Grösste Gefahr bei Ripple / XRP durch hohe Verluste

Ripple ist keine Kryptowährung in dem Sinne, wie manche glauben möchten. Ripple ist ein kommerzielles Netzwerk geschaffen und finanziert von grossen Unternehmen und Banken. Unter anderem ist die Santander Bank und Google Ventures bzw. Alphabet Inc. daran beteiligt. Das Netzwerk ist ein zentrales und geschlossenes System in dem die Geldmenge, XRP genannt, durch die Firma Ripple Inc. bestimmt wird. Das heisst der Wert einer einzelnen Einheit wird massgeblich durch die Firma bestimmt. Derzeit werden jeden Monat Unmengen an Coins auf den Markt geworfen um den Kurs niedrig zu halten. Trotzdem ist der Kurs stark gestiegen. Woran das liegt, lesen Sie weiter unten. Ich halte Ripple / XRP für ein Trojanisches Pferd mit dem Anleger auf eine gefährliche Investition gelockt werden sollen.

Unterschiede zu Kryptowährungen

  • Geschlossenes Netzwerk eines Unternehmen
  • Kommerzieller Betreiber mit wirtschaftlichen Interessen
  • Geldmenge wird durch Hersteller bestimmt
  • XRP kann nur im Netzwerk gehandelt werden
  • Alternative für Banken zu herkömmlichen Überweisungen
  • Adaption heutiger Bankenstruktur in der digitalen Welt
  • Schulden machen ist möglich
  • Hohe Abhängigkeit der Anleger zum Hersteller
  • XRP wird nicht ge-mint sondern hergestellt

Echte Kryptowährungen unterscheiden sich also massiv von Ripple / XRP. Bitcoin z.B. wird in einem offenen Netzwerk mit verteilten Datenbanken gehandelt. Es kann aber auch direkt zwischen zwei Partnern gehandelt werden (Per-to-Per) wie Bargeld ohne einen Dritten. Ripple ist ein geschlossenes Netzwerke eines Unternehmen. XRP kann nur dort gehandelt werden. Hinter Bitcoin stehen keine kommerziellen Interessen, ausser die Miner die Bitcoins minen. Das ist aber im Interesse aller Bitcoin-Besitzer. XRP (Ripple) wird von einem Unternehmen hergestellt und die Geldmenge kann beliebig ausgeweitet werden – damit kann der Wert massiv beeinflusst werden. Und zwar von einem Unternehmen – Ripple. Der Handel von Bitcoin wird dagegen nicht durch kommerzielle Unternehmen gesteuert, ist also frei. Bei einem kommerziellen Interesse (Ripple) ist der Eingriff des Herstellers zu erwarten, der den Kurs beliebig manipulieren kann. Bei Bitcoin wird die Geldmenge durch das Mining bestimmt, die endlich ist. Das heisst für die Anleger ist eine hohe Sicherheit gegeben das seine Werte nicht beliebig verfallen. Bei XRP liegt es in der Hand der Firma Ripple Labs Inc. den Kurs zu bestimmen. Im Grunde ist das Ripple – Netzwerk nur eine Adaption heutiger Überweisungssysteme wie z.B. SEPA. Ripple tut aber so, als wäre es das erste Netzwerk in dem Sekundenschnelle Überweisungen getätigt werden können. Was theoretisch heute schon über z.B. SEPA geht. Da SEPA aber nur in Europa existiert und der Rest der Welt keine solchen Systeme hat, ist der Andrang auf XRP / Ripple nachzuvollziehen. Im Grunde ist das aber ein PayPal-System mit eigener Währung.

Exempel statuieren

Es besteht die Gefahr, das Ripple aus politischen oder taktischen Gründen Exempel statuiert. Alle Welt warnt vor dem Totalverlust bei Kryptowährungen, weil die Bankenwelt für sich eine grosse Konkurrenz darin sieht. Jährlich werden mit dem Umtausch von Währungen, Überweisungen und Transaktionsgebühren Milliarden erwirtschaftet. Die Banken leben heute vor allem von diesen Einnahmen plus den Investments mit Kundengeldern – die Gelder, die jeder auf seinem Konto liegen hat. Mit dem einfachen Kunden will man sich nicht beschäftigen. Die eigentliche Aufgabe der Banken, das Geld der Zentralbank an die Kunden weiter zu geben und Kredite zu genehmigen, wird vernachlässigt, weil man mit den anderen Dingen mehr verdienen kann. Durch Kryptowährungen wird das wieder an die richtige Position geschoben. Banken müssen sich in Zukunft wieder mehr ihrer wahren Aufgabe stellen. Kontoführung und Kreditvergabe. Sonst gehen sie kaputt.

Was spielt Ripple dabei für eine Rolle? Einmal kann Ripple sein Netzwerk als Konkurrenz zu SEPA weltweit anbieten, was schon lange überfällig war. Man muss wissen, dass die meisten Überweisungen ausserhalb Europas immer noch auf umständliche, altmodische Weise ausgeführt werden, die viel Zeit und Geld kosten. Ja, manche Banken bieten gar keine Überweisungen an. So ist es in den USA oft üblich eher einen Check auszustellen, als eine Überweisung durchzuführen. Gleichzeitig kann Ripple z.B. durch einen gezielten Kursdruck viele Anleger in den Ruin treiben und damit die Angst vor Kryptowährungen erhöhen. Angenommen Ripple wirft wieder erwarten sehr grosse Mengen an Coins auf sein Netzwerk und reduziert dadurch massiv den Kurs. Was dann passiert ist klar. Na, seht mal, wir haben es doch immer gesagt, kann dann die Bankenbranche sagen, Kryptowährungen sind nicht sicher. Ripple kostete das nicht viel Geld – ihr eigentliches Geschäft sind die Transaktionsgebühren für Überweisungen und das werden die Banken rege nutzen. Und so kann man die lieben kleinen Schafe wieder zurück in die Arme der Banken treiben. Das ist mit klassischen Kryptowährungen nicht möglich, da es keine zentrale Organisation gibt.

Abhängigkeit von den USA, politische Willkür

Aktuelle Kryptowährungen, wie z.B. Bitcoin, werden politisch oder aus militärischen Gründen nicht beeinflusst, weil es keinen geben kann der solche Entscheidungen treffen oder das steuern könnte. Mit Bitcoin kann jeder handeln, vollkommen unabhängig von seinem Standort oder politischen Einstellung. Bei Ripple / XRP ist das eindeutig anders. Das Unternehmen Ripple ist ein US-Unternehmen, das den Vorschriften der USA unterliegt und zwar natürlich auch bezogen auf Steuern und auf Sanktionen gegen Länder oder Menschen. Es besteht die Gefahr, dass Guthaben durch die Regierung eingezogen oder eingefroren werden können. Noch dazu müssen solche Unternehmen immer eine Hintertür für die Geheimdienste offen halten, damit die alle Transaktionen und Guthaben kontrollieren können.

Alle Länder, die z.B. mit den USA in einem Konflikt stehen, werden das Netzwerk sicher meiden oder laufen Gefahr entsprechend behandelt zu werden. Darin unterscheidet sich Ripple in keiner Weise von den klassischen Überweisungssystemen der Banken. Aber diametral entgegengesetzt von „echten“ Kryptowährungen.

US-Wirtschaft und Dollar stützen

Natürlich werden solche Finanzunternehmen auch immer mit dem Hintergedanken gegründet die heimische Wirtschaft und Währung zu stützen. Die Bankenkrise, von 2008, war eigentlich keine Bankenkrise, sondern eine Krise fauler Kredite von US-Unternehmen aus der Finanz- und Versicherungsbranche. Um sich zu schützen haben diese US-Unternehmen ihren Bank-Partnern auf der ganzen Welt die faulen Kredite ihrer Bürger aufgeschwatzt und wer musste den Schaden bezahlen? Natürlich hauptsächlich Bürger aus nicht US-Staaten. Die Unternehmen in den USA haben sich wohl überlegt, wem sie die faulen Papiere andrehen. Natürlich kann und wird ein Unternehmen wie Ripple in einer ähnlichen Situation ähnlich verfahren. Zum Beispiel in dem es den Umtauschkurs zum Dollar fördert und zu anderen Währungen schwächt oder sogar verbietet. Dann müssen Europäer erst ihre Euros in Dollar umtauschen um XRP zu kaufen. Eine solche Einschränkung ist z.B. mit Bitcoin nicht möglich. Ripple kann so bewusst die heimische Währung und Wirtschaft unterstützen und „Gegner“ das Leben schwer machen. Und genau zielt das Vorhaben u.a. darauf ab, andere Währungen und Länder aus dem Geschäft fern zu halten.

XRP Geschenke an Jedermann

Ripple hat ein sogenanntes „Charitable contributions“ System, über das es XRP in beliebiger Menge als „Spende“ an Partner, Freunde oder Kunden verschenken kann. Das Board of Directors von Ripple entscheidet an wen und wie viel XRP an diese Zielgruppe geht. Auch das kann den Kurs des XRP stark beeinflussen. Jeder der sein Geld in XRP anlegt ist also davon abhängig ob das BOD viel oder wenig „spendet“. Stellen Sie sich eine Bank vor die nach Lust und Laune Gelder ihrer Kunden als Spenden an andere verteilen würde? Wäre das in Ihrem Interesse?

Ripple ist sein bester Kunde

Ripple besitzt derzeit rund 60 % seiner eigenen Währung XRP. Das spricht nicht für ein grosse Vertrauen durch Anleger. Und wieder ist es ein Punkt mit dem das Unternehmen den Wert beliebig selber definieren kann.

 

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