Ministerpräsident Netanjahu, stellen Sie sich vor, Sie wären in Gaza geboren!

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Netanjahu,
darf ich Ihnen mitten im Krieg ein paar Fragen stellen? Als Deutscher, der weiß, dass die Generation seiner Vorfahren den Juden Unverzeihliches angetan hat, der das Existenzrecht Israels akzeptiert und der Antisemitismus wie jede Form von Rassismus für eine Schande hält.

Haben Sie sich schon mal vorgestellt, wie es wäre, wenn Sie nicht in Tel Aviv, sondern in Gaza auf die Welt gekommen wären? Sie hätten dann nicht die besten Schulen und Universitäten der USA besuchen können, sondern wahrscheinlich nur die bescheideneren Schulen und Universitäten von Gaza und im Westjordanland. Auch Ihre Enkel hätten kaum dem Elend von Gaza entfliehen können. Stattdessen hätten sie in den letzten sechs Jahren drei grauenvolle Kriege erlebt und viele Schulfreunde durch israelische Bomben verloren.

Wären Sie auch in Gaza Politiker geworden? Dann säßen Sie jetzt vielleicht wie 23 gewählte palästinensische Abgeordnete in israelischen Gefängnissen. Im Ofer-Gefängnis bei Ramallah oder im Hadarim-Gefängnis im Norden von Israel. Für Palästinenser ist es riskant, sich politisch zu betätigen. Unterstellen wir daher, Sie wären ein angesehener Landwirt geworden und hätten begonnen Blumen zu züchten. Sie hätten harte Zeiten durchlebt. Wegen der von Israel verhängten Blockade könnten Sie nur noch drei Prozent der früheren Blumenmenge exportieren. Die gesamte Wirtschaft Gazas liegt am Boden. Sie hätten fast alle Mitarbeiter entlassen müssen. Die wären jetzt arbeitslos – wie mehr als die Hälfte der arbeitsfähigen Bewohner von Gaza. Und müssten von der UNO durchgefüttert werden. 80 Prozent der Bevölkerung erhalten alle drei Monate Essensrationen wie damals die Iraker unter den vom Westen betriebenen Sanktionen. So erhält eine achtköpfige Familie, um überleben zu können, von der UNO alle drei Monate : 103 Kilo Weizen, 4,70 Liter Speiseöl, fünf Kilo Zucker, 1,5 Kilo Milchpulver sowie etwa Dosenfleisch. Für acht Personen!

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KenFM im Gespräch mit: Jürgen Roth (Der stille Putsch)

Jürgen Roth gehört zu den namhaftesten investigativen Journalisten im deutschsprachigen Raum. Er geht dorthin, wo es wehtut, all seine bisherigen Bücher wurden zu Bestsellern. In seinem aktuellen Buch “Der stille Putsch: Wie eine geheime Elite aus Wirtschaft und Politik sich Europa und unser Land unter den Nagel reißt” legt sich der Autor erneut mit den Mächtigen der Welt an. Kernthema in “Der stille Putsch” ist die vollständige Unterwanderung der Demokratie durch die global operierenden Wirtschaftseliten. Kein Bereich ist vor ihnen sicher.
Auch dieses Buch konnte in diesem Umfang nur entstehen, da sich der Autor zuvor über Monate mit zahlreichen Whistleblowern aus den unterschiedlichsten Chefetagen traf und ihre Aussagen anschließend anonymisiert zu Papier brachte. Während Roths bisherige Bücher eine breite Besprechung auch in den öffentlich-rechtlichen Medien erfuhren, ist es um dieses Buch bisher erstaunlich ruhig geblieben. Das verwundert um so weniger, da Roth in “Der stille Putsch” zeigt, dass die Korruption und das Kungeln nicht nur traditionell in Wirtschafts- und Bankenkreisen zum festen Bestandteil der Gegenwart gehört, sondern mittlerweile auch große Teile der deutschen Presselandschaft okkupiert hat. Die aufklärende Presse befindet sich im Dauer-Koma, spätestens seit dem 11. September 2001.

Quelle: KenFM alias Ken Jebsen (Moustafa Kashefi)

Eine mordsmäßig “ZIELGENAUE” Operation!

Kommentar von Evelyn Hecht-Galinski

Heute ist der Mittwoch nach der großen Friedensmahnwache in Berlin. Ich bin immer noch überwältigt von dieser Veranstaltung am Samstagabend. Was deren Initiator Lars Mährholz da als Friedensmahnwache auf die Beine gestellt hat, ist eine große Leistung. Herzlichen Dank an ihn möchte ich hier noch einmal sagen. Es war eine Stimmung, die unbeschreiblich war, eben BERLIN! Die Mahnwachen, die aus ganz Deutschland angereist waren, die Bands die so phantastisch spielten. Ich möchte mich natürlich auch ganz besonders bei Ken Jebsen bedanken, der mich so dringend gebeten hatte nach Berlin zu kommen, um dort zu sprechen. Ken Jebsen ist einer der fähigsten Journalisten die ich kenne. Blitzgescheit, unbeirrbar, unkäuflich und ein herzensguter lieber Mensch und Freund. Mein Mann und ich haben es nicht bereut nach Berlin gefahren zu sein. Auch wenn der Anlass mehr als traurig war. Aber Gaza ist on my mind! Eine mordsmäßig “ZIELGENAUE” Operation! weiterlesen

Wider den Antisemitismus

Bei jedem noch so nichtigen Anlass beschwören westliche Politiker  das Existenzrecht Israels und das Gespenst des Antisemitismus

Dagegen herrscht bei der Verletzung elementarer Menschenrechte, des Internationalen Rechts und der Missachtung einschlägiger UNO-Resolutionen durch den zionistischen Staat in der Regel dröhnendes Schweigen oder gewundener Diplomatensprech.

Die Existenz Israel in den Grenzen von 1967 ist gesichert. Sie wird nicht nur durch die EU und die Weltmacht USA garantiert, sondern auch von Israel selbst. Das Land ist allen Anrainern wirtschaftlich, technisch und militärisch haushoch überlegen. Das wissen nicht nur die Mullahs in Teheran, sondern auch die Führer der Hamas. Der ehemalige Hamas-Ministerpräsident Hanije hat wenige Monate nach seinem Amtsantritt in einem Interview zu erkennen gegeben, dass eine Anerkennung des Existenzrechts Israels für die Hamas durchaus möglich ist – freilich nicht als Voraussetzung, sondern als Ergebnis von Verhandlungen und nach genauer Klärung, was eigentlich damit anerkannt wird. Wider den Antisemitismus weiterlesen

Warum wurde der Luftraum nicht gesperrt?? Versagen der europ. Behörden / Poroschenkos?

Kommentar zu FAZ Artikel vom 17.07.2014 #MH17

Zitat: “ Kurz vor den ersten Meldungen über den Absturz hatte der ukrainische Nationale Sicherheitsrat erstmals berichtet, die Separatisten verfügten über Waffen, mit denen der Abschuss von Flugzeugen in großen Höhen möglich sei.” Diese Gerüchte gibt es seit Monaten. Schon zu den Zeiten der Demonstrationen auf dem Maidan wurde das kolportiert. Warum wurde dann der Luftraum über der Ostukraine durch die europäischen Behörden oder die Regierung in Kiew nicht gesperrt? Anstatt vagen Verdächtigungen nachzugehen, die man nie erhärten können wird, sollten die europäischen Behörden und Politiker und die ukrainische Regierung mal ein bisschen selbstkritisch sein. Über einem Kriegsgebiet sollte man vorsorglich den Luftraum sperren. Wer hat denn die Macht in der Ukraine in der Hand? Klares Versagen Poroschenkos?

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/ukraine-konflikt-passagierflugzeug-abgeschossen-verraeterische-aeusserungen-13051123.html