Rezension – Die schützende Hand: Denglers achter Fall

Bildschirmfoto 2016-01-29 um 13.29.47Obwohl ich das Buch noch nicht richtig zu Ende gelesen habe, möchte ich schon jetzt hier eine Rezension dazu schreiben.

Das Buch ist sensationell. Nicht so sehr wie es geschrieben ist, sondern die Informationen und Zusammenhänge sind es die mich zu dem Urteil veranlassen. Gut, es ist ein Roman. Da kann vieles erfunden sein. Ich beschäftige mich aber schon lange mit den Themen die in dem Buch verarbeitet werden. Und, ich muss sagen, es liefert mir weitere sensationelle Zusammenhänge, welche ich für realistisch halte.

Nur ein paar Beispiele:

Deutschland hat seine „offizielle Souveränität“ (1989-91) von den USA nicht umsonst bekommen. Deutschland hat seine „Wiedervereinigung“ von den USA nicht umsonst bekommen. Wer bei beiden Themen glaubt, es gäbe keine Gegenleistung, der ist naiv.

Die wichtigsten Protagonisten seiner Zeit, wie Margarete Thatcher, François Mitterrand und die US-Elite waren damals gegen die Wiedervereinigung Deutschlands. Alle befürchteten, dass Deutschland wieder Europa dominieren möchte und könnte. Das wollten alle verhindern. Mit Ausnahme Michael Gorbatschows. Er stimmte sofort, als einziger der Alliierten, einer Wiedervereinigung ohne Bedingungen zu.

Nun, warum haben dann die USA unter G. H. W. Bush dieser Wiedervereinigung zugestimmt und alle die dagegen waren dazu überredet auch zuzustimmen? Es muss etwas wertvolleres gegeben haben und heute noch geben, was ihnen, den USA, Frankreich und England mehr wert war, als die Angst vor einer Übermacht Deutschlands.

Hier im Buch von Wolfgang Schorlau, dem achten Fall Denglers wird einem das klar. Deutschland hatte sich nach dem Krieg verpflichtet nur eine halbe Souveränität – eine öffentliche – ein und an zu nehmen. Es wurde ausgemacht, das Geheimdienste und bestimmte Abteilungen in der Regierung durch die USA bzw. dem Kontrollrat geführt werden sollten. So z.B. die Vorgängerversion des BND – Organisation Gehlen (mit einem ehemaligen Nazi mit Namen Gehlen an der Spitze). Die Überwachung aller Telekommunikations- und Postgeheimnisse. Und viele andere mehr. Deutschland wurde nur „öffentlich“ von der Bundesregierung regiert und nur „öffentlich“ von seinen Institutionen und Ämtern. In Wahrheit wurde alles hinter den Kulissen von den Alliierten – de facto – den USA kontrolliert. Alles wurde ausspioniert und nach Washington gemeldet. Selbst Patente, technische Zeichnungen und geheime Unternehmensverträge spähten die US-Behörden oft im Deckmantel Deutscher Behörden aus und lieferten es an die Regierung in den USA, die diese Informationen an die hiesigen Unternehmen weiter gaben.

Eine ganze Generation Deutscher wurde, ihr ganzes Leben, hinter das Licht geführt und musste zu einem grossen Teil für die USA arbeiten.

Es gab zwischen den Alliierten und Deutschland keinen Friedensvertrag, aber verschiedene Verträge die den Status nach dem Krieg regeln sollten. So z.B. ein Waffenstillstandsabkommen, den Kontrollrat und das Besatzungsrecht. Grundsätzlich aber – und das ist wichtig – wurde festgehalten, sollte sich Deutschland West mit Deutschland Ost einmal wieder vereinigen, dann sollte Deutschland seine volle Souveränität wieder erhalten.

Mit der Wiedervereinigung war 1989 der Tag gekommen, an dem das nun gelten sollte. Hätte man einer vollen Souveränität Deutschlands zugestimmt, wären in Folge alle geheimen Abkommen aufgeflogen und es wäre vermutlich zu Demonstrationen mit einer Destabilisierung Deutschlands gekommen. Das wäre auch zum Schaden der Alliierten geworden. Zeitgleich war ja der Westen und Osten immer noch im kalten Krieg. Es hätte ja sein können, dass Deutschland sich mit seiner Souveränität auf die Seite des Ostblocks geschlagen hätte. Dann wäre der Westen Europas und die USA bedroht gewesen. Das musste und wollte man verhindern.

Also dachte man sich eine viel clevere Idee aus. Warum sollte man die Chance auf eine Wiedervereinigung nicht nutzen um einen viel besseren Weg zu gehen? Man schlug Deutschland vor, einen zwei-plus-vier Vertrag abzuschliessen, in dem die Rechte der Alliierten – de facto nur den USA – einfach weiter in Deutschland bestehen und darüber hinaus noch erweitert werden sollten. Die verantwortlichen Deutschen Politiker stimmten diesem Vorschlag zu. In Nebenverträgen und in NATO-Verträgen wurden also die Rechte der USA zur Besatzung Deutschlands, der Kontrolle der Geheimdienste und der ständigen Überwachung der Bürger, Unternehmen und Institutionen über 1989-91 hinaus fixiert. Dazu zählt auch, dass die USA ihre Militärpräsenz nach belieben auf dem Deutschen Boden einnehmen und ausbauen kann. Das waren die Bedingungen. Helmut Kohl und Hans-Dietrich Genscher haben die Souveränität Deutschlands am 15.03.1991 durch die Ratifizierung des Vertrags durch die Sowjetunion endgültig angenommen und damit ihr Volk an die USA verkauft. Ihr Volk an die USA, mit grossen Nachteilen für das Volk, verkauft.

Aufgrund dieser Sachlage kann man sich die „nicht Verfolgung“ der NSA – Abhöraffäre, die Drohnen-Morde von Deutschem Boden aus (Ramstein) und die Einflussnahme auf Medien und Wirtschaft durch die USA erklären. De facto wurde der Zustand der Nachkriegsregelung auf alle Zeiten in und für Gesamt-Deutschland festgeschrieben. Deutschland bekam dafür die DDR zurück. Die USA benutzen von nun an Deutschland als ihren militärischen und politischen Standort zur Unterdrückung der EU, dem Einfluss auf Russland und als Stützpunkt für Angriffe auf Nah-Ost. Ein Bundeskanzler oder eine Regierung in Deutschland ist auf das Wohlwollen der US-Regierung angewiesen.

Vor diesem Hintergrund sind die „vermutlichen“ Morde an Alfred Herrhausen durch die RAF, der NSU in Neu-Köln und der Fall Beate Zschäpe zu sehen. Wolfgang Schorlau untersucht in seinem Buch den Fall der beiden „angeblichen“ Neo-Nazi-Mörder Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt  sowie Ihren angeblichen „Selbstmord“. Anhand akribischer Untersuchung der Vorgänge stellt er im Buch fest, dass sie die Morde nicht begangen und sie sich auch nicht selber umgebracht haben können. Die Faktenlage macht das gar nicht möglich. Das vielmehr der Verfassungsschutz hinter den Morden an den Opfern in Neu-Köln und der Polizeimeisterin Michèle Kiesewetter stecken muss – die überhaupt nichts miteinander zu tun haben. Frau Beate Zschäpe schwebt in einer fürchterlichen Lage. Der Verfassungsschutz möchte sie lieber tot sehen, da sie Mitwisserin ist. Das würde erklären warum sie nicht vor Gericht aussagt. Gleichzeitig muss sie sich auch für die Zeit nach einem Urteil absichern.  Es wird vermutet, dass sie ein Kind hat und damit erpresst wird bzw. das ihre einzige Chance ist mit dem Leben davon zu kommen.

Mich hat das Buch bis dahin zu tiefst erschüttert. Schon immer habe ich diese Dinge geahnt. Ich habe zu viel über Ungereimtheiten in politischen und militärischen Fällen gelesen, die nun bestätigt werden. Auch wenn das Buch ein Roman ist, ist an den Behauptungen viel Wahres dran und die Deutsche Bevölkerung sollte da nachbohren.

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