Aussagen eines Professors zu Bitcoin widerlegt

Im tagesanzeiger Schweiz wurde ein Beitrag eines Wirtschaftswissenschaftler von der Universität Freiburg (Schweiz) zum Bitcoin veröffentlicht. Darin sind extrem viele Fehler enthalten und die Hälfte der Wahrheit verschwiegen. Der ganze Beitrag ist tendenziös und zum grossen Teil einfach faktisch falsch. Es wunder einen schon, wenn solche Leute Professoren an Universitäten sind. Die die Jugend ausbilden und ihnen einen guten Start in ihr Leben geben sollen.

Zitat: „Langfristig dürften Bitcoin praktisch wertlos sein.“ Hinter dem Bitcoin stehen bis jetzt rund 9.5 Millionen Anleger. Diese Anleger haben ein Kapital von rund 160 Milliarden Dollar (Marktkapitalisierung) in Bitcoin investiert. Wie kann ein Professor für Wirtschaftswissenschaftler solche Fakten ignorieren? Diese 9.5 Mio. Menschen sind alle doof und sie haben alle zusammen 160 Milliarden in Dollar einfach so mal zum Spass investiert? Der tägliche Zuwachs an Bitcoin-Kunden und Investitionen ist so gross wie bei keiner anderen Bank oder Währung.
Kann es sein, dass der Professor diesen Artikel für die klassische Finanzbranche schreibt, weil sie Angst haben, dass ihre Kunden zu Bitcoin abwandern und sie dann ihre horrenden Provisionen nicht mehr verdienen?

Zitat: „Zur Wertaufbewahrung ist sie attraktiv, solange ihr Wert steigt.“ Das ist falsch. Wie jede Währung schwanken die Kurse auch bei Bitcoin. Bitcoin ist noch eine jungen Währung und wie bei neuen Aktien, Währungen, Derivaten sind die Kurse am Anfang immer volatil. Das entscheidende Wörtchen das hier fehlt ist „langfristig“. Es müsste also heissen: „Zur Wertaufbewahrung ist sie attraktiv, solange ihr Wert langfristig steigt.“ Und das hat der Bitcoin nun in zehn Jahren kontinuierlich bewiesen. Der Franken ist in den letzten zehn Jahren dagegen zum Euro stark gefallen. Über 20 %! Tauschen jetzt alle Besitzer ihre Franken in Euro um? Nein. Warum? Weil es immer noch ein wertvolles Zahlungsmittel ist. Das ist der Bitcoin auch. Immerhin stehen mehr Anleger hinter ihm als die Schweiz Einwohner hat.

Zitat: „Denn sobald der Wert aus – irgendeinem Grund sinkt, ist die Währung zur Wertaufbewahrung unattraktiv, was weitere Kursverluste auslöst. Wann genau der Wendepunkt eintrifft, ist kaum zu prognostizieren.“ Das ist pure Spekulation und das lesen in Glaskugeln. Es ist also suggestive und soll die Leser negativ beeinflussen ohne Fakten zu nennen. Man stelle sich vor ein Professor äussert so etwas über den Franken?

Zitat: „Für legale Transaktionen ist Bitcoin ein schlechtes Tauschmittel.“ Man o Man, so etwas von einem Professor für Wirtschaftswissenschaften!? Das Handelsvolumen von Bitcoin war in den letzten 24 Stunden (!!!) umgerechnet 1.6 Milliarden Dollar. Es gab rund 340’000 Transaktionen – also Tauschgeschäfte. Wie kann der Bitcoin also ein „schlechtes Tauschmittel“ sein? Der Mann schreibt sich ja um Kopf und Kragen. Mit dem Wort „legal“ impliziert er, dass Bitcoin eine Währung für illegale Transaktionen sind. Der hält seine Leser aber für richtig doof. Die meisten illegalen Geschäfte auf der Welt werden, laut Darknet, immer noch in Dollar ausgeführt. Und zwar pro Jahr im Volumen von rund 800 Milliarden Dollar. Dazu gibt es Statistiken von vielen namhaften Instituten. Ist der Dollar deshalb ein schlechtes Tauschmittel? Das sollte er ja nicht auf dem WEF in Davos verkünden, die würden ihn glatt auslachen.

Zitat: „Die bei Überweisungen anfallenden Kosten im hinter Bitcoin stehenden Computersystem sind viel höher als bei Bargeld oder traditionellem Electronic Banking.“ Erst einmal, wie kann man Bargeld überweisen? Das geht in der klassischen Finanzbranche gar nicht. Man muss Bargeld auf ein Konto einzahlen dann überweisen und der andere muss es wieder abheben. Für alle drei Vorgänge kassiert die Bank Geld (Kontoführung und Überweisungsgebühren). Bitcoin werden von Kunden an Kunden transferiert, dafür verlangt die Plattform die das möglich macht eine Gebühr. Diese ist viel geringer als die Transaktionsgebühren über eine Bank. Sollte der Professor aber z.B. solche Unternehmen wie WesternUnion meinen, mit denen man Bargeld überweisen kann, dann sei ihm gesagt, dass dort die Gebühren astronomische 30 % des Betrages annehmen können. Bitcoin haben mit Abstand die günstigsten Transaktionskosten überhaupt. Aber vielleicht mein der Professor ja nicht „Überweisungen“ sondern die Erzeugung von Bitcoin? Das würde alles erklären und beweisen, dass der werte Professor keine Ahnung von Bitcoin hat.

Zitat: „Deshalb ist praktisch ausgeschlossen, dass sich Bitcoin als allgemeines Tauschmittel durchsetzt.“ Aus oben gesagtem, schliesst der Professor darauf, dass der Bictoin als Tauschmittel nicht in Frage kommt. Ich kann mich wirklich nur wundern, was für Professoren die Schweiz beschäftigt.

Zitat: „Das aber liegt nicht an der verwendeten Technologie, sondern daran, dass Bitcoin-Konten eigentliche Nummernkonten sind, deren Eigentümer anonym bleiben.“ Falsch. Das muss gerade ein „Schweizer“ Professor schreiben. Jahrelang und heute noch existieren in der Schweiz prall gefüllte Nummernkonten von denen die Banken extrem profitieren. Die Schweiz wehrt sich mit Händen und Füssen dagegen diese anonymen Konten offen zu legen (Aka. Bankgeheimnis). 99 % aller Bictoin-Konten sind eindeutig Personen zuzuordnen – das liegt sogar gerade an der Technologie (Blockchain). In jede Transaktion wird nämlich die Identität des Verkäufers und Käufers implementiert. Und diese Daten sind nicht änderbar. Es ist recht mühsam seine Identität zu verschleiern. Der einzige Vorteil ist, dass von den Banken und dem Staat nicht sofort jede Transaktion auf Empfänger und Sender überprüft werden kann. Das heisst das Geschäft geht an ihnen vorbei. Überprüfen kann man es dennoch.

Zitat: „…den Gebrauch von Bitcoin allgemein zu verbieten…„! Wo hat der Mann die letzten Jahr gelebt? Hat er das Internet verschlafen? Das könnte ein Satire Artikel sein, wenn die Leser es denn nicht wirklich glauben würden!?
Bitcoin zu verbieten ist in etwa so, als wolle man jemanden das Atmen verbieten. Es ist nicht zu kontrollieren und nicht aufzuhalten. Man müsste das Internet auf der ganzen Welt verbieten und selbst dann könnten Bitcoin immer noch über private Netze gehandelt werden. Das Internet, von dem das Bankenwesen in den letzten Jahrzehnten am meisten profitiert hat, soll man abschalten, weil man eine Konkurrenzwährung verbieten will? Das wird immer abenteuerlicher.

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