Twitter Hack

Wie Twitter unerwünschte Accounts sperrt!

Wenn in den USA Wahlkampf ist, sind Twitter, Facebook und Co. in Alarmbereitschaft. Seit dem Märchen über die Manipulation der Wahlen durch angeblich russische „Hacker“ nutzen diese Unternehmen, die Möglichkeit unerwünschte Accounts zu sperren, wo es nur geht. Wer nicht in das Weltbild passt oder von anderen denunziert wird, der fliegt raus.

Und das wird so gemacht, dass der jeweilige Kandidat nichts dagegen machen kann, obwohl es Verfahren bei Twitter gibt, die helfen sollen. Das hört sich verwirrend an, ist es aber auch. Ich versuche es zu erklären.

Ein Account der irgendwie nicht in die Regeln der Twitter-Welt oder seinen Anhängern passt, dem wird einfach z. B. Spam vorgeworfen. Ob das wahr ist oder nicht. Der Account wird gesperrt und der User kann sich nicht mehr einloggen. Bei einem Loggin-Versuch wird gesagt, dass die Telefonnummer verifiziert werden muss. Man solle sich einen Code selber zusenden und diesen auf der Webseite eingeben. Nur, dieser Code kommt nie an. Die Telefonnummer kann man natürlich auch nicht ändern, an die der Code gesendet wird. Also ist man in einer Schleife gefangen, die endlos ist.

Natürlich kann man dann eine Mail über ein Formular an den Support von Twitter senden. Aber das Resultat ist das Gleiche – man bekommt nur eine etwas ausführlichere Mail mit den gleichen Anweisungen.

Twitter Support Nachricht
Twitter Support Nachricht

In einer anderen Mail vom Twitter Support wurde behauptet, dass man nicht mehrere Twitter Accounts besitzen darf. Oder das man pro Twitter Account nur eine Telefonnummer angeben darf.  All das ist natürlich falsch. Das Support-Team bei Twitter ist anscheinend vollkommen überlastet und/oder das System falsch programmiert.

Ein Schelm wer denkt, dass könnte Absicht sein. Ich habe mindestens zwanzig Accounts bei Twitter und das schon fast so lange es Twitter gibt. Ich benötige sie auch aus beruflichen Gründen. Zum Beispiel für andere Webseiten. Nie habe ich oder andere darüber Spam versendet. Seit der letzten US-Wahl werden die Accounts in regelmässigen Abständen gesperrt. Mal mit der Begründung, dass Spam versendet wurde oder es soll gegen andere Regeln verstossen worden sein. Ein genauer Grund wird nie angegeben. Ich vermute, dass man bei der Programmierung der neuen Regeln, alte Accounts vergessen hat und diese nun durch den Algorithmus einfach blockiert werden. Natürlich erscheinen diese Accounts als „auffällig“ in den Logs. Der Support sieht das und entscheidet, ah der war ja schon zig mal gesperrt. Das muss ja ein böser sein. Also sperren wir ihn auch wieder neu. So oder so ähnlich muss das ablaufen. Da Twitter ja 1.3 Milliarden Accounts hat, kann ihnen es ja egal sein, ob da ein paar „unabsichtlich“ gesperrt werden.

Mir kommt es so vor, dass der Support, der ja in einem jeweiligen Land für die Sperrungen zuständig ist, aus eigenen Interessen heraus hilft oder eben nicht hilft. Oft werden auch für den Support Freelancer verwendet, die sonst noch andere Jobs haben. So z. B. für eine Online-Agentur. Da liegen dann automatisch Interessenkonflikte vor, was aber Twitter wohl egal ist. So kann man es Wettbewerbern schwer machen. Twitter ist damit zu einem manipulierten Netz verkommen.

Update 13.11.2020

In den USA geht es wegen der Wahlen hoch her. Da das Resultat sehr knapp ausfällt, es geht nur um ein paar Tausend Stimmen Unterschied, gibt es viele verschiedene Gerüchte. Eine junge Frau ist der Wahlmanipulation hinterher gegangen. Unter dem Hashtag #maidenname oder #maidengate oder #maidennamegate auf Twitter wird diskutiert, ob es Betrug bei den Wahlen gegeben hat.

Das Einwohnermeldesystem in den USA ist haarsträubend. Einwohner melden sich nicht an oder ab und selbst wenn sie es tun, werden die Datensätze oft nicht aktualisiert. Heiratet eine Frau einen Mann, nimmt sie in den meisten Fällen den Nachnamen des Mannes an. Dabei kommt es häufig vor, dass der neue Name als neuer Eintrag in das Einwohnermelderegister eingetragen wird aber der alte nicht gelöscht. Es existieren dann oft zwei Einträge. Zieht das Paar dann noch um, was bei einer Hochzeit ja oft noch vorkommt, entsteht am neuen Wohnort wieder ein Eintrag. Lassen sich Paare wieder scheiden, geht das Eintragen an einem anderen Ort wieder von vorne los.

Das Schlimme daran ist, dass US-Bürger über diese Datensätze ihre Wahlunterlagen zugesendet bekommen. Da kann es sein, dass eine Frau unter ihrem Mädchennamen einen Wahlzettel an die Adresse ihrer Eltern gesendet bekommt, weil sie dort bis zur Heirat gelebt hat. Und einen zweiten Wahlzettel an ihrem neuen Heimatort wo sie mit ihrem Mann zusammen lebt. Da junge Menschen in den USA oft heiraten und sich wieder trennen und auch über Staatsgrenzen hinweg umziehen, können so mehrere Datensätze für ein und die selbe Person an verschiedenen Orten entstehen. Diese Wahlzettel können ganz legal von der Empfängerin ausgefüllt und abgesendet werden. An verschiedenen Orten, in Verschiedenen Staaten und so zigfach wählen.

Es gibt keine zentrale Datenbank oder eine Staaten übergreifende Abstimmung wer wo wohnt und seinen Namen geändert hat. Es sei denn er wurde kriminell und ist bei der FBI gelistet.

Früher ist das nicht so sehr aufgefallen, da die Resultate meist ganz eindeutig für oder gegen einen Kandidaten abgegeben wurden. Heute aber, und auch schon zur Wahl von Obama, werden die Ergebnisse immer enger. Das liegt auch daran, dass die Parteien erkannt haben, dass es diese „Lücke“ gibt. Angeblich sollen also Parteien diesen „mehrfachen“ Wahlzetteln nachgegangen sein und haben sie für ihre Zwecke genutzt.

Eine Twitter-Userin ist nun diesem Thema nachgegangen und hat auf Twitter darüber berichtet. Ihr Handel lautet @SomeBitchIKnow – Twitter hat jetzt, wie auch schon so oft, sehr radikale reagiert und hat den Account einfach gesperrt.

SomeBitchIKnow
SomeBitchIKnow
@SomeBitchIKnow
@SomeBitchIKnow

@SomeBitchIKnow ist bereits in Radio- und TV-Sendungen aufgetreten und hat eigentlich mehr oder minder amüsiert darüber berichtet. Es wäre eigentlich nicht notwendig gewesen den Twitter-Account zu sperren. Aber so wie Twitter reagiert, wird immer mehr klar, dass Twitter ganz massiv Einfluss auf die Wahrheit nehmen will.

Das Thema Wahlbetrug ist in den USA schon immer ein ganz grosses, weil es diese Strukturen, wie in anderen Ländern, nicht gibt. Das Einwohnermeldewesen ist schlechter organisiert als in manchen Drittweltländern. Aufgrund der Tatsache, dass die Wahlen auch noch sehr schlecht organisiert sind und es eben zu mehrfachen Wahlzetteln pro Mensch geben kann, ist das Thema „Wahlbetrug“ gerade wenn die Ergebnisse sehr eng beieinander liegen, kritisch. Dem darf sich auch eine Plattform wie Twitter nicht verschliessen.

Übrigens gibt es in den USA Millionen Menschen, die gar nicht wählen können oder dürfen. Alle die US-Bürger die kriminell geworden sind, sind von den Wahlen ausgeschlossen. Selbst oft noch ihr Leben lang nach der Verbüssung ihrer Taten. Viele US-Bürger haben sich nie an einer Einwohnermeldestelle angemeldet und bekommen so auch nie einen Wahlschein, der Voraussetzung ist überhaupt wählen zu können. Viele machen das nicht, weil sie nur schlechte Dinge von den Behörden zu erwarten haben. In den USA leben zudem rund 30-60 Mio. Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung, die natürlich auch nicht wählen dürfen oder können. Sie sind billige Arbeitskräfte und Freiwild für jeden der will.

Eigentlich wäre eine Diskussion über diese Missstände in den USA dringend notwendig. Noch weniger verstehe ich deshalb wieso Twitter die Userin sperrt. Auch ist mir unerklärlich wie die OSZE, die die Wahlen überwacht, solchen Dingen nicht nachgeht! Und dann noch verkündet, dass bei den Wahlen alles ordentlich und rechtlich einwandfrei zuging.

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