Wie kaufe ich im Internet richtig ein?

Jetzt ist gerade die richtige Zeit. Vor Weihnachten wird wohl am meisten eingekauft im ganzen Jahr. Natürlich kommt heute dabei auch der Einkauf im Internet in Frage. Denn, es hat oft grosse Vorzüge und entgegen einiger Meldungen ist es recht sicher. Damit es aber bei einem Vergnügen bleibt, sollte man einige Regeln beachten. Darüber können Sie hier lernen.

Einkauf im Inland oder Ausland

Einer der grössten Vorteile des Internets ist die Vergleichbarkeit von Produkten und Preisen – nicht nur regional sondern auch über Grenzen hinweg. Im europäischen Raum ist es z.B. fast kein Problem mehr Waren in anderen Ländern über das Internet zu kaufen. Ja, selbst in den USA oder Australien. Die meisten Abläufe in einem Online-Shop laufen dort genau so wie hier in der Schweiz oder der EU. Was soll man also beachten:

Die Währung

In der EU wird überwiegend mit Euro gerechnet, manche Online-Shops bieten aber auch die Möglichkeit die Währung umzustellen, z.B. in Schweizer Franken. In der Schweiz findet man das bei vielen Online-Shops. Man kann von Schweizer Franken in Euro oder sogar auf Dollar umstellen. Für Sie als Kunde ist es immer besser auf die einheimische Währung umzustellen, um später keine bösen Überraschungen zu erleben.

Verzollung und Mehrwertsteuer

Wenn Sie im Ausland einkaufen, egal ob über das Internet oder vor Ort, müssen Sie die Waren beim Zurückkomme an der Grenze verzollen. Das gilt auch weiterhin in der EU. Es gibt in vielen Ländern aber grosse Freibeträge oder Höchstmengen / Gewichte, unter deren Obergrenze man Waren nicht mehr anmelden und verzollen muss.  Wie hoch diese sind muss man bei seinem jeweiligen Zollamt nachfragen. In der Schweiz ist das z.B. der Schweizer Zoll. In Deutschland der Deutsche Zoll. Werden diese Beträge oder Mengen überschritten muss man selbst dafür sorgen, dass sie verzollt bzw. eingeführt werden. Ein Online-Shop sowohl auf Deutscher oder Schweizer Seite kann sich darum nicht kümmern, aber, eine gute Nachricht, bei Paketsendungen kümmert sich die Post oder das Transportunternehmen darum.

Zu der Höhe der zu bezahlenden Beträge gibt es oft Verwirrung, denn es gibt eigentlich drei Beträge die dabei zu berücksichtigen sind.

  • Gebühren für die Verzollung
  • Der Zoll selber
  • Mehrwertsteuer / Einfuhrumsatzsteuer

Irgend jemand muss ja die Verzollung durchführen. Bei Paketen oder Briefen macht das das Transportunternehmen z.B. die Post. In der Schweiz (also wenn man in die Schweiz importiert) liegt das bei normalen Sendungen zwischen 18 und 35 Schweizer Franken (z.B. Post). In Deutschland nennt man diese Gebühr „Abfertigungsgebühr“, sie werden meist direkt bei Anlieferung des Paketes oder später per Rechnung eingefordert. Je nach dem welchem Partner das Paket übergeben wird sind diese Kosten unterschiedlich und liegen auch im Bereich von 15 bis 30 Euro für normale Pakete.

Zusätzlich zu den Verzollungsgebühren verlangt der Zoll manchmal eine Zollgebühr auf die Waren die eingeführt werden. Um die heimische Wirtschaft zu schützen werden darüber einfach Gebühren für bestimmte Waren verlangt. Für den normalen Bürger und die Mengen die man normal üblich kauft ist das oft kein Problem. Nur bei grösseren Mengen, wertvollen oder besonderen Materialien kann das dann für den Otto-Normalverbraucher berechnet werden. Manchmal bekommt man dann später eine Rechnung vom Zoll oder der Verzoller, also z.B. die Post legt es aus und verlangt es später vom Kunden zusammen mit der Verzollungsgebühr.

Auf alle Waren zahlen wir als normale Kunden Mehrwertsteuer, selbst in den USA ist das so. Als Ausländer, der die Ware mit in das Ausland nimmt braucht man diese Steuer im Land in dem man kauft nicht zu bezahlen. Aber in dem Land in das man die Ware einführt schon. Wenn also ein Schweizer in Deutschland etwas kauft und es ausführt, braucht er die 19 % Mehrwertsteuer nicht zu bezahlen bzw. bekommt er sie wieder. Aber wenn er die Ware in die Schweiz einführt muss er die dortige Mehrwertsteuer in Höhe von 7.6 % bezahlen. Im Online-Shopping bedeutet das, dass man den Preis meist netto angezeigt bekommt und auch so bestellt, aber später eine Rechnung für die Mehrwertsteuer erhält die dann zu bezahlen ist. Oft macht das der „Verzoller“ z.B. die Post für einen mit. Tipps vom Deutschen Zoll.

Im einfachsten Fall kommt der Postbote, bringt das Paket an die Tür und sagt, ich bekomme jetzt von ihnen noch 35,50 CHF. Oft ist darin dann alles enthalten. Die Gebühr für die Abwicklung, der Zoll und die Mehrwertsteuer (die auch in dem Fall Einfuhrumsatzsteuer genannt wird).

Transportkosten

Neben dem Produktpreis und der Verzollung sind die Transportkosten noch oft ein wichtiger Punkt. Diese werden meist vom Online-Shop direkt verlangt und zum Verkaufspreis addiert. Je nach dem mit welchem Transportunternehmen der Online-Händler zusammen arbeitet, können diese Kosten unterschiedlich hoch ausfallen. In den meisten Fällen werden sie aber während des gesamten Einkaufsprozesses angezeigt. Diese sollte man mit anderen Angeboten vergleichen und den gesunden Menschenverstand einsetzen. Es gibt nämlich Online-Händler die über die Transportkosten einen Teil ihres Gewinn einfahren. Leider ist es aber auch im Normalfall so, dass selbst leichte Ware teuer ist zu versenden. Zwischen den europäischen Ländern, den USA und einigen anderen Ländern gibt es Abkommen in denen die Kosten für normale Pakete und Warensendungen mit niedrigen Pauschalen gedeckelt wurden.

Kosten wie im normalen Geschäft

Zusammenfassend kann man sagen, die Kosten für eine Online-Bestellung aus dem In- und Ausland setzen sich immer aus dem Preis, plus den Transportkosten und der Mehrwertsteuer zusammen. Im Falle des Einkaufs aus dem Ausland kommt die Gebühr für die Verzollung dazu und eventuell der Zoll. In sofern unterscheidet sich ein Online-Einkauf nicht von einem Einkauf im Geschäft das sie persönlich besuchen. Mit dem Unterschied, dass sie online nicht zu dem Geschäft fahren müssen, kaum oder weniger Zeit benötigen und besser mit anderen vergleichen können. Stellen sie sich vor sie müssten all diese Geschäfte abfahren?

Der Einkaufsprozess

Der Warenkorb

Der Einkaufsprozess funktioniert in den meisten Online-Shops immer gleich. Man wählt ein Produkt aus und legt es in den Warenkorb so wie im Supermarkt Waren in den Einkaufswagen gelegt werden. Dazu hat man meist Links oder Knöpfe auf die man klicken muss. Den Warenkorb kann man meist aufrufen um zu sehen was denn schon alles in ihm liegt. Ausserdem kann man die Waren natürlich wieder aus dem Warenkorb heraus nehmen.  Wenn man seine Auswahl getroffen hat ruft man den Warenkorb auf und geht dann zur Kasse.

Das Kundenkonto

Wenn man bereits Kunde in dem Shop war, hat man bereits Zugangsdaten mit dem man sich anmelden kann. Wenn nicht, muss man erst mal sein Kundenprofil (Account) anlegen. Meist wird man durch entsprechende Links an die richtige Stelle geführt. Bei der Anmeldung gibt man dann seine Adresse an, eventuell eine andere Lieferadresse, Telefonnummer und Email-Adresse. Beide letztgenannten Einträge sind sehr wichtig. Denn der Kundendienst kann Sie im Fall eines Problems nur kontaktieren wenn er eine funktionierende Email-Adresse oder eine gültige Telefonnummer von ihnen hat. Oft bekommen sie nach dem Ausfüllen der Daten ein Email mit dem Sie bestätigen sollen, dass der Eintrag von Ihnen stammt. Das ist eine Sicherheitsvorkehrung, damit sich niemand als Sie ausgeben kann. Meist müssen Sie bei dem Ausfüllen ihrer Daten auch einen Benutzernamen und ein Passwort auswählen, mit dem Sie sich später im Online-Shop anmelden und ihren Einkauf fortsetzen können. Falls Sie vorher schon Waren in den Warenkorb gelegt haben, hat sich das meistens der Shop gemerkt.

Der Weg zur Kasse

Wenn Sie nun im Shop offiziell angemeldet sind und den Warenkorb mit den gewünschten Waren vor sich haben, können Sie zur Kasse gehen. Auf dem Weg dorthin werden ihnen aber weitere Fragen gestellt. Zum Beispiel, wie Sie die Ware geliefert bekommen wollen. Manchmal kann man dann zwischen Transportunternehmen wechseln oder die Art, z.B. „Economy“ oder „Priority“ auswählen. Die Preise für die unterschiedlichen Einstellungen werden angezeigt. Bei einigen Systemen können Sie sogar eine Nachricht hinzufügen oder eine Geschenkverpackung wünschen. Sie können auswählen ob an Ihre Adresse geliefert werden soll oder an eine andere, das ist oft von Shop zu Shop unterschiedlich. Sie folgen am besten allen Anweisungen auf den Seiten.

Die Bezahlung

In vielen Shops können Sie im Bestellprozess auswählen, wie sie bezahlen möchten. Die einfachste Art ist natürlich per Rechnung. Viele Online-Shop-Betreiber bieten das aus Sicherheitsgründen nicht mehr an. Dann gibt es die Bezahlung per Kreditkarte oder sogenannten Payment-Diensten, wie PayPal oder Moneybookers. Bei diesen muss man meist Mitglied sein, was oft kostenlos und ganz praktisch ist. Natürlich bieten auch manche Shops Nachname oder natürlich auch Vorkasse an. Bei Vorkasse wird ihnen nach der Bestellung eine Email zugesendet in der alle Angaben stehen, wie Sie bezahlen können, die Ware wird dann nach Zahlungseingang verschickt.

Bei Kreditkarte oder Payment-Dienst wird man meist kurz zur Bezahlung auf das entsprechende System weitergeleitet, bei dem mann den Betrag bezahlen kann. Wichtig ist, dass in ihrem Browser immer das Symbol für eine sichere Verbindung angezeigt wird. Sie finden es unten in der Leiste unter dem Fenster.

Es symbolisiert, dass die Daten, die Sie übertragen verschlüsselt übertragen werden und sie von niemandem abgehört werden können.

Die Bestellung

Bevor Sie Ihre Bestellung endgültig abschliessen, kommen noch zwei Dinge auf Sie zu. Erstens eine Übersicht über Ihren Auftrag in dem noch einmal alle Waren und Kosten mit dem Gesamtpreis aufgeführt werden und zweitens die Bestätigung bzw. Anerkennung der AGBs (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) des Online-Shops. Meist ist letzteres in Form eines Häkchen vor dem Absenden des Auftrags möglich. Wenn Sie dann den Auftrag abgesendet haben, erhalten Sie kurz danach eine Email mit der Auftragsbestätigung. Bei manchen Systemen wird der Auftrag erst durch einen Mitarbeiter geprüft und dann die Bestätigung abgesendet, also kann es auch mal ein oder zwei Tage dauern bis Sie die Bestätigung erhalten. Im Normalfall aber sofort.

Nach der Bestellung

Status „In Bearbeitung“

Viele Online-Shopping-Systeme haben ein Statussystem. Ist die Bestellung abgegeben worden, so ist der Auftrag im Status „In Bearbeitung“ und in der Bestätigungsmail, die Sie bekommen, steht dieser Status auch so. Meist sind in der Bestätigungsmail weitere Angaben über den weiteren Verlauf des Auftrags sowie Kontaktdaten angegeben.

Status „Warte auf Zahlungseingang“

Wenn z.B. Vorkasse als Zahlungsmöglichkeit gewählt wurde, kann es auch sein, dass der Auftrag den Status auf „Warte auf Zahlungseingang“ gesetzt wurde. Dann sind alle Daten zur Bezahlung in der Bestätigungsmail enthalten und der Online-Shop wartet darauf, dass der Rechnungsbetrag überwiesen wird.

Status „Bezahlt, in Bearbeitung“

Wurde der Auftrag im Bestellprozess mit einer Kreditkarte, PayPal oder einem anderen elektronischen System bezahlt, kann es auch sein, dass der Auftrag den Status hat „Bezahlt, in Bearbeitung“. Das bedeutet, dass der Online-Shop die Ware nur noch verpacken und liefern muss, das Geld ist dann eingegangen. Bei Vorkasse kann das natürlich erst erreicht werden, wenn der Betrag dann überwiesen wurde.

Status „Versendet“

Jeder Online-Shop kann seine eigenen Status – Meldungen haben. Bei oben gezeigtem hand-fans.ch – Shop, senden wir immer eine Status-Email wenn sich der Auftrag verändert, z.B. wenn die Zahlung eingegangen ist oder die Lieferung versendet wurde. Natürlich und besonders ändern wir dann den Status auf „Versendet“ wenn wir die Ware abgesendet haben. Dadurch weiss der Kunde, das die Ware unterwegs ist.

Kommunikation mit dem Shop

Viele Online-Shopping-Systeme haben einen Bereich in dem Sie ihre Daten einsehen und verändern können. Dort kann man meist auch in dem Auftrag Kommentare abgeben und auf Fragen des Shops antworten. Es ist die beste Form mit dem Online-Shop zu kommunizieren, denn ihre Angaben stehen zum richtigen Auftrag an der richtigen Stelle.

Viele Shops haben aber auch Kontaktformulare in denen man seine Wünsche schreiben und sie an den Shop senden kann.

Natürlich können Sie auch direkt per Email oder Telefon mit dem Online-Shop kommunizieren.

Ein Beitrag von gh consulting – gordian hense

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