Risikogruppen in normalen Zeiten auch gerettet werden? Und jetzt skandieren die gleichen Leute, wir sollen doch einfach die anderen sterben lassen? Im Gegenteil die Ansteckung ist sowieso für alle vorprogrammiert.

Auch Viren sterben aus

Eine Diskussion vermisse ich in diesem Wirrwarr an Meinungen. Natürlich können Viren auch aussterben. Wenn Viren keine Wirte mehr finden oder sich in ihrem Wirt nicht entwickeln können sterben sie aus. Die Argumentation der Herdenimmunität ist also nur eine Möglichkeit der Bekämpfung von Viren. Tatsächlich ist das „Austrocknen“ von Viren in unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr möglich, da wir auf Zusammentreffen angewiesen sind und uns nicht über Monate und Jahre aus dem Weg gehen können. Das ist der Nachteil unseres modernen Leben. Ein einsamer Bauer auf einer Alm, der hundertprozentiger Selbstversorger ist könnte das noch gelingen, aber nicht mehr dem heutigen Durchschnittsbürger. Aber dennoch müssen wir diesen Punkt in die Diskussion aufnehmen. Viele Krankheiten sind auf der Welt nie entstanden oder konnten sich nicht ausbreiten, weil die Menschen früher nicht so viel reisten. Ein unrühmlicher Vorfall der das Gegenteils beweist ist die USA. Die Ureinwohner Nord-Amerikas wurden zum grössten Teil ausgerottet, weil die weissen Siedler aus Europa Viren und Bakterien mitbrachten, gegen die die „Indianer“ nicht immun waren. Es starben dadurch Millionen von nativen Nord-Amerikanern. Den Rest brachten die gottesgläubigen Einwanderer dann noch mit den eigenen Händen um. Das 1 % das heute noch in Reservaten leben darf, ist der Rest von einer damals rund 80 Millionen zählenden Bevölkerung.

Mögliche Vorgehensweisen – Vor-Nachteile

Es ist vollkommen müssig, in einer solchen Situation, über die Genauigkeit und Höhe von Zahlen zu diskutieren. Zu dem Zeitpunkt als klar war, dass immer mehr Menschen krank wurden und starben, das Gesundheitssystem überlastet wurde, musste „schnell“ eine Entscheidung über das weitere Vorgehen getroffen werden.

Da kann man nicht erst einmal lange Diskussionen über die Erhebungsmethoden von Zahlen führen, bevor man Entscheidungen trifft. Das unterscheidet übrigens auch im normalen Leben den „Macher“ vom „Laberheinz“. Hinterher könne die, die es brauchen, so lange diskutieren wie sie wollen, der Zug ist abgefahren. Das Kind in den Brunnen gefallen. Oder, die Chance vorbei durch Taten zu glänzen.

Wenn ich also heute die Beiträge von schlauen Leuten in den sozialen Medien lese, liebe Leute, dass ist der Grund warum ihr nur Kommentare schreibt und keine Verantwortung tragt.

Das haben auch „Gott sei Dank“ die Experten so gesagt. In China hat man dann sehr schnell entschieden und gehandelt. Zu unserem aller Glück. In China hat man sich zu einem harten Lock-Down entschieden, weil es das Beste und Schnellste ist und weil China es machen kann! China konnte so die Belastung auf rund fünf Monate reduzieren. Jetzt fahren sie die Wirtschaft schon wieder hoch. Und im Vergleich zum Westen haben sie weniger Todesfälle. Die Zukunft wird zeigen, wie lange der Westen mit seiner chaotischen Methode darunter leiden wird. Es werden Jahre sein.

Hier eine Gegenüberstellung der mögliche Massnahmen.

  • Herdenimmunität erzeugen (Schweden, England) also keinerlei Lock-Down und Massnahmen zum Schutz (Masken), auf freiwilligen Schutz setzen.
    • Vorteile:
    • Schnelle Infektion und Immunisierung vieler. 1-1.5 Jahre.
    • Wirtschaft kann weiter machen. Weniger Arbeitslose und Pleiten.
    • Nachteile:
    • Sehr hohe Sterblichkeitsrate, viele Tote.
    • Überlastung des Gesundheitssystems und folgenden Wirtschaftseinheiten. Kranke müssen ja doch behandelt werden.
    • Wirtschaftsbelastung mit mittlerem Ausmass.
    • Dauer – viel zu lang – mini. >1.5 Jahre.

 

  • Gemässigter Lock-Down nach Zögern erzeugen (Deutschland, Schweiz, USA), also keine oder nur partielle Ausgangssperre, aber Schliessung von bestimmten Geschäften. Einforderung von Verhaltensmassnahmen.
    • Vorteile:
    • Ausbreitung verlangsamen. Ca. 1.5 – 3 Jahre.
    • Gesundheitssystem entlasten.
    • Den Goodwill des Volkes einsetzen.
    • Nachteile:
    • Mittlere Sterblichkeitsrate, immer noch viele Tote.
    • Gesundheitssystem arbeitet am Maximum – Frage wie lange geht das?
    • Goodwill des Volkes kann nicht bis zur Immunität erhalten werden. Ungeduld, zweite Welle.
    • Dauer – zu lange.

 

  • Harter Lock-Down erzeugen (China), Ausgangssperre, Geschäfte schliessen, Wirtschaft lokal runter fahren.
    • Vorteil:
    • Ausbreitung massiv verlangsamt. Ca. 5 Monate.
    • Gesundheitssystem entlasten.
    • Minimale Sterblichkeitsrate.
    • Minimale Auswirkungen auf die Wirtschaft.
    • Nachteile:
    • Harter Umgang mit dem eigenen Volk.
    • Dauer – kurz.

Die Frage ist – wollen wir Evolution oder bremsen wir die Natur?

Die Entwicklung von Viren und Bakterien wird sich so weiter entwickeln wie bisher, das gehört zur Evolution auf dieser Erde. Wir müssen dafür sogar dankbar sein und verstehen wie das System funktioniert. Die Coronavirus Pandemie wird nicht die letzte ihrer Art sein unter der wir leiden werden. In unserer heutigen Zeit, werden sich Viren und Bakterien, auch bei aller Vorsicht, schneller ausbreiten und sich schneller weiter entwickeln als alle Jahrtausende davor. Auch vor dem Coronavirus gab es Abwandlungen des Viren-Stammes der vor zwanzig Jahren begann und in regelmässigen Abständen von ein paar Jahren auf Menschen trifft. Wir wissen nicht wie viele ungültige Versuche, Mutationen des Virus es schon gegeben hat. Man weiss aber, dass dieser Virus-Stamm, wie andere auch, einer ständigen Mutation unterliegt. Mal mehr mal weniger mit starken Auswirkungen auf die befallenen Menschen.

Bei unserem heutigen Verhalten, dass nach Aufhebung der Lock-Down Regeln, sicher bei vielen so weiter geht wie vorher, besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass wir alle ein, zwei Jahre solch eine Pandemie durchlaufen werden. Die Bedingungen sind einfach ideal dafür. Wie sie sich auswirken, welchen Schaden wir davon tragen, liegt daran wie wir darauf eingehen oder nicht.

Die Frage ist wie gehen wir damit um? Welche Konsequenzen lernen wir für die Wirtschaft daraus? Welche Einstellung entwickeln wir gegenüber Opfern? Wird der Rest solidarisch sein und Regeln einhalten, um möglichst viele zu retten? Ändern wir unser Sozialsystem um wirtschaftliche Auswirkungen aus Pandemien abzufedern? Könnte uns ein Bedingungsloses Grundeinkommen die grössten wirtschaftlichen Probleme in solch einer Situation abnehmen? Können wir es schaffen unser Gesellschaftssystem auf solidarisch umzustellen?

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