Den Bock zum Gärtner gemacht – Fachorganisation von Electrosuisse

Wie passt das zusammen? Ein AMAG CH (VW) Chef ist gleichzeitig Chef von e‘ mobile der Fachorganisation von Electrosuisse für „effiziente“ Fahrzeuge. Da hat man wohl den Bock zum Gärtner gemacht? Heute auf dem Energie-Gipfel hat er auch gleich unglaubliche Darstellungen veröffentlicht. U.a. in der Präsentation über die Darstellung „Well to Wheel“ die die Energieeffizienz von Elektroautos gegenüber Verbrennungsmotoren darzustellen. Natürlich vergisst Herr Dino Graf einfach mal die Herstellungs- und Beschaffungskosten und Energie.

Falsche Darstellung von „Well to Wheel“ !

Wenn man schon eine Energie-Bilanz als Vergleich zwischen Elektroauto und Verbrennungsmotor ziehen will, muss man alle Energie mit einbeziehen. Also auch die zur Beschaffung von Rohöl, Raffinerien, Schiffen die das Öl transportieren, bis hin zum Wirkungsgrad eines Autos.

Richtige Darstellung von „Well to Wheel“ !

 

  • Vergleicht man Elektroautos und Autos mit Verbrennungsmotoren, so ist die Beschaffung von Strom im Vergleich zu Öl um 70 % energiesparender.
  • Betrachtet man die Energie die man zur Herstellung von beiden Systemen benötigt sind Elektroautos um 50 % energiesparender.
  • Dazu muss man als dritte Komponente den Wirkungsgrad der beiden Systeme vergleichen. Da ist ein Elektroauto um 60 % besser als Verbrennungsmotoren.

Vorteile in Kosten, CO2 und Effizienz schlagen alle anderen Systeme

Das das auch so bei den Kosten und dem CO2 Verbrauch ist, braucht man nicht weiter erklären. Auch braucht man für Sonnen- oder Windenergie keine Verteilungskämpfe also keine Kriege führen. Alle wissenschaftlichen Prognosen beweisen, dass die Leistungsfähigkeit von Batterien in den nächsten Jahren um ein Zigfaches gesteigert werden. Auch die Herstellung und das Recycling von Batterien wird zunehmend umweltschonend, ja wenn nicht sogar umweltneutral geschehen. Tesla beweist das schon heute.

Elektroautos sind somit sogar noch energiesparender und umweltfreundlicher wenn der Strom nicht „sauber“ hergestellt wird. Dabei wurden noch nicht mal alle anderen Umwelteinflüsse untersucht. Wie z.B. Lärm, direkte Staub- und Partikelemissionen.

Es verwundert einen schon, dass auf solch einem Gipfel jemand solche halben Präsentationen verbreiten kann. Da kommt der Verdacht auf, dass der Herr ein „kleines“ Interessenkonflikt hat.

Kosten und Investoren werden sowieso den Ausschlag geben

Wer jetzt immer noch nicht überzeugt ist, dass Elektroautos das bessere Transportmittel ist, der wird hoffentlich von den wirtschaftlichen Fakts überzeugt werden.

  • Durch Elektroautos werden grosse Batterien zur Massenware und damit billiger.
  • Die Hersteller werden versuchen die Batterien immer leistungsfähiger zu machen, da das das Hauptargument gegen Elektroautos ist.
  • Für Investoren sind Elektro-Auto-Hersteller sehr lukrativ. Man kann in einen Markt von der Seite einsteigen. Mit wenig Geld kann man grosse Anteile kaufen. Und die Gewinnaussichten sind sehr gut.
  • Autozulieferer werden auf den Zug für Elektroautos aufspringen, weil sie Angst um Verluste bei der klassischen Industrie haben müssen (siehe Bosch).
  • Politische Entscheidungen in Asien und den USA werden dazu führen, dass Elektroautos favorisiert werden und somit deren Produktion und Kostenabbau gefördert werden.
  • Die Solarindustrie wittert neue, grosse Geschäfte, da man nun mit grossen Batterien auch in Häusern Strom speichern kann.
  • Schon jetzt steigen in den USA die Verkäufe für Solaranlagen mit PowerPacks (grossen Batterien) – siehe Tesla – pro Jahr um 10 %.
  • All das führt dazu, dass Strom zunehmend selber auch dem Dach erzeugt wird und sogar Überschüsse in das Netz zurück geführt werden können. Alle Häuser werden vernetzt.
  • Der Vorteil: Strom ist dann verfügbar wenn er gebraucht wird. Damit wird er billiger. Tony Seba ein angesehener US-Berater hat ausgerechnet, dass der Strompreis dadurch in den nächsten 3-4 Jahren um 4/5 fällt. Von ca. 20 Ct./kWh auf 4 Ct./kWh. Das sind Dimmensionen.

Schauen und hören Sie sich den Vortrag von Tony Seba an der Standford University an und beginnen Sie zu begreifen, was auf uns zukommt.

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