Der militärisch-industrielle Komplex, alias Establishment vs. Seidenstrasse

Die US-Medien, allen voran die Washington Post, verbreiten die Nachricht Trump hätte geheime Informationen an die Russen weiter gegeben.

Ja, wenn nicht einmal der Präsident der USA entscheiden darf, was geheim ist und was nicht. Was er weiter geben darf oder was nicht. Wer denn dann?

Es ist natürlich selbstverständlich sein gutes Recht das zu tun. Und es passt zu seiner Strategie Russland als Partner zu betrachten und nicht als Feind. Vielleicht hat er ihnen ja auch nur die halbe Wahrheit geliefert. Als Strategie. Aber dafür ist er ja gerade als Präsident gewählt worden. Damit er einschätzen kann was, wie und wo!? Er hat das zu entscheiden und nicht die Washington Post.

Das Establishment, insbesondere der militärisch-industrielle Komplex in den USA mit seinen Steigbügelhalter den Medien (in der ganzen westlichen Welt), scheint sich seine eigene Welt basteln zu wollen. Weil sie wissen, dass sie ohne Russland als Feind immer weniger Waffen produzieren und verkaufen können. Sie wiegeln das Volk gegen Trump auf, wohl wissend, dass das was sie behaupten falsch ist.

Für mich stärkt Trump den demokratischen Gedanken und das System. Nimmt dem Establishment inkl. militärisch-industriellem Komplex die Macht, die sie sich schleimend und schleichend hinter den Kulissen angeeignet haben und drängt sie zurück. Auch wenn Trumps Aussagen oder Verhalten oft ungewöhnlich klingen mögen, er ist die einzige Chance für die USA aber auch den Rest der westlichen Welt wieder auf eine Art „anständige“ Politik zurück zu kommen. Und das haben wir im Westen bitter nötig. Es ist wirklich die letzte Chance.

Am gestrigen „Seidenstrassen-Gipfel“ konnte man sehen, wie China, wie Asien bereits weit fortgeschritten ist, den Handel und damit den Wohlstand für alle auf der Welt in die Hand zu nehmen. Die USA und EU sind dabei nur noch Statisten. Das hat sich der Westen gerade durch seine „rauchende Colt“ – Haltung selber eingebrockt. Anstatt mit diplomatischem Geschick auf der Welt vorzugehen haben alle immer den Colt gezogen und haben wie ein Elefant im Porzellanladen gewütet.

Besonders China zeigt uns, wie man mit einer intelligenten, diplomatischen, konfuzianischen Art die Welt erobern kann, als Win-Win-Situation für alle Beteiligte. In den westlichen Medien werden dazu ja nur die halben Wahrheiten gebracht und so getan, als würde China das nur aus Profit-Interessen machen. Gerade der Westen sollte sich mit solchen Vorwürfen zurück halten. Von fünf Fingern an einer Hand, zeigen immer vier auf einen selber zurück, wenn man mit einem Finger auf andere zeigt.

Die Seidenstrasse ist ein Konzept für die ganze Welt, natürlich mit besonderen Vorteilen für China. Nicht nur für den Handel zwischen China und Europa. Nein, das Konzept gilt besonders für den Handel zwischen China und dem Rest der Welt. China baut Häfen, Kanäle, Flughäfen, Eisenbahnlinien und Strassen in ganz Afrika, Asien und Süd-Amerika. Dabei geht es darum die Handelswege auf der Welt von der Regulierung durch die USA und EU frei zu machen und damit allen Beteiligten mehr Wohlstand zu bringen. Vor allem aber ausserhalb der USA und EU. Das ist das was die EU und USA stört.

Wer Wohlstand hat kann Produkte kaufen. Und natürlich kaufe ich Produkte die ich vor Ort finde eher als aus weiter Ferne. Wenn dass dann hauptsächlich chinesische Produkte sind, weil die anderen die Strassen nicht bezahlen wollen, dann werden eben chinesische Produkte in Afrika, Süd-Amerika oder Asien gekauft. 2/3 der Menschheit leben dort. Warum sollen die nicht auch so einen Wohlstand haben wie wir?

Und natürlich profitiert China dabei am meisten, aber die investieren auch am meisten darin. Die USA und EU haben diese Länder durch eine geschickte Entwicklungshilfe, Handelshemmnisse und politischer Missachtung unterdrückt um sie als eine Art Sklaven auf einem Level zu halten, auf dem sie gerade existieren und bei der USA oder EU einkaufen konnten. Das nennt man modernes Ausbeutertum. Die Chinesen machen mit einer Lässigkeit dieses ausbeuterische System kaputt und entmachten damit die USA und die EU auf elegante Art und Weise. Denn wem will man was vorwerfen, wenn er was Gutes tut?

Das Establishment inkl. dem militärisch-industriellen Komplex im Westen sollte sich ganz genau überlegen, ob sie wirklich Donald Trump entmachten wollen. Ein Nachfolger, in ihrem Sinne mit rauchenden Colt, also ein Zünsler, ein Weiter-so-Macher, würde nichts gegen die Vorgehensweise Chinas in Händen halten und den Chinesen einen Bären-Dienst erweisen. Es ist besser Allianzen mit den Akteuren zu schliessen, als sie zu bekämpfen. Das sollte auch dem Volk klar sein.

Deutschlandfunk manipuliert seine Leser

Der Deutschlandfunk24 berichtet in einem Artikel über die Seidenstrasse. Ein gutes Beispiel wie sogar staatliche Medien aus Deutschland die Welt manipulieren wollen. Der Deutschlandfunk24 ist ein weiteres Unternehmen des Deutschlandfunk, welches die ganze Welt mit Deutschem Segen beglücken sollen. Mit Geld der Deutschen Bürger (GEZ).

Ich beobachte diese Nachrichten schon seit Jahren und musste feststellen, dass sie immer extrem eingefärbt sind. Pro USA, pro Israel und pro einem Establishment in Deutschland, Israel und den USA. Die Beiträge sind oft so extrem abweichend, dass ich mir nur vorstellen kann, das sie auf die ganz jungen Menschen gerichtet sind, die in den vielen internationalen Deutschen Schulen diese zum Sprachunterricht nutzen und dort für eine tiefen Indoktrination sorgen sollen.

Lange noch, wenn es den Deutschlandfunk nicht mehr gibt, wird es also viele Menschen geben, die von Deutschen gelernt haben, dass es die Seidenstrasse eigentlich gar nicht gibt. Warum? Weil China die EU aus vielen Gesprächen nun ausgeklammert hat. Das aktuelle Treffen mit 155 Staaten wird ohne die EU und USA und natürlich Israel stattfinden.

Nun zum Artikel. China arbeitet seit mehr als zwanzig Jahren an der Wiederbelebung der Seidenstrasse. Jedoch ist der Name verwirrend. Denn es wird nicht eine Seidenstrasse geben sondern viele bzw. steht der Begriff für ein System. Dadurch ist der Westen in Handelshinsicht vielerorten entmachtet worden. Denn wer die Infrastruktur besitzt, der kann auch schneller und billiger liefern. DLF24 tut so al sei dass gerade am Anfang.

Im Gegenteil. Aktuell werden bereits Projekte fertig gestellt, die einen unglaublichen Einfluss haben werden. Ob es sich dabei um Öl-Pipelines von China über Russland oder Indien nach Europa handelt oder Häfen in Afrika. Der Nicaragua – Kanal wird den Chinesischen Handel auf dem Seeweg enorm erleichtern und ihn unabhängig vom dem US-Kontrollierten Panama-Kanal machen. Vor einem halben Jahr kamen die ersten internationalen Frachtzüge aus China in Duisburg und Hamburg an. Von dort können die Waren in die ganze Welt weiter transportiert werden. Deutschland muss gezwungener Massen dabei mitmachen, will es denn keinen Einfluss und viel Geld verlieren. Was aber an Europa und den USA vorbei geht, hat andere und grössere Dimensionen.

China ist als Lieferant nur für die USA und EU nicht zufrieden. Sie haben erkannt, dass andere Kontinente und Länder ganz andere Wachstumspotentiale bieten als die direkten Konkurrenten. Besonders Kontinente und Länder in denen die Infrastruktur noch nicht so weit ist um Waren günstig von A nach B zu transportieren.

Dort setzt China mit der Seidenstrasse an und baut Strassen, Brücken, Eisenbahnlinien, Häfen mit dem Ziel ihre Waren darüber in das Land verkaufen zu können. Natürlich kontrollieren sie damit auch wer über diese Strasse liefern darf. Die Abkopplung der EU und USA ist demnach ein Versagen sondergleichen und liegt an der starren und arroganten Haltung dieser Regionen. Die Liste der Projekte rund um die Welt ist riesig gross. Natrülich werden z.B. Strassen und Eisenbahnlinien oder Pipelines zu allen Nachbarn Chinas ausgebaut und für die Lieferung optimiert.

Das geht so weit, dass China in Zukunft sogar Öl aus dem Iran über Pipelines durch Afghanistan, Pakistan und Indien in das eigene Land transportieren kann. Ein Dorn im Auge Israels. Denn dann kann der Iran endlich viel Öl verkaufen und ist nicht mehr vom Wohlwollen des Westen abhängig. Der Iran kann als Wirtschaftsmacht im Nahen-Osten aufblühen und die Region mit bestimmen. Alles im Interesse auch der Chinese, aber konträr zur Einstellung der USA, EU und Israel. In Bayern sagt man aber “Ober sticht Unter”. Und so wird sich China mit seiner Strategie durchsetzen und die jungen Menschen die vom Deutschlandfunk gelernt haben – die Seidenstrasse gibts ja gar nicht – werden eines Tages blöd aus der Wäsche gucken. Was beweist, kluge Schüler müssen sich auch die richtigen Lehrmeister suchen.

In vielen westlichen Medien wird so getan als würde sich es bei der Seidenstrasse nur um ein System zwischen China und Europa handeln. Das ist aber ein grosser Irrtum und eine Fehlmeldung. Die Aktivitäten zwischen China, seinen Nachbarländern, gesamt Afrika und Süd-Amerika umfasst eine viel grösseres Investitionsvolumen als alle anderen Aktivitäten in dieser Hinsicht. Die USA und EU werden dort bereits systematisch von den Chinesen abgehängt.

PS: Ein Link zum Artikel des DLF24 wird bewusst nicht eingefügt um der Webseite nicht auch noch zu mehr Besuchern zu verhelfen.

Einige Quellen:

Industrie 4.0 – Kostensenkung durch Personalkürzung?

Der Gedanke zu Industrie 4.0 ist grundsätzlich nicht schlecht. Mit der heutigen IT-Technologie sollen möglichst alle Arbeiten ohne menschliche Unterstützung, automatisiert durchlaufen werden.

Viele denken dabei immer erst an Produktionsstrassen, zum Beispiel in der Automobilindustrie. Dabei liegt der viel interessantere Teil in der Dienstleistung bzw. Administration. Die technische Automatisierung ist ja bereits weit verbreitet und wurde bereits in den 1980-1990 Jahren begonnen. Sie wird mit Industrie 4.0 nur noch weiter getrieben und auf die gesamte Prozesskette eines Produktes ausgedehnt. Zum Beispiel in dem die Prozessketten des Zulieferers bis hin zum Rohstoff und umgekehrt bis hin zum Recycling einbezogen werden. Ausserdem liegen heute erstmals genügend und qualifiziertere Daten bereit um die Prozesse harmonisch mit allen Neben-, Folge- und Vorherigen Prozessen optimal abzustimmen.

Viel einschneidender – für die Gesellschaft – wird die Umsetzung von Industrie 4.0 in der Administration bzw. Dienstleistung sein. Während früher die einfachen Arbeiter möglichst in Massen eingespart werden sollten, zielt Industrie 4.0 darauf das mittlere Management und gut bezahlte Arbeitskräfte zu ersetzen. Ein paar Beispiele.

Wurden früher Versicherungsanträge noch von einzelnen Mitarbeitern vorgeprüft und dann zur letztlichen Genehmigung an Vorgesetzte weitergeleitet, wird das in Zukunft mit Industrie 4.0 einer Software übertragen. Kunden die Online einen Versicherungsantrag stellen werden durch eine Software überprüft. Man benötigt dann nur noch ca. 20 % des Personals um den Vertrag zu genehmigen oder abzulehnen. Das Einsparungspotential liegt also bei satten 80 % und zwar bei teurem Personal das auch noch oft eine Provision einkassiert. Dagegen sind Einsparungen in der Produktion Peanuts.

Ein ähnliches Betätigungsfeld liegt bei Banken. Ein Antrag auf ein Konto, eine Kreditkarte, einen Kredit oder eine Hypothek. Die Verfahren sind fast gleich. Es wird eine Bonitätsauskunft eingeholt, vielleicht noch ein Vorstrafenregister oder eine Auskunft aus einer Datenbank für Zahlungsmoral. Alter, Beruf, Ehestand, Nationalität, Einkommen, etc. geben die Kunden sowieso an. Heute machen solche Prüfungen qualifizierte Bankangestellte und legen dann das Dossier zur Freigabe dem Chef vor. All das kann eine Software nach Industrie 4.0 auch erledigen. Der Chef bekommt am Bildschirm alle Details, die Ergebnisse und eine Empfehlung der Software angezeigt. Annehmen / Ablehnen. Den Rest macht wieder die Software. Verträge ausdrucken, versenden und zur Unterschrift (elektronisch) dem Chef vorlegen. Auch hier können bis zu 80 % der Arbeitszeit eingespart werden.

Ein riesiges Betätigungs- und Einsparungsfeld für Industrie 4.0 liegt im gesamten Zahlungsverkehr und der Steuerabrechnung von Unternehmen.  Heutige Prozesse; eine Papierrechnung versenden, die Rechnung im optimalen Fall einscannen, in die Buchhaltung übergeben und zur Zahlung freigeben, Überweisung ausführen … etc. monatliche Umsatsteuererklärung erstellen, absenden, all das kann man mit Industrie 4.0 zu 99.90 % automatisieren. Wo man heute noch 10 Arbeitskräfte für die Administration benötigt, braucht man später nur noch 2 um die 0.10 % zu bearbeiten, welche nicht von der Software erledigt werden kann.

Was ist die andere Seite der Medaille?

Der Gedanke zu Industrie 4.0 ist ja gut und schön. Dennoch sollte man hier dann aber auch die gesamte Sache betrachten. Unsere westlichen Gesellschaftsmodelle basieren darauf, dass wir arbeiten, dafür Geld bekommen, dieses wieder ausgeben und damit für Einnahmen bei den Unternehmen sorgen. Daran hänge alle unsere Sozailsysteme und die Steuern, die eben auch nur so viel bekommen wie im Kreislauf erwirtschaftet wird. Das System funktioniert nur, wenn alle Positionen in ungefähr gleicher Höhe ausgeführt werden.

Wenn aber durch Industrie 4.0 immer mehr Arbeitskräfte – sogar mit hohen Einkommen – durch Software ersetzt werden, fehlt diesem Kreislauf ein grosser Teil der sich dann auch in der Nachfrage wiederspiegelt. Ein Arbeitsloser Bankangestellter wird sicherlich keine teure Lebensversicherung abschliessen. Der Kreislauf kann so nicht funktionieren. Natürlich ist der Markt für Arbeit elastisch und es wird Übergänge geben, dennoch wird es zu grossen Problemen führen.

Besonders wenn man berücksichtigt, dass in anderen Branchen oder Technologien entsprechende Entwicklungen vonstatten gehen. Durch Elektroautos – die nicht aufzuhalten sind – werden 5 Mio. Arbeitsplätze alleine in Deutschland verloren gehen. Durch die Dezentralisierung der Energieerzeugung werden noch einmal tausenden Arbeitsplätze verloren gehen. Zusammen mit der Industrie 4.0 können so schnell 15 bis 20 Mio. Arbeitsplätze bis 2050 eleminiert werden. Eine Entwicklung von Branchen die das auffangen können ist nicht in Sicht. Lediglich der demografische Faktor kann uns da in die Hände spielen. In 2050 sollen nur noch 60 Mio. Menschen leben, da sehr viele gestorben sind und kaum Kinder geboren werden.

Für viele die in dieser Zeit aber noch ihr Einkommen verdienen müssen, ist das kein Trost. Die Politik zeigt keine Lösungen und Wege auf die diese Ungerechtigkeit ausgleichen können. Von der CDU (in Deutschland) habe ich nur lapidar gehört, dass das der felxible Arbeitsmarkt auffangen wird und durch die anziehende Weltkonjunktur ein Ausgleich ensteht. Passiver geht es nicht mehr.

white old man alone single poor

Die „white old man alone single poor“ haben Donald Trump gewählt oder waren das Zünglein an der Waage, welches zum Wahlsieg von Donald Trump geführt hat. Das zeigen Ergebnisse aus den Wahlen in den USA.

Diese Definition muss man näher erklären, denn diese Gruppe von Wählern existieren in der gesamten westlichen Welt und sie können für alle zum Zünglein an der Waage werden.

Für alles gibt es heute ein Lobby. Alleinerziehende Mütter, Frauen im Berufsleben oder der Politik, ja sogar Quoten für Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten. Es gibt Lobbys für farbige Menschen, für Migranten, für kleine , grosse, dicke oder besonders dünne. Alle Minderheiten oder Besonderheiten werde irgendwie supported, unterstützt oder es wird ein Sprachrohr für sie eingerichtet. Nur für eine Gruppe von Menschen gibt es keine Lobbys, keine Gnade, keine Hilfe, keine Unterstützung. Das sind die so genannten „WOMASP – white old man alone single poor“.

Das sind Männer im mittleren bis gehobenen Alter, die mal eine Familie hatten, die mal einen festen Beruf als Lebenswerk hatten, die Kinder haben, die nicht mehr zu ihnen stehen. Die ein Haus oder eine Wohnung hatten und all das verloren haben. Heute in einem Einzimmer-Appartment von Hartz IV, Sozialhilfe, IV oder wie immer man das in den verschiedenen Ländern nennt, erhalten. Sie leben am Existenzminimum oder gerade darüber. Müssen davon nicht selten Alimente für ihre Kinder oder Unterhalt für ihre Frauen zahlen. Ihr Lebenstraum ist auf allen Ebenen geplatzt.

Diese Gruppe von Menschen ist übrigens auch die, die von den Behörden und Politikern am meisten missachtet, gedemütigt oder schikaniert wird. Denn diese Gruppe von Menschen steht mit dem Rücken zur Wand, beklagt sich darüber aber nicht lauthals, weil sie in der Kindheit gelernt haben „ein Mann heult nicht“. Wo bei anderen Gruppen Massenpsychose erkannt und behandelt werden, wird diese bei dieser Gruppe ignoriert. Die Selbstmordrate, die Unfallgefahr – fahrlässig herbei geführter Selbstmorde – oder psychosomatische Krankheiten werden nicht mal in Statistiken geführt. Sie werden einfach im Gesamt-Statistik-Müll untergemengt. Warum? Weil man gar nicht auf die Idee kommt, dass es diese Gruppe gibt. Man will dieses Thema diese Menschen nicht diskutieren. Es wäre ja auch anachronistisch in einer feministischen Zeit, die klassischen Täter – die die Frauen typischer Weise „vermeintlich“ unterdrückt haben als Opfer zu betrachten.

Ein klassisches Beispiel ist ein Mann, der z.B. in den USA studiert hat. Dadurch Schulden in Höhe von 100’000 angesammelt hat. Dann geheiratet hat. Ein Haus gekauft hat und sich damit noch einmal um 200’000 verschuldet hat. Nach ein paar Jahren hat das Paar ein oder zwei Kinder, die Frau machte den Haushalt und der Mann hatte seinen klassischen Beruf.

Dann kam die Globalisierung. Der Mann verlor den Job innerhalb von ein paar Monaten. Dann konnte er die Steuern und die Hypotheken für das Haus nicht mehr bezahlen und sammelte damit noch mal 100’000 Dollar Schulden an. Die Verantwortung lag und liegt nur bei ihm, die Frau war ja „nur“ Hausfrau. Das Haus wird letztlich zu einem Bruchteil des Betrages, von der Bank versteigert, den es gekostet hat.

Die Familie muss in eine Mietwohnung umziehen, deren Mieten der Mann auch bald nicht mehr bezahlen konnte. Einen neuen Job findet er im Alter von 45 – 50 Jahren nicht mehr. Die Wirtschaft stellt nur noch bis max. 35 Jahre ein. Den Teil den er von seinen Schulden über die Jahre abgezahlt hatte, kommt in Form von Zinsen und Zinseszinsen und Gebühren gegenüber den Banken hinzu. Somit steht er nun mit Schulden von rund 300’000 Dollar da, hat kein Haus mehr und seine Ehe geht in die Brüche.

Durch den Ärger wegen der Schulden und dem fehlenden Geld trennt sich die Frau von dem Mann. Nicht selten ziehen die Kinder mit der Mutter oder, wenn sie alt genug sind, trennen sie sich von der ganzen Familie. Die Frau und die Kinder machen den Mann für das Versagen auf der ganzen Linie verantwortlich und verlangen deshalb Unterhalt und Alimente. Was den Mann noch weiter in eine Krise stürzt.

In der Gesellschaft gilt der Mann schon seit seiner Entlassung als Versager. Jetzt nach der Versteigerung des Hauses, dann durch das Verlassen durch die Ehefrau und Kinder erst recht. Nicht wenige Männer in dieser Situation gleiten in Alkohol – oder Drogenkonsum ab und landen als Obdachlose unter der Brücke. Zu gewaltig ist das Versagen auf der ganzen Linie.

Die Männer die sich, als einzigen Ausweg, mit einem eigenen Unternehmen selbständig machen und wieder ganz von unten anfangen bekommen alle Knüppel zwischen die Beine geworfen die es überhaupt gibt. Und zwar von allen Seiten. Denn sie haben keine Lobby.

Für Behörden sind sie leichte Opfer, sie können sich ja keine teuren Anwälte leisten. Für viele Organisationen sind sie Betrüger die die anderen nur ausnehmen wollen. Wird der Arbeitsschutz nicht so ganz sauber ausgeführt, ist das natürlich aus Bosheit des Chefs passiert und nicht weil er es einfach nicht schafft. Wenn er niedrige Löhne zahlt ist er ein Geizhals und Ausbeuter. Das er sich einfach nur über Wasser halten will glaubt kein Mensch.

Dabei liegt die Zahl dieser Menschen im Millionenbereichen. In den USA schätzt man alleine, dass ca. 60 Mio. Menschen als Obdachlose leben. Dazu kommen aber noch Millionen die sich nun irgend wie über Wasser halten. Vornehmlich ältere, allein lebende Männer die mal ein Haus, eine Familie und einen  klassischen Beruf hatten. Die sogar eine gute und teure Ausbildung haben aber nie wieder eine Chance auf eine ordentliche Anstellung bekommen werden.

Überträgt man diese Zahlen auf Europa, so müssten hier annähernd 90 Mio. Menschen in ähnlichen Verhältnissen leben. Viele davon haben sich selbständig gemacht, da sie sonst keinen Ausweg sehen. Als Selbständiger geht das Martyrium aber immer noch weiter. Eine Altersversorgung gibt es meist nicht, so ist in der Renter die Sozialhilfe wieder gefragt. Sie können machen was sie wollen.

Dieses Thema zeigt auch wie weit wir im Westen von unserem Gesellschaftsmodell mittlerweile entfernt sind und Millionen von Menschen und gerad die ohne Lobby Tag ein, Tag aus quälen am Leben zu bleiben, am Leben teil zu nehmen und sogar noch in die Kassen mit einzuzahlen. Obwohl sie nie was davon haben werden.